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29.11.13

Finanzen

Günstige Zinskonditionen für das Unternehmenskonto

Keine Seltenheit: Wer sein eigenes Unternehmen auf die Beine stellt, dem kann es besonders in der Startphase durchaus passieren, dass er sein nagelneues Firmenkonto überziehen und den Dispokredit seiner Bank in Anspruch nehmen muss. Eigentlich kein Problem, wäre da nicht der Dispo-Zins, der je nach Kreditinstitut einen beachtlichen Kostenfaktor darstellen kann.

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Die Wahl eines Girokontos zu Firmenzwecken kann weitreichende Folgen haben: Wer an ein Kreditinstitut gerät, das ungünstige Kontoführungsgebühren verlangt und im Falle einer Kontoüberziehung mit einem hohen Dispo-Zins aufwartet, der belastet sein junges Unternehmen mit unnötigen Kosten. Denn längst nicht alle Banken bieten Kunden schlechte Konditionen.

Die richtige Bank


Gerade im Hinblick auf die Zinskonditionen für Dispokredite unterscheiden sich Banken in nicht geringem Maße voneinander. Noch vor wenigen Monaten erregten die – zum Teil an Wucher grenzenden – Dispo-Zinsen vieler Kreditinstitute die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Weitaus höher als von Verbraucherschützern empfohlen, siedeln diese Banken ihre Zinsen an; darüber hinaus bitten sie ihre Kunden besonders dann zur Kasse, wenn Kontoführende wenig Ausweichmöglichkeiten haben: auf dem Land, wo – im Gegensatz zu Ballungszentren – häufig keine Konkurrenz vor Ort mit günstigeren Angeboten lockt. Möchte man vermeiden, über den Kostenpunkt Dispo-Zins abgezockt zu werden, sollte man vor der Einrichtung eines Girokontos die Rahmenbedingungen unterschiedlicher Banken sorgfältig vergleichen. Denn eine politische Lösung wird es in naher Zukunft nicht geben.

Günstiger Dispo-Zins bleibt Eigenverantwortung


Angesichts der aktuellen Missstände auf diesem Sektor stand innerhalb der jüngsten Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD eine juristische Lösung zur Debatte, die eine Obergrenze für Dispo-Zinsen gesetzlich festschreiben würde. Diese Forderung vonseiten der SPD ist mittlerweile jedoch von der Union abgelehnt worden. Künftig soll nun an Bankkunden eine Warnung ausgesprochen werden, sobald sie ins Minus geraten; die Höhe der Gebühren, die dann fällig werden, ist jedoch weiterhin den Banken überlassen.
Sich für eine Bank zu entscheiden, die faire Konditionen anbietet, liegt folglich weiterhin in der Verantwortung der Kunden selbst. Richtschnur für die Wahl eines Girokontos können z.B. Empfehlungen der Stiftung Warentest sein, die Kreditinstitute, die kostenlose Kontoführung und günstige Zinskonditionen bieten.

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