<< Themensammlung Gründung

Aktuelle News für Gründer Selbstständige und Unternehmer

29.04.09Kommentieren

Kolumne von Werner Arndt, MBPW GmbH

Gründen als Chance in der Krise

Die Gründer beim MBPW beweisen Ausdauer: in der Stufe 2 haben wir in diesem Jahr einen kleinen Rekord zu verzeichnen. Mehr als die aktuellen 86 Teams waren es nur in den berüchtigten Boomzeiten um die Jahrtausendwende. Viele Teams aus der Stufe 1 sind wieder dabei, aber auch einige Quereinsteiger. Woher kommen die Teilnehmer und was haben sie vor? Natürlich spiegelt sich auch beim MBPW so einiges aus der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage.

Zwangspausen nutzen

Leicht gestiegen ist der Anteil der Teilnehmer, die nicht aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sondern privatwirtschaftlichen Unternehmen stammen (55 Prozent). Auch wenn diese Zahl beim MBPW nicht allzu sehr aus dem Rahmen fällt, haben wir im Gespräch mit Teilnehmern immer wieder gehört, dass selbstständige Projekte in der letzten Zeit auch für (noch) Angestellte an Attraktivität gewonnen haben. Da spielen natürlich die unsicheren Zukunftsaussichten für die eigene Position oder das ganze Unternehmen eine Rolle, manche Teilnehmer sind auch schon von Kurzarbeit betroffen. Aber gründen wollen diese Teilnehmer durchaus nicht nur aus Not oder Angst, sondern viele nutzen jetzt die Zwangspausen, um Projekte anzugehen, an denen sie sich schon immer mal versuchen wollten, und die auch gar nicht zwangsläufig etwas mit ihrer beruflichen Spezialisierung zu tun haben, sondern oft auch mit privaten Interessen und Hobbies.

Maschinenbau auf dem Vormarsch

Einen deutlichen Sprung bei den Branchenverteilungen machte der Maschinenbau, von 9 auf 19 Prozent. Die etablierten Unternehmen dieser Branche sind ja von Auftragseinbrüchen besonders betroffen, wie aktuell in den Medien zu lesen war. Selbstständig durchstarten wollen die Teams aus diesem Bereich jetzt vor allem mit innovativen Konzepten im Anlagenbau und Energiesparkonzepten für Gebäude.

Immer noch die stärkste Branche, aber mit weniger Abstand ist Information und Kommunikation (36 Prozent). Während in der diesjährigen Stufe 1 der große, durch alle Branchen gehende Trend B2B-Konzepte war, richten sich die Online-/Internet-Ideen jetzt wieder eher an private Nutzer. Es geht um das nicht ganz neue, aber ausbaufähige Thema Anbietersuche und -vergleiche, Kommunikation und auch soziales Engagement. Die Branche Elektronik bleibt stabil mit 9 Prozent. Nicht-technische Ideen machen mit 28 Prozent weniger aus als sonst beim MBPW. Leicht gestiegen ist der Anteil von Chemie, Biologie, Life Science, diesmal vor allem mit Innovationen zur Bekämpfung und Behandlung von Krankheiten.

Insgesamt haben wir den Eindruck, dass die Stimmung unter den Gründern weiterhin gut ist. So mancher mag die Krise als Anlass nehmen, um endlich Pläne und Ideen zu verwirklichen, die sonst immer aufgeschoben wurden.  

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer