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23.05.17Kommentieren

Onlineshops

Wollen Sie den Geschäftsplan für Ihr Webprojekt selbst schreiben?

So könnte ein Geschäftsplan für den Start eines Onlineshops oder eines anderen Webprojektes aussehen.

Für einen Onlineshop benötigt man einen guten Geschäftsplan

Keine Mietkosten für ein Ladengeschäft, keine feste Öffnungszeiten, volle Flexibilität und ein weltweit großes Publikum: Das sind die Vorteile eines Onlineshops. Zumindest klingen die Vorteile auf dem Papier so schön, doch zwischen Theorie und Praxis gibt es bekanntermaßen immer einen großen Unterschied. Dementsprechend ist auch das Internet-Business kein Zuckerschlecken, gerade im Bereich des E-Commerce gibt es viel Konkurrenz.

Kleine Onlineshops müssen nicht nur mit gleichartigen Mitbewerbern um die Gunst der Kunden buhlen, sondern stehen im ständigen Wettbewerb mit etablierten Riesen wie Amazon, Otto oder Zalando. Trotzdem wagen es unzählige Gründer jedes Jahr aufs Neue. Sie starten ein Webprojekt, um damit ihr Geld zu verdienen. Das ist auch gut so, denn kleine, aber feine Ideen können durchaus gute Umsätze generieren und unter Umständen mit innovativen Ideen den großen Marktteilnehmern signifikante Anteile abringen.

Der Launch eines Webprojektes steht und fällt in der Regel mit der Finanzierung des Vorhabens. Und dafür benötigen die Gründer einen validen Businessplan. Nur so können sie Banken oder Investoren (zum Beispiel Business Angels) überzeugen, Geld in die Unternehmung zu stecken.

Das muss in einen Geschäftsplan für ein Webprojekt rein

Im Grunde unterscheidet sich der Geschäftsplan für einen Onlineshop oder ein anderes Webprojekt nur marginal von anderen Geschäftsplänen. Denn auch im E-Commerce gilt es, Investoren mit Fakten und Basisinformationen zu überzeugen.

Ein Geschäftsplan muss potentiellen Geldgebern genau, aber auch nicht zu ausführlich beschreiben, worum es gehen soll. Dementsprechend müssen mit dem Papier wichtige Fragen geklärt werden – zum Beispiel:

  • Wer ist die Gründerperson bzw. das Gründerteam? Neben dem Alter und dem Familienstand sind hier besonders die Kenntnisse und ein Lebenslauf der Beteiligten wichtig.
  • Wie ist die Marktsituation? Welche Zielgruppen sollen mit dem Webprojekt angesprochen werden, wo ist der Standort, wer sind die Mitbewerber?
  • Wie soll das Produkt bzw. die Online-Dienstleistung vermarktet werden? In dem Marketingkonzept sind Angaben zum Angebot, zu der Preisstruktur, dem Vertrieb und der Werbung zu machen.
  • Wie sieht die Unternehmensorganisation aus? Wer ist der Geschäftsführer, wer kümmert sich um die einzelnen Geschäftsbereiche? Wie viel Personal wird anfangs und später benötigt?
  • Welche Chancen und Risiken gibt es bei dem geplanten Online-Business? Eine SWOT-Analyse sollte jeden Punkt ohne zu beschönigen aufführen.
  • Wie soll das Projekt finanziert werden? Die Finanzierung ist der zentrale Punkt des Geschäftsplans. Hier muss genau erläutert werden, wie viel Eigenkapital und private Ausgaben der oder die Gründer besitzen, welche Umsätze in den ersten Jahren geplant sind, und wie hoch die Betriebsausgaben sein werden.

Wie solch ein Geschäftsplan im Detail aussehen kann? Das zeigt zum Beispiel die kostenlose Geschäftsplan-Vorlage für einen Onlineshop von Lexware.

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(Bild: Förderland / Lexware)

Das muss beim Launch eines Onlineshops bedacht werden

Produkte übers Internet zu verkaufen – das klingt für Laien als ziemlich einfach. Doch das Vorhaben ist mit einigen Hindernissen gespickt. Das fängt bei der Webseite an: Auf welchem Shopsystem soll das Webprojekt basieren? Ist dieses Shopsystem für SEO, Smartphones und verschiedene Bezahlverfahren ausgelegt, können eigene Wünsche flexibel und einfach umgesetzt werden? Wer soll sich um das Design und die technische Betreuung der Webseite kümmern? Welche Kosten fallen hier für die initiale Umsetzung und für den späteren Betrieb an? Wie sicher ist das System? Welche rechtlichen Aspekte müssen bedacht werden?

Das sind nur ein paar Fragen, die sich jeder stellen sollte, der einen Onlineshop starten möchte. Zudem muss man sich im Klaren sein, wie das eigene E-Commerce-Projekt gegen die Mitbewerber bestehen kann. Hierfür ist ein schlüssiges Marketing-Konzept nötig, zudem ein ordentliches Budget fürs Online-Marketing.

Vielleicht zeigt der Geschäftsplan oder das Feedback der (potentiellen) Investoren, dass eine eigene Webseite wenig Sinn macht. Unter Umständen kann es sinnvoller sein, sein Produkt auf Plattformen wie Amazon, eBay, Rakuten, Etsy oder DaWanda anzubieten. Die Vorteile derartiger Marktplätze liegen unter anderem in der Reichweite, den angebotenen Bezahlsystemen und bei der Unterstützung im Fullfillment.

Fazit

Möchten Sie ein Webprojekt starten, sollte das Vorhaben genau durchdacht und geplant sein. Hierbei hilft ein Geschäftsplan. Er eignet sich nicht nur, um potentielle Geldgeber anzusprechen, sondern auch, um die angedachte Unternehmung ganz strukturiert zu durchdenken.

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