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27.01.14

Finanzierung

Frisches Geld für frische Ideen: Start-up-Finanzierung

Start-ups gehören zu den Motoren einer dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Mit innovativen Ideen und Technologien wurde hierzulande schon oft der Grundstein für eine unternehmerische Erfolgsgeschichte gelegt. Eine Hürde für viele Existenzgründer ist allerdings die Finanzierung. Fehlendes Kapital ist eine der häufigsten Ursachen für das Scheitern in den ersten Jahren.

www.maschmeyer-group.de

Zurückhaltende Kreditgeber

Banken sind in der Regel nur zur Finanzierung mit Krediten bereit, wenn ausreichend Eigenkapital und Sicherheiten vorhanden sind. Gerade daran mangelt es aber bei Start-ups häufig. Junge Unternehmer bringen oft nur ihre Idee als Kapital mit. Das reicht Kreditgebern aber normalerweise nicht. Aus diesem Grund gibt es in Deutschland schon seit Langem eine ausgebaute Existenzgründungsförderung. Vor allem auf Bundes- und Länderebene werden Existenzgründern zinsgünstige Darlehen, Zuschüsse und auch Sicherheiten zur Verfügung gestellt. Voraussetzung ist hier ebenfalls ein ausgereiftes Konzept – ein sogenannter Business Plan –, die bloße Idee genügt nicht.

Private Wagnisfinanzierung

Viele Start-ups haben das Problem, dass ihre Innovation noch gar nicht marktreif ist. Zunächst muss noch in Forschung und Entwicklung investiert werden. Hier greift die kreditbasierte Förderung alleine nicht, benötigt wird vielmehr Wagniskapital, das bereits in einer sehr frühen Phase der Unternehmensgründung zur Verfügung steht. Um an Wagniskapital zu gelangen, sind verschiedene Ansätze denkbar. Eine Möglichkeit ist, private Investoren zu finden. Es gibt in Deutschland eine Reihe namhafter privater Investoren bzw. Beteiligungsunternehmen, die sich hier engagieren – zum Beispiel Carsten Maschmeyer und seine Maschmeyer Group.

Private Venture Capital-Gesellschaften bieten darüber hinaus gewerbsmäßig Wagnisfinanzierung für innovative Start-ups an. Hinter ihnen stehen nicht private Investoren wie Carsten Maschmeyer, sondern primär institutionelle Investoren – in erster Linie Banken und Versicherungen, aber auch Großunternehmen, die gezielt in zukunftsträchtige Felder investieren wollen.

Venture Capital: öffentliche Förderung möglich

Auch die Förderpolitik bietet Lösungen für Start-ups an. So existieren vor allem über die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Förderprogramme zur Wagnis- und Innovationsfinanzierung. Zum Teil werden auch Zuschüsse für Gründungen aus Hochschulforschung und -studium gewährt. Ein weiteres Angebot ist der High Tech-Gründerfonds – eine Gemeinschaftsinitiative der KfW, des Bundeswirtschaftsministeriums und bekannter Unternehmen. Über diese Förderinstrumente können innovative Existenzgründer ihre Kapitalbasis verbessern und zum Teil schon finanzielle Unterstützung vor der eigentlichen Gründung erhalten.

Business Angels können helfen

Als ein sinnvoller Weg hat sich auch das Engagement sogenannter Business Angels erwiesen. Dabei handelt es sich um private Investoren, die ein Start-up nicht nur mit Beteiligungskapital, sondern auch mit Rat und Tat unterstützen. Oft sind Business Angels selbst erfahrene Unternehmer, die jungen Existenzgründern mit ihrem Wissen helfen können. Diese verfügen zwar über Spezial-Know How im Hinblick auf ihre Ideen, es mangelt aber an Management-Wissen und Markt-Expertise. Business Angels können diese Lücke schließen. Das Business-Angels-Netzwerk erleichtert darüber hinaus die Verknüpfung aussichtsreicher Geschäftskontakte und die Entwicklung interessanter Perspektiven.

Entscheidend: überzeugendes Konzept

Diese kurze Übersicht zeigt – auch wenn die Finanzierung für Start-ups nicht einfach ist, es gibt vielfältige Lösungen und Möglichkeiten. Je besser eine Gründung vorbereitet und geplant ist, umso größer sind auch die Erfolgschancen. Wer Dritte von seinem Konzept überzeugen kann, sollte einen Weg finden, an das nötige Kapital zu kommen.

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