<< Themensammlung Gründung

Aktuelle News für Gründer Selbstständige und Unternehmer

11.05.12Kommentieren

Expansion Ausland

Expansionsziel USA – aus dem Schatten wieder ins Licht

Kaum jemand hat je bestritten, dass die USA nach wie vor eine starke Wirtschaftsmacht sind. 2011 lag das Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten bei etwa 15.3 Billionen US-Dollar. China kam im selben Jahr auf umgerechnet 7,4 Billionen US-Dollar. Schaut man sich jedoch das Wachstum an, so verzeichnete China in den letzten Jahren Traumraten, während die USA deutlich dahinter zurückblieb. 

Ein Beitrag von Max Karagoz

So stieg Chinas Bruttoinlandsprodukt 2011 um 9,2 Prozent, während die USA im selben Jahr nur 1,7 Prozent verzeichneten. Für deutsche Unternehmen mit Expansionsplänen rückte das asiatische Land daher in den letzten Jahren verstärkt in den Vordergrund. Hier – so schien es – liegt die Zukunft und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Machtwechsel an der Spitze der Wirtschaftsmächte stattfindet. Es mehren sich jedoch Zeichen, dass es bis zum Machtwechsel noch etwas dauern könnte.

Kein Paradies, aber ein Land mit Chancen

Natürlich sind die USA nicht das Paradies, in dem ein expandierendes Unternehmen zwangsläufig nichts anderes als Erfolg hat. Mögliche Probleme des potenziellen Standorts USA dürften nicht schön geredet werden. So lag die Staatsverschuldung des Landes im Februar 2012 bei etwa 15,49 Billionen US-Dollar und war damit über eine Billion US-Dollar höher als noch ein Jahr zuvor. Aber das bedeutet nicht, dass man die USA von seiner Liste möglicher Expansionsziele streichen sollte, denn derartigen Negativzahlen steht auch eine ganze Reihe an positiven gegenüber.

Zu ihnen zählt etwa das Konsumentenvertrauen in den USA, das laut Index von Thomson Reuters und der Universität Michigan im Februar 2012 insgesamt 75,3 Punkte erreichte und damit den höchsten Wert seit dem Vorjahresmonat. Der Index gilt als wichtigster Konjunkturwert für das Kaufverhalten im Land. Die Konsumenten sind also relativ gut gelaunt. Darauf könnten sich geschäftliche Erfolge aufbauen lassen.

USA ist nicht gleich USA

Deutsche Unternehmer, die über eine Expansion in die USA nachdenken, sollten jedoch überlegen, in welchem Bundesstaat sie sich niederlassen. Einerseits unterscheiden sich die Bedingungen für eine Unternehmens-Gründung von Bundesstaat zu Bundesstaat und man wird schauen müssen, welcher Standort einem die besten Gründungs-Konditionen bietet. Andererseits sind das natürlich nicht die einzigen Standortfaktoren, die zählen.

Wer mit einem US-Standort auch auf Märkte in Mittelamerika und der Karibik zielt, könnte etwa mit Florida als Standort gut beraten sein. Der Bundesstaat gilt seit jeher als Tor nach Lateinamerika und dürfte seine Rolle in Zukunft festigen. Bis 2014 werden die Schleusenkammern des Panamakanals vergrößert, sodass auch größere Containerschiffe ihn nutzen können. Das steigert Chancen für einen lukrativen Handel. Miami bereitet sich bereits jetzt mit einem ausgebauten Hafen darauf vor.

Vielleicht ist das auch eine Chance für deutsche Unternehmer? Als deutscher Unternehmer mit Expansions-Plänen sollte man die USA zumindest nicht so ganz außer Acht lassen.

Autor: Max Karagoz

Unternehmensberater
Website des Autors
Max Karagoz

Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer