<< Themensammlung Gründung

20.05.14

Edenred-Ipsos-Barometer 2014

"Es scheint sich ein neues Arbeitsethos zu etablieren"

Die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben verwischen immer stärker. Zu diesem Ergebnis kommt das Edenred-Ipsos-Barometer 2014, eine aktuelle Studie zu Wohlbefinden und Motivation am Arbeitsplatz. Die Studie liefert spannende Einblicke in unsere Arbeitswelt, die sich zur Zeit fundamental verändert.

Christian Aubry, Geschäftsführer Edenred Deutschland (Bildquellen: edenred.de)

Edenred, Deutschlands führender Anbieter von individuellen Motivationslösungen, hat für das Edenred-Ipsos-Barometer 2014 jüngst 8.800 Arbeitnehmer aus acht europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden, Spanien und Portugal) befragt; alleine in Deutschland nahmen 800 Mitarbeiter teil.

Edenred-Ipsos-Barometer 2014 - Die wichtigsten Ergebnisse

Arbeit ist (fast) immer: Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter in Deutschland (51 Prozent) erklären, dass sie bisweilen auch außerhalb der Arbeitszeit von der Arbeit in Anspruch genommen werden. Bemerkenswert: Auf Management-Ebene steigt der Wert sogar auf 88 Prozent – sodass es schon fast normal zu sein scheint, am Feierabend, an Wochenenden oder im Urlaub zu arbeiten. Und das nicht nur in Deutschland, die Tendenz bestätigt sich in anderen europäischen Ländern: Über alle befragten Länder hinweg beschäftigen sich 84 Prozent der Studienteilnehmer in Management-Position auch außerhalb der Arbeitszeit mit dem Job.


Sorge um Work-Life-Balance:
Die viele, mit Arbeit verbrachte Zeit außerhalb des Arbeitsplatzes zählt zu den größten Sorgen der Befragten. In Deutschland stieg der Wert auf 30 Prozent; ein Anstieg von 12 Prozent gegenüber 2013. Weniger Sorgen machen sich die Deutschen dagegen um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes; dieser Wert ging zurück. Auch in anderen Ländern mit relativ stabiler Wirtschaftslage wie Großbritannien oder Schweden nimmt die Sorge um den Zeitumfang der Arbeit zu. Dagegen ist in in wirtschaftlich angeschlagenen Ländern wie Spanien oder Portugal der Erhalt des Arbeitsplatzes nach wie vor die größte Sorge. Ganz oben auf der Sorgenliste steht in Frankreich, Deutschland und Großbritannien aber immer noch die Bezahlung.



Die Mehrheit ist glücklich bei ihrer Arbeit:
Dies geben 91 Prozent der deutschen Mitarbeiter an. Damit gehört Deutschland neben Belgien und Portugal im europäischen Vergleich zu den Spitzenreitern.



Talentmanagement ganz oben auf Wunschliste:
Etwas mehr als jeder dritte Befragte in Deutschland (36 Prozent) hält das Talentmanagement in seinem Unternehmen für nicht ausreichend. Auch neue Methoden zur Arbeitsorganisation (31 Prozent) sowie Maßnahmen zur Steigerung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz (30 Prozent) sind gefragt. Die berufliche Gleichberechtigung von Männern und Frauen oder die Integration neuer Mitarbeiter ins Unternehmen sind den Befragten dagegen weniger wichtig.

Edenred sieht einen neues Arbeitsethos

Die Edenred-Studie schlussfolgert aus den Ergebnissen, die befragten Arbeitnehmer seien mit ihrer beruflichen Tätigkeit so zufrieden, dass sie dafür das Verwischen der Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben in Kauf nehmen. Es scheine sich ein neues Arbeitsethos zu etablieren, in dem eine ständige Erreichbarkeit durch Smartphones, Tablets oder Laptops, Vertrauensarbeitszeit und flexible Arbeitsmodelle wie etwa Home Office als selbstverständlich angesehen werden. Um jedoch Risiken wie etwa Burn-Out vorzubeugen, hätten einige Unternehmen bereits erste Maßnahmen ergriffen, um die Beschäftigung mit der Arbeit in der Freizeit einzudämmen. So könnten etwa bei VW nach Feierabend keine E-Mails mehr auf den Firmen-Blackberrys empfangen werden - dies gälte jedoch nur für Angestellte mit Tarifbindung. Bei Daimler könnten Mitarbeiter mittlerweile das Löschen von E-Mails veranlassen, die sie während ihres Urlaubs erhalten. Die Absender werden durch eine Abwesenheitsnotiz auf den zuständigen Vertreter hingewiesen.

„So können Arbeitgeber sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter auch weiterhin mit großer Motivation ihrer Arbeit nachgehen"

"Unternehmen stehen hier verschiedene Hebel zur Verfügung: Während regelmäßige Feedbackrunden und Jahresgespräche mit den Mitarbeitern das Talentmanagement entscheidend voranbringen, tragen flexible Arbeitszeitmodelle zu einer Burn-Out bei. Regelmäßige Anerkennung, ein kollegiales Team und eine ausgewogene Work-Life-Balance schaffen ein positives  Arbeitsklima. Wenn ein Unternehmen dann noch Lohnnebenleistungen etwa in Form von Essensgutscheinen oder Gutscheinkarten anbietet, fühlen sich Mitarbeiter in ihrer Leistung bestätigt und wertgeschätzt. So können Arbeitgeber sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter auch weiterhin mit großer Motivation ihrer Arbeit nachgehen", erklärt Christian Aubry, Geschäftsführer von Edenred Deutschland.   

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer