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17.09.14Kommentieren

Firmen mit Tradition

Erfolgsgeschichte Familienunternehmen in Deutschland

Familienunternehmen und der Mittelstand bilden das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Nordrhein-Westfalen ist das Bundesland mit den meisten Familienunternehmen (25,6 Prozent), gefolgt von Bayern (19,1 Prozent) und Baden-Württemberg (17,7 Prozent). In Ostdeutschland sind nur 6,6 Prozent der Familienunternehmen beheimatet, und das Saarland rangiert mit mageren 0,9 Prozent auf dem viertletzten Platz des Familienunternehmen-Rankings – das ergab eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn, die vom Bundverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und der Deutschen Bank AG in Auftrag gegeben wurde.

Familienunternehmen in Deutschland© contrastwerkstatt - Fotolia.com

Hamburg, die Stadt der Familienunternehmen

Im Rahmen der Studie wertete das IfM die Umsatzdaten der rund 4.500 größten deutschen Familienunternehmen aus. In Zahlen heißt das: Unternehmen, die einen Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro erwirtschaften. Im Städtevergleich liegen die Hanseaten ganz weit vorn: 4,4 Prozent aller in Familienhand geführten Unternehmen wie NKL Boesche , Tchibo, OTTO und J.J. Darboven haben ihren Sitz in Hamburg. Es folgen München (2,1 Prozent), Berlin (2 Prozent), Köln (1,7 Prozent), Bremen (1,4 Prozent), Düsseldorf (1,1 Prozent) und Stuttgart (1 Prozent). Nürnberg, Hannover und Osnabrück vervollständigen die Top 10.

Saarlands größte Familienunternehmen

Die größten in Familienhand befindlichen Unternehmen des Saarlands sind laut der Studie Villeroy & Boch (Mettlach), Kohl Medical AG (Merzig), Globus Holding GmbH & Co. KG (St. Wendel), Karlsberg Brauerei KG Weber (Homburg), Möbel Martin GmbH & Co. KG (Saarbrücken) und Hager SE (Blieskastel).

Weitere Ergebnisse der Familienunternehmen-Studie:

  • Mehr als drei Viertel der deutschen Familienunternehmen erwirtschaften weniger als eine Million Euro Umsatz.
  • Im Vergleich zu anderen Industrienationen befinden sich in Deutschland viele sehr große Unternehmen in Familienhand. Jedes dritte Großunternehmen (Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro) ist in Deutschland ein Familienunternehmen.
  • Unter den Familienunternehmen befinden sich mehr als 155 Umsatz-Milliardäre.
  • Viele der Familienunternehmen finden sich im Gastgewerbe, in der Baubranche und im Handel, insbesondere im Einzelhandel.
  • In Flächenländern wie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern ist der Anteil der Familienunternehmen merklich höher als in den Stadtstaaten Hamburg, Bremen oder der Hauptstadt Berlin. Als Flächenland fällt Hessen mit einem vergleichsweise kleinen Anteil an Familienunternehmen auf.
  • Fast die Hälfte (47 Prozent) der Familienunternehmer erwartet, dass Deutschland als Wirtschaftsstandort aufgrund der aktuellen Wirtschaftspolitik an Attraktivität verliert. In der Industrie glauben dies sogar 54 Prozent.

In Rheinland-Pfalz sind 90 Prozent aller Unternehmen in Familienhand

Bei einem Treffen der Vereinigung „Die Familienunternehmer“ und „Die jungen Unternehmer“ in Rheinland-Pfalz hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer Anfang September erneut die Bedeutung von Familienunternehmen gewürdigt. „Sie erwirtschafteten über die Hälfte aller Umsätze und haben einen Anteil von 60 Prozent an der Gesamtbeschäftigung. Familienunternehmen prägen die Wirtschaft in unserem Land“, sagte sie.

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