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06.09.10Leser-Kommentar

Interview mit Christian Weiß

"Ein allgemeingültiges Erfolgsrezept gibt es aus meiner Sicht nicht"

Seit Beginn des IdeaLab! ist Christian Weiß Jahr für Jahr dabei gewesen und tritt diesmal selbst als Redner auf. Im Interview mit förderland spricht er aber nicht nur über die Veranstaltung, sondern auch über seinen Einstieg in den Online-Markt mit der Onlinespiel-Börse gimigames.de, von der er auch CEO ist.

Christian Weiß, Director von gimigames.comChristian Weiß, Director von gimigames.com

förderland: Herr Weiß, können Sie uns etwas über Ihren Unternehmerischen Lebenslauf erzählen?

Christian Weiß: Mein unternehmerisches Leben hat wie das von vielen anderen Unternehmern in den letzten Jahren auch hier an der WHU begonnen. Während meines Studiums habe ich im Rahmen eines Praktikums bei Bertelsmann an der gescheiterten Gründung eines Internet-Auktionshauses mitgearbeitet, während einer meiner besten Freunde die Samwer-Brüder bei der Gründung von alando unterstützt hat. Im Anschluss an diese beiden sehr gegensätzlichen Erfahrungen haben wir uns entschieden, uns im Anschluss an das Studium selbständig zu machen und mit einem weiteren Kommilitonen Anfang 2001 unsere erste Firma "Mundwerk" gegründet. Nach dem Verkauf von Mundwerk im Herbst 2004 habe ich 2 Jahre lang das Ticketing der Fussball Weltmeisterschaft in Deutschland geleitet und im Sommer 2007 – parallel zu verschiedenen eigenen Internetprojekten - für die Samwer Brüder in Berlin Rocket Internet aufgebaut. Rocket hat sich schnell als die erfolgreichste Anlaufstätte für Internet Startups etabliert, und ich habe Rocket Ende 2008 operativ verlassen, um mich auf den Aufbau des Skill-Gaming-Anbieters "gimigames" zu konzentrieren.

Sie sind CEO der Online-Spielebörse gimigames.de, seit wann gibt es das Unternehmen?

Weiß: Unter "gimigames.com" haben wir im Sommer 2009 die ersten Geschicklichkeitsspiele "beta-gelauncht".

Wie ist es Ihnen gelungen, sich mit gimigames auf dem Online Markt durchzusetzen? Gibt es ein Erfolgsrezept, sich von der Masse der Internetunternehmen abzuheben?

Weiß: Wenn ich das wüsste (lacht). Von "durchgesetzt" sind wir noch weit entfernt. Im Gegenteil gibt es noch eine Reihe unbeantworteter Fragen, und wir arbeiten intensiv durch ständige Optimierung daran, unser Geschäftsmodell zu verbessern, um uns nachhaltig erfolgreich am Markt zu etablieren.

Ein allgemeingültiges Erfolgsrezept gibt es aus meiner Sicht nicht. Neben der Idee, die sich durch eine klare Value Proposition auszeichnen und ein relevantes Kunden-/ Nutzerbedürfnis besser bedienen muss, als vorhandene Lösungen, ist entscheidend, dass mit Fokus auf die entscheidenden Werttreiber konsequent exekutiert, ständig nach Verbesserungen gesucht und hart und voller Leidenschaft gearbeitet wird. Im Vergleich ähnlicher Modelle wird sich derjenige durchsetzen, dem es gelingt, Kunden dauerhaft günstiger zu akquirieren und höhere Kundenwerte zu realisieren als seine Wettbewerber – wie so oft leichter gesagt als getan….

Letztes Jahr waren Sie als Panel-Moderator auf der Idealab anwesend, dieses Jahr werden Sie selbst einen Vortrag halten. Welche Richtung werden Sie dabei einschlagen?

Weiß: Ich habe es selber immer am wertvollsten und motivierendsten gefunden, wenn Unternehmer möglichst konkret und greifbar von ihren Erfahrungen berichten und ihre Zuhörer insbesondere auch an ihren Fehlern und Learnings haben teilhaben lassen. Genau das werde ich auch versuchen. Außerdem werde ich versuchen, jeden einzelnen dazu zu ermutigen, in sich hineinzuhören, um herauszufinden, was ihn beruflich wirklich mit Begeisterung erfüllt, da ich fest davon überzeugt bin, dass man nur dann erfolgreich sein kann, wenn man mit Leidenschaft am Start ist – egal ob selbständig oder angestellt.

Können Sie uns einen Eindruck von der Veranstaltung geben. Wie würden Sie die Veranstaltung beschreiben?

Weiß: Ich bin seit Entstehung des IdeaLab! regelmäßig in verschiedenen Funktionen dabei und Jahr für Jahr begeistert, da es den Organisatoren gelingt, interessanten Menschen ein inspirierendes Umfeld zu schaffen, in dem sie sich mit aktuellen Trends und spannenden Themen auseinandersetzen können, netzwerken und unternehmerische Energie "tanken".

Ist der Gaming Markt für Sie auch heute noch ein Wachstumsmarkt, an dem Sie weiter interessiert sind?

Weiß: Ohne jeden Zweifel. Der Medienkonsum verschiebt sich immer mehr in Richtung Internet und die Anzahl der Menschen, die online spielt, wächst und wächst, ohne dass ein Ende des Wachstums anzusehen ist.

Haben Sie weitere Geschäftsideen, und wenn ja, an welchen Online-Bereichen orientieren sich diese?

Weiß: Firmen wie Groupon sind ein gutes Beispiel dafür, dass wir seit einiger Zeit eine Renaissance von Geschäftsideen aus der Zeit um 1999/2000 haben, die damals noch nicht funktionierten, da die Internetnutzung noch nicht weit genug verbreitet und technische Voraussetzungen noch nicht vorhanden waren. Ich bin davon überzeugt, dass wir in den kommenden Quartalen noch andere erfolgreiche Gründungen sehen werden, die Ideen von damals umsetzen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Kommentare

  • Alfaface

    06.10.10 (05:59:51)

    Zum Einen mit der Auszahlung ist Betrug. Nat?rlich wurden am Anfang kleine Betr?ge an Spieler ausgezahlt. Als die Auszahlungen sich jedoch h?uften wurde die Frist verl?ngert (6Wochen) allerdings warten Spieler schon 3 Monate und l?nger auf Ihr Geld. Zum Anderen das spielen ist eine reine Abzocke geworden gewinnt man (zuviel z.B. 100 ?) wird man meist gesperrt oder man bekommt einen Sonderskill mit dem es nicht mehr m?glich ist zu gewinnen. Fazit wer flei?ig einbezahlt und nicht gewinnt ist bei Gimigames richtig gut aufgehoben.

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