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30.07.08Kommentieren

Kolumne von Werner Arndt

"DryRun" beim MBPW: Generalprobe für die Kapitalsuche

Ein guter Businessplan ist zwar die Grundlage einer erfolgreichen Unternehmensgründung, aber das Papier ist noch nicht alles. Kein Investor wird einem Team Geld geben, das sich nicht persönlich vorstellt - und ihn dabei begeistert! Deshalb führt auch beim MBPW der Weg zum Siegertreppchen über Live-Präsentation der Geschäftsidee vor Juroren. Dieser "DryRun" der Nominierten garantiert zum einen, dass wirklich die besten Teams gewinnen, zum anderen dient er den Gründern aber auch als Probelauf und Erfahrung, bevor sie sich bei Kapitalgebern bewerben.

Werner Arndt, Geschäftsführer der MBPW GmbHWerner Arndt, Geschäftsführer der MBPW GmbH

Wer, wie, was, warum – und wie viel?

Wenn Gründer zu einem mündlichen Pitch eingeladen werden, dann geht es in erster Linie tatsächlich um das, was sie sagen – und nicht um das, was auf der Power-Point-Folie an die Wand geworfen wird! Viele Teams packen so viele Informationen wie möglich in Präsentationsfolien ohne zu berücksichtigen, dass die Investoren ihren Businessplan ja schon gelesen haben und jetzt nur das Wichtigste hören wollen.

Unerfahrene Gründer können sich oft auch nicht vorstellen, dass ihre (High-tech-)Idee in ein paar Minuten erklärt werden kann. Aber was in so einer Kurzpräsentation vor allem interessiert, ist nicht die genaue Funktionsweise und womöglich noch die dahinter stehende Grundlagenforschung. Die Fragen, die bei einem Pitch geklärt werden sollen, sind vielmehr: Wer braucht das und warum? Ist die Idee einzigartig? Steht fest, dass die Technologie funktioniert? Das ist es, was die Investoren wissen wollen. Und natürlich interessieren sie sich für Zahlen: Wie hoch ist der Kapitalbedarf? Wozu braucht das Team das Geld? Ab wann kann man mit Gewinn rechnen? Wie groß ist der Markt, wie viele potentielle Kunden gibt es?

Do's and Don'ts

Gründer sollten natürlich möglichst souverän vortragen, aber wenn die Stimme mal zittert, ist das kein Beinbruch. Schließlich stellen sich hier die Menschen hinter den Geschäftsideen vor. Und auch wenn es nur ein Rhetorik-Genie im Team gibt, macht es einen guten Eindruck, wenn sich alle Teammitglieder mit ihren Kompetenzen kurz persönlich vorstellen.

Nach der vorbereiteten Präsentation ist die Fragerunde eine weitere Chance zu punkten. Bloß keine Panik! Hier können Zweifel zerstreut und Unklarheiten gelöst werden. Und immer freundlich bleiben! Keine gute Idee - aber schon oft beobachtet - ist es, wenn Gründer deutlich zeigen, dass sie eine Frage für dumm oder überflüssig halten.

Lerneffekte

Last but not least, auch wenn man selbst auf dem Präsentierteller sitzt: Gründer sollten Augen und Ohren offen halten. Welche Fragen werden gestellt? Das ist immer ein guter Hinweis, was man in der nächsten Präsentation vielleicht schon früher erklären sollte. Wie geben sich die Zuhörer? Schließlich zählt der persönliche Eindruck auf beiden Seiten, bei Investoren und Gründern!

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