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03.09.09Kommentieren

Interview mit Axel Tripkewitz, Fujitsu Microelectronics Europe GmbH

"Die Mitarbeiter werden das Vertrauen doppelt und dreifach zurückgeben"

Dass möglichst früh mit der Etablierung von festen Regeln und Kanälen anzufangen ist, empfiehlt Axel Tripkewitz, Senior Director der Personalabteilung bei Fujitsu Europe. Besonders dann, wenn man noch Einfluss auf das Wachsen von Kommunikations-Strukturen hat, ist gezieltes und weitsichtiges Handeln gefragt.

Axel Tripkewitz, Senior Director der Personalabteilung bei Fujitsu EuropeAxel Tripkewitz, Senior Director der Personalabteilung bei Fujitsu Europe.

förderland: Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Arbeitgeber aus?

Axel Tripkewitz: Eine offene und ehrliche Kultur des Miteinanders (AG und AN) sowie ein fairer Umgang miteinander. Ebenfalls halte ich es für sehr wichtig, sich regelmäßiges Feedback von den Mitarbeitern einzuholen und die dabei herausgefundenen Verbesserungsbereiche durch gemeinsame Workshops einer Lösung im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung zuzuführen.

Was tun Sie, um Ihre Mitarbeiter zu motivieren oder bei ihnen gar Begeisterung für die Arbeit zu wecken?

Tripkewitz: Regelmäßiges Feedback vom Senior Management über die Dinge, die laufen, aber auch die Sachen, die nicht laufen. Die Mitarbeiter müssen in die Geschäftsprozesse eingebunden sein. Darüber hinaus ist es wichtig, Erfolge gebührend zu feiern. Teilnahme an Unternehmenswettbewerben und durch ein gutes Ranking Stolz bei den Mitarbeitern auf die Firma sowie den eigenen Arbeitsplatz erzeugen. Darüber hinaus Vertrauen und damit einhergehend viel Eigenverantwortung geben. Die Mitarbeiter werden das Vertrauen doppelt und dreifach zurückgeben!

Was sind typische Fehler, die bei der Mitarbeiterführung gemacht werden?

Tripkewitz: Unterstellen, dass "Führung" einfach so funktioniert, und nur auf fachliche Dinge fokussieren. Wichtig ist, dass die Führungskraft führt und sich genügend Zeit dafür freihält. Bitte nicht den fachlich am besten qualifizierten Mitarbeiter zur Führungskraft machen. Ebenfalls bedarf es der Kunst, zuhören zu können und dann ein ehrliches und konstruktives Feedback zu geben.

Wie können Jungunternehmer eine gute Kommunikation möglichst frühzeitig in die Unternehmensphilosophie aufnehmen?

Tripkewitz: Manifestieren fester Regeln der Kommunikation bereits in den Firmenwerten. Nicht scheuen, bereits sehr frühzeitig Kommunikationskanäle und Methoden fest zu implementieren und "formalisieren". Das wird sich bei wachsender Unternehmensgröße bezahlt machen.

Welche drei Tipps würden Sie jungen Gründern und Unternehmern für ihre Mitarbeiterführung mit auf den Weg geben?

Tripkewitz: Führung nicht als einfache Aufgabe ansehen, die man irgendwie so nebenbei erledigen kann. Regelmäßiges Feedback auch an die Führungskräfte - evtl sogar 360 Grad Feedback zur Demonstration einer wirklich offenen Unternehmenskultur. Offen sein für Neues und den Mitarbeitern zuhören - sie haben meistens die besten Ideen.

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