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05.08.10Kommentieren

Interview mit Christian Klemenz, Supercool School Inc.

"Die Gründerkultur in der gesamten Bay Area ist mit einem riesigem Inkubator zu vergleichen, in dem Ideen entstehen, die die Welt verändern werden"

Vor kurzem hat förderland Ihnen einen virtuellen Ausflug ins Silicon Valley nahe gelegt. Beim Startup School Entrepreneurship Day hatte man die Chance, von erfahrenen Unternehmern aus Deutschland und dem Valley zu lernen. Wer das Online-Event verpasst hat, kann sich jetzt eine Aufzeichnungen der Veranstaltung ansehen. Außerdem erklärt Initiator Christian Klemenz im Interview mit förderland, wie die Idee zum Entrepreneurship Day entstand und welche wichtigen Erfahrungen er momentan im Silicon Valley sammelt.

HHL-Student Christian Klemenz absolviert momentan ein Praktikum an der Supercool School.HHL-Student Christian Klemenz absolviert momentan ein Praktikum an der Supercool School.

förderland: Hallo Christian, stelle dich doch bitte kurz unseren Leser vor. Wer bist du und was machst du? Gerade bist du ja in San Francisco unterwegs ...

Christian Klemenz: Ich bin noch Master-Student an der Handelshochschule Leipzig (HHL), mache aber gerade ein Praktikum bei dem Web-Start-up Supercool School in San Francisco. Supercool School ist eine Internet-Plattform die es Nutzern ermöglicht virtuelle Online-Schulen zu erstellen.

Sonntag fand ja der "Startup School Entrepreneurship Day: Germany Meets Silicon Valley" statt. Worum ging es bei diesem Event? Wie ist die Idee entstanden? Und wie warst Du in die Organisation involviert?

Klemenz: Die Startup School ist mit über 2000 Mitgliedern aus aller Welt eine der populärsten Schulen auf Supercool School und gemeinsam mit meinem Mitpraktikanten Vincent Osterloh kamen wir auf die Idee, die deutsche Gründerszene durch ein Event in der StartUp School besser mit erfolgreichen deutschen Entrepreneuren aus dem Silicon Valley zu verknüpfen. Wir konnten dafür einige sehr erfolgreiche deutsche Unternehmer dazu gewinnen, ihre Erfahrungen, die sie im Silicon Valley gemacht haben oder gerade machen, mit den Zuhörern zu teilen.

Wie ist es gelaufen? Welche Themen wurden diskutiert? Wie viele Interessierte haben teilgenommen und was haben Sie mitgenommen?

Klemenz: Die Veranstaltung fand komplett virtuell via Videokonferenz statt. Neben vielen deutschen Entrepreneuren die aktuell im Valley sind haben sich u. a. auch Olaf Jacobi aus München und Christof Wittig aus Hong Kong zugeschalten. In den jeweils einstündigen Sessions ging es hauptsächlich darum, Unterschiede zwischen der deutschen Gründerszene und dem Gründungsumfeld im Silicon Valley aufzuzeigen. Im Schnitt waren pro Session 30 Teilnehmer im virtuellen Klassenzimmer mit dabei und haben gemeinsam mit den Referenten diskutieren können. Da die komplette Veranstaltung auch aufgezeichnet wurde, kann sich jeder der nicht live dabei sein konnte die Sessions hier noch einmal online ansehen.

Sind weitere derartige Veranstaltungen geplant?

Klemenz: In der StartUp School sind regelmäßig informative Veranstaltungen für Gründer und ich kann daher nur jeden ermutigen sich anzumelden und zu beteiligen. Das positive Feedback zu dieser neu initiierten Veranstaltungsreihe hat uns auch motiviert, eine Reihe daraus zu machen und die deutsche Gründerszene in Zukunft regelmäßig mit dem Silicon Valley zu verbinden.

Gib uns doch mal einen Einblick in deine Zeit bei Supercool School? Was für Erfahrungen machst du da?

Klemenz: Supercool School wurde von Steli Efti gegründet, der als gebürtiger Grieche und in Deutschland aufgewachsen, mit einem One-Way-Ticket ausgestattet ins Silicon Valley kam, um seine Vision von einem neuen Zugang zu Wissen umzusetzen. Der Unternehmergeist und die Geschwindigkeit mit der hier Entscheidungen getroffen werden ist wirklich beeindruckend und bestimmt die Arbeitskultur. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil meiner Zeit hier ist der ständige Austausch und die Vernetzung mit anderen Unternehmern.

Was waren deine Gründe für ein Praktikum nach Übersee zu einem Web-Start-up zu gehen?

Klemenz: Ich habe selbst vor zu gründen und die Möglichkeit im Silicon Valley hautnah Unternehmerluft zu schnuppern, ist daher natürlich eine einmalige Chance. Die Erfahrungen und Kontakte, die man hier sammeln kann, werden sicherlich in Zukunft sehr nützlich für meine eigenen unternehmerischen Vorhaben sein.

Wie nimmst du die Gründerkultur in den USA wahr? Wie sieht die "Szene" im Vergleich zu Deutschland aus?

Klemenz: Die Gründerkultur in der gesamten Bay Area mit seinen zahlreichen renommierten Universitäten und HighTech-Unternehmen wie Google, Microsoft und Twitter ist mit einem riesigem Inkubator zu vergleichen, in dem Ideen entstehen, die die Welt verändern werden. Auf einer Konferenz in Palo Alto habe ich mich kürzlich mit einigen Stanford-Studenten unterhalten, die alle an verschiedenen Geschäftsideen arbeiten. Keiner davon hatte vor ein bestehendes Modell zu kopieren. Hier geht es eher darum, das nächste Facebook zu bauen und ein Unternehmen mit globaler Bedeutung zu schaffen. Ebenso auffällig ist dabei, dass es hauptsächlich Studenten mit einem technischen Hintergrund sind, die gründen wollen und weniger Leute mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund.

Vielen Dank für das Interview!

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