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02.04.09Kommentieren

Web 2.0

"Die deutschen Corporate Blogs bringen es nicht!"

Robert Basic bloggte schon, als die meisten diese Kommunikationsform noch gar nicht kannten. Auf dem Web 2.0 Kongress nahm er an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Corporate Blogs" teil. Sein erster Satz lautete: "Ich bin kein Corporate Blogger und will es auch nicht sein." Und so ging es weiter. Hier Robert Basics beste Zitate:

"Ich kann mir erlauben, voranzupreschen und Grenzen auszutesten."

"Die meisten Corporate Blogs sind langweilig und steif, weil man es einfach verbockt hat."

"Die deutschen Corporate Blogs bringen es nicht. Sie sind nicht lernfähig."

"Ich habe noch nie gehört, dass ein Ladenbesitzer vorher aufgibt, weil er Angst vor Beschwerden hat. Noch nie, weltweit nicht. Aber bei Blogs soll das immer ein K.o.-Kriterium sein."

"Unternehmen werden künftig gezwungen sein, über Blogs, Twitter und andere zu kommunizieren, anstatt sich auf die Presse zu verlassen."

Basics Tipps, um mit einem Blog erfolgreich zu sein:
"Man muss sich den Arsch aufreißen! Mutig, konsistent, ernsthaft und ausdauernd."

"Viele Gescheiterte haben zu wenig an den Leser und zu viel an sich gedacht."

Das Thema "Angst vor Kommentaren" war ein wichtiger Bestandteil der Podiumsdiskussion. Uwe Knaus hat den Firmenblog der Daimler AG gestaltet. Er meint: "Starke Marken vertragen Kritik. Das Zulassen von Feedback dokumentiert Souveränität." Meist könne er sogar auf das Beantworten verzichten, weil das die Community von selbst regelt. "Die Diskussionen in den Kommentaren steuert sich in der Regel von selbst", so Knaus' Erfahrung. "Meist muss ich nur ein bis zwei Stunden warten, bis jemand schreibt, der das sagt, was ich denke."

Podiums-Teilnehmerin Kirstin Walther ist Inhaberin einer Kelterei und betreibt den Saftblog. Der sorgte laut Walther dafür, dass sie ihren Umsatz mehr als verdreifachen konnte. "Man ist mit dem Kunden im Gespräch", so Walther über die Bedeutung ihres Blogs. Die direkte Kommunikation sei wichtig in der Lebensmittelbranche. Darüber hinaus hat sie durch das Kunden-Feedback wichtige Anregungen erhalten. "Alles, was bei uns bei den Produkten zum Erfolg geführt hat, kam durch die Kunden." Walther gab zu, dass sie Web-2.0-Kommunikationsformen vor drei Jahren noch skeptisch gegenüberstand. Das hat sich geändert: "Jetzt entdecken wir Twitter."

Uwe Knaus fasste die Erfolgsfaktoren eines Corporate Blogs in vier Begriffe zusammen: "Dialog, Authentizität, Transparenz und Geschwindigkeit". Für ihn haben Initiatoren von Corporate Blogs in Deutschland mit einem ganz speziellen Problem zu kämpfen: "Wir versuchen in Deutschland immer, die Kommunikation zu kontrollieren. Doch eine One-Voice-Policy ist ein großes Hindernis beim Corporate Blog."

Doch bevor man loslege, gelte es eine wichtige Frage zu prüfen: "Ist die Zielgruppe überhaupt im Netz?"

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