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22.06.09Leser-Kommentare

Internationale Studie

Deutschen fehlt es an Gründergeist

Laut einer Studie des des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Instituts für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover ist die Zahl der Existenzgründer in Deutschland sehr niedrig, obwohl die Standortbedingungen hierzulande vergleichsweise gut seien.

Nur 1,4 Prozent der 18- bis 64-Jährigen sind gerade dabei, ein Unternehmen zu gründen und nur 2,4 Prozent haben sich während der vergangenen dreieinhalb Jahre selbstständig gemacht. Damit belegt Deutschland innerhalb von 18 vergleichbar hochentwickelten Ländern den vorletzten Platz. Spitzenreiter sind – wie zu erwarten - die USA; Schlusslicht ist Belgien, so die Studie, die auf Daten des Global Entrepreneurship Monitors (GEM) beruht. Dabei wurden allein in Deutschland mehr als 4.700 Personen befragt. Insgesamt wurden 2008 nahezu 127.000 Interviews in 43 Ländern durchgeführt.

In Deutschland sei die Bevölkerung im Vergleich zu anderen Ländern eher risikoscheu. "Die Angst mit einem Unternehmen zu scheitern, hält viele von einer Gründung ab. Zudem glauben viele, nicht über die nötigen Fähigkeiten zu verfügen", erläutern die Autoren der Studie.

Diesen Unmut zum Risko sehen die Autoren in der hierzulande nur schwach ausgeprägten "Kultur der Selbstständigkeit" begründet: Die Themen Existenzgründung und Unternehmertum würden an deutschen Schulen vernachlässigt. Lediglich 12 Prozent der Befragten haben sich in der Schule mit diesen Themen auseinandergesetzt. "Dabei ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dieser Erwerbsform sinnvoll, denn die Entscheidung zur Selbstständigkeit fällt in der Regel bereits in jungen Jahren", kommentieren die Gründungsforscher dieses Befragungsergebnis.

Besser schneidet Deutschland dagegen bei den Rahmenbedingungen von Gründungen ab: Die Infrastruktur und der Schutz geistigen Eigentums gehören laut der Studie zu den Stärken des Standorts Deutschland.

Die komplette Studie steht hier zur Verfügung.

Kommentare

  • Stefan Hecht

    23.06.09 (13:17:12)

    Allein die Postitionen der Hausbanken l?sst eine Gr?ndung nicht zu, den junge Gr?nder k?nnen nicht bei der KFW Bank Milliarden Kredite abrufen. Die Sicherheitsforderungen der kleinen Hausbanken liegen bei 300% etc. Mit solchen Sicherheiten brauchen die Banken nicht von Risikokapital sprechen.
    Die B?nker die mit hochriskanten Waren- und Geldspekulationen an der bestehenden Krise ihren Profit abgesch?pft haben bremsen die kleinen Unternehmen mit geistigem Weitblick und Unternehmertum mancher Daimler Nachfolger verhungert an dem kleinkarirten Denken seiner Hausbank Sachbearbeiter.

  • Kai-Uwe Birken

    24.06.09 (07:50:04)

    Ein weiteres Problem ist, dass der G?rnder vor Strat seines Unternehmens ersteinmal ?berall Zahlungen zu leisten hat. Das f?ngt bei der zus?tzl. M?llgeb?hr an - bis hin zur Beteiligung an dualen System zur Verpackungsverwertung etc. Der Gr?nder darf seinen Umsatz bzw. auch Gewinn sch?tzen und vorab bereits bezahlen. Jeder will am Gr?ndungsvorhaben mitverdienen und fast jeder Ratschlag kostet Geld. Gut, dass es da Institutionen wie die IHK gibt, die einen entspr. Gegenwert liefern und f?r StartUPs zu Beginn kostenfrei sind.

  • Christoph Ahr

    24.06.09 (08:31:49)

    War der letzte Beitrag Ironie?

    Die IHK liefert f?r einen Gro?teil der Unternehmen keinerlei Gegenleistung. Wenn die Leistung so toll ist, dann sollte es wohl doch kein Problem sein, die Mitgliedschaft auf eine freiwillige Basis zu stellen. Die IHK h?lt ebenso die Hand auf wie GEZ & Co. Und hier sind wir auch schon bei de Kernproblem: Der Gr?nder hat schlicht keine Zeit f?r das Kerngesch?ft vor lauter Overhead.

  • Ch. v. da Laak

    25.06.09 (06:46:50)

    Die Deutschen jammern. In den ersten zwei Kommentaren wird es deutlich. Ist es etwa in den USA einfacher eine kreditwillige Bank zu finden? Wohl kaum! Das Gegenteil ist der Fall. Aufgrund einer gewissen Verpfichtung heraus sind vor allem die Sparkassen im Vergleich zu Banken im In- und Ausland relativ kreditfreudig. Nur passt jetzt diese meine Gegendarstellung denen. die nur jammern, nicht in den Kram. Strom, GEZ-Formen etc. zahlt man in so vielen L?ndern, die aber deutlich mehr Gr?nder ans Licht bringen,und das, obwohl die Gr?ndungskosten oft vielfach ?ber dt. Kleinstunternehmertum liegen. Jeder dritte der Leser ist doch hier sicher ein sogenannter Ebayh?ndlder, oder?

    Die Studie hat den Kern getroffen. Die Deutschen sind risikoscheu und freuen sich daher ?berproportional wenn es beim Nachbarn in die die Hose geht. Neid ist oft sp?rbar.

    Es fehlt die schulische Bildung. Die ist dann auch Ursache f?r mittelalterliche Antragsverfahren und Businessplane aus dem Data B. Handbuch mit CD bis hin zu drittklassigen Beratern die aber in jedem Forum t?glich rundum die Uhr sehr hilfebereit aufkehren was ?brig bleibt um noch einen Euro zu verdienen.

    Kapitalaquise nach Schema F. Es geht zum Berater, schlimmer noch Steuerberater. Der rechnet und druckt. Dann ab zur Bank um die erste Absage zu kassieren, Es folgt eine neue Auflage mit erneuter Absage. Ende: Frustration

    Wenn ich einem dt. Gr?nder nur 50.000 Euro Kapital anbiete, dann vermutet dieser gleich einen Betrugsversuch, denn nach gutem alten Klischee verschenkt doch niemand Geld. Verstanden hat der Gr?nder dabei nichts. Die Schulbildung l?sst das nicht zu, die Studie belegt meinem Eindruck und den Eindruck derer, die in Deutschland gar nicht mehr auf die Suche nach Ideen und Gr?ndern gehen. Der Gr?nder m?sste stutzig werden weil 50.000 Euro Kaiptal in der Regel ein Betrag ist dem viele Geber gar nicht geben wollen weil zu niedrig. Was kann man sich von 50.000 Euro leisten? Mit Sicherheit nicht den ordentlichen Aufbau eines Unternehmes das es mal nach ganz vorne schafft.

    Am Montag bin ich in London. 30 Mio USD werden an nur einem Abend verteilt. Ich wette es wird kein deutcher Gr?nder unter denen sein, die sich das Geld teilen. Die Gl?cklichen werden nach der Veranstaltung nach China, Indien, in die USA oder nach Brasilien fliegen.

    Die Studie ist es Wert ausgedruckt zu werden. Sie trifft in so vielen Punkten den Nagel auf den Kopf, das gilt nicht nur f?r den schlechten Fall Deutschland, sondern auch f?r die positiven F?lle!

    In diesem Sinne, jammert weiter, redet alles was ihr nicht kennt schlecht und macht Euch nun ?ber meinen Kommentar her. Nur fahrt Ihr am Ende weiter mit dem Bus.

    Gr?sse aus HongKong.

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