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02.08.12Kommentieren

Interview mit Dr. Adrian Renner von DropGifts

"Deutsche Startups brauchen sich nicht zu verstecken, was innovative Ideen angeht, sondern können auch mit Amerika gut mithalten"

Gleich zweimal konnte DropGifts siebenstellige Beteiligungen vermelden und verfügt bereits weltweit über Niederlassungen. Die mobile Plattform für Geschenkkarten möchte trotz Onlineabwicklung das Schenken weiterhin emotional und persönlich gestalten. Im Interview mit förderland verrät Mitbegründer Dr. Adrian Renner das Geschäftskonzept von DropGifts.

Dr. Adrian Renner von DropGiftsDr. Adrian Renner von DropGifts

förderland: Hallo Herr Renner, wir wollen heute über Ihr Start-up DropGifts reden. Würden Sie uns aber zuvor das Gründerteam vorstellen?  

Dr. Adrian Renner: Bei DropGifts ist jeder der vier Gründer für ein Department zuständig. Andreas Fruth verantwortet den Produktbereich, Uwe Gleitz den Bereich Finance & Business Intelligence und Gerhard Trautmann und ich kümmern uns um den etwas größer gefassten Bereich Costumer Acquisition and Retention – dazu gehören neben dem klassischen Online Marketing auch Kooperationen, Social Media Aktivitäten und PR.  

DropGifts ist ein sogenanntes Social Gifting-Angebot. Was genau dürfen wir uns darunter vorstellen? 

Renner: Beim Social Gifting besteht der Hauptgedanke darin, das Schenken im Internet persönlich und emotional zu machen. Online gute Freunde zu beschenken galt bislang als unpersönlich und wenig kreativ. Wenn ich meinem Freund allerdings eine Geschenkkarte seiner Lieblingsmarke zusammen mit einem Foto unseres letzten gemeinsamen Urlaubs und einer persönlichen Nachricht schicke, ist das etwas Tolles.  

Wie ist die Idee entstanden und was ist das Geschäftskonzept? 

Renner: DropGifts ist im Prinzip eine Brücke zwischen Gutschein-Marketing, bei dem Neukunden gewonnen und Bestandskunden gepflegt werden und Geschenkkartenvertrieb. Dabei hat es die Vorteile beider Säulen vereint und die Nachteile abgeschafft. 

Warum ist das Geschäft mit mobilen Geschenkkarten interessant? Gibt es heutzutage als Unternehmer/Entrepreneur nicht spannendere Herausforderungen?

Renner: Der Markt für Geschenkkarten ist riesig – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Allerdings findet dieser Markt bisher weitgehend offline statt. Ihn ins Internet bzw. auf mobile Endgeräte zu übertragen und sein virales Potenzial auszuschöpfen ist eine wahnsinnig spannende Herausforderung.   Kürzlich konnten Sie vermelden, dass sich T-Ventures sowie Holtzbrinck Ventures mit jeweils einer siebenstelligen Summe an DropGifts beteiligen.

Wie werden Sie das frische Kapital investieren? Wie arbeiten Sie darüber hinaus mit den Investoren zusammen?  

Renner:  In den nächsten zwölf Monaten werden wir das Angebot für unsere Nutzer – räumlich wie auch produktseitig – weiter ausbauen. Wir werden auch weitere Innovationen auf den Markt bringen, die es bis jetzt im Bereich des Social Gifting nicht gibt. So wie wir es aktuell mit der neuen Version von DropGifts aus meiner Sicht unter Beweis gestellt haben.  

Sie unterhalten Niederlassungen in den USA, im Vereinigten Königreich, Frankreich,  Niederlande, Spanien, Italien, Norwegen, Finnland, Dänemark, Argentinien und Brasilien. Nicht selbstverständlich für ein erst Anfang 2012 gegründetes Start-up. Denken Sie, dass die Mentalität, groß und international zu denken, in der deutschen Start-up-Szene zu wenig ausgeprägt ist? 

Renner: Ja, dieser Auffassung bin ich. In Deutschland sind bereits viele große Unternehmen mit einem sehr frühen Schritt ins Ausland erfolgreich gewesen. Nicht umsonst sind wir Exportweltmeister! Deutsche Startups brauchen sich nicht zu verstecken, was innovative Ideen angeht, sondern können auch mit Amerika gut mithalten. Viele von unseren amerikanischen Kooperationspartnern sagen, dass es im Bereich Social Gifting kein Portal gibt, das uns momentan das Wasser reichen kann. Wir brauchen also nicht immer ehrfürchtig in die USA schauen.  

Wie definieren Sie für DropGifts Erfolg? Und warum wird DropGifts erfolgreich? 

Renner: DropGifts wird erfolgreich, weil wir uns mit Innovationen in einem sehr spannenden neuen Markt bewegen, der aktuell noch keine starken Spieler aufweist. Die Freude am Schenken ist seit jeher ausgeprägt, und wir bieten neue, spannende Möglichkeiten diese nun jeden Tag zu erleben. Erfolgreich sind wir dann, wenn Leute, die mal eben ein Dankeschön an einen Freund loswerden, oder ein Geschenk an einen entfernt wohnenden Bekannten zum Geburtstag versenden wollen unseren Service einsetzen und dabei Freude haben!

Vielen Dank für das Interview!

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