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22.10.12Leser-Kommentar

Bundesverband Deutsche Startups (bvds) gegründet

Deutsche Start-ups bekommen eine neue Stimme

Politik und Gründerszene kamen in letzter Zeit selten zusammen – seien es die Kürzungen im Gründerzuschuss oder aktuell die geplante Änderung des Jahressteuergesetzes. Nun gibt es Hoffnung: Im September wurde der Bundesverband Deutsche Startups e.V. (bvds) gegründet, der im Dialog mit politischen Entscheidungsträgern eine unternehmerfreundliche Kultur fördern möchte.

Kürzlich forderte Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit, Start-ups müssen sich organisieren und Lobbyarbeit für ihre Branche machen. Da war der Bundesverband Deutsche Startups e.V. in Berlin bereits gegründet. Er vertritt die Interessen von Start-ups Unternehmen gegenüber Gesetzgebung, Verwaltung und Öffentlichkeit. Dass ein solcher Verband in Berlin gegründet wird, ist wohl kein Zufall. Die Hauptstadt wird immer wieder mit dem Start-up Mekka Silicon Valley verglichen. Auch wenn sich in Berlin aufgrund der gründerfreundlichen Infrastruktur immer mehr Gründer tummeln, kämpfen auch hier wie in allen deutschen Städten viele Unternehmer mit den politischen Entscheidungen.

Gründerzuschuss: Politische Fehlentscheidung

Wie notwendig eine gemeinsame Stimme für die Start-up Szene ist, zeigten im letzten Jahr die Kürzungen im Gründerzuschuss. Dass sich diese Kürzung als Fehlentscheidung entpuppte, zeigt ein Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dessen Zahlen den nachhaltigen Erfolg des Gründungszuschuss mit einer über 90-prozentigen Erfolgsquote belegen sowie deutlich machen, dass Gründungen weitere Beschäftigungen nach sich ziehen.

Geplante Änderung des Jahressteuergesetzes

Aktuellen Anlass für Verärgerung innerhalb der Start-up-Community bietet der Entwurf des Bundesrates zum Jahressteuergesetz für 2013, der eine Änderung des § 8b Körperschaftsteuergesetz vorsieht. Bislang genossen deutsche Kapitalgesellschaften eine Steuerbefreiung ihrer empfangenen Dividenden und Gewinne aus der Veräußerung einer Beteiligung. Ausländische Kapitalgesellschaften hingegen unterliegen der deutschen Kapitalgesellschaftssteuer. Im Entwurf des Jahressteuergesetzes 2013 ist nun die Streichung dieser Steuervorteile für deutsche  Kapitalgesellschaften vorgesehen.

Das Portal Gründerszene reagierte auf den neuen Entwurf mit einer Online-Petition, um die geplante Gesetzesänderung noch aufzuhalten. So kommentiert zum Beispiel Sven Schmidt auf deutsche-startups.de, Geschäftsführer des ICS Internet Consumer Services, den neuen Gesetzentwurf: "In Deutschland  ist in den letzten Jahren eine sehr aktive Business Angel-Szene entstanden; unter anderem aufgrund der Möglichkeit, Erlöse bei dem Verkauf von Anteilen ohne größere Steuerlast direkt wieder in neue Firmen investieren zu können. Die neue mögliche Gesetzgebung macht Business Angel-Investments relevant unattraktiver und gefährdet damit die Start-up-Szene in Deutschland."

Volkswirtschaftliche Dimension von Start-ups

Dass sich Investitionen in Start-ups volkswirtschaftlich lohnen, zeigt zudem ein Blick auf die Zahlen. Allein die Internetwirtschaft, innerhalb derer sich eine Vielzahl an Gründungen abspielen, trug 2010 mit 75 Milliarden Euro zur Gesamtwirtschaftleistung bei, was etwas drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Dies ging aus einer Studie der Boston Cosulting Group hervor, die zudem prognostizierte, dass der Wert der deutschen Internetwirtschaft jährlich um acht Prozent wachsen und damit auf 118 Milliarden Euro ansteigen wird. Damit die Politik die volkswirtschaftliche Dimension von Start-ups also endlich erkennt, kann man sich nur wünschen, dass sich der Bundesverband Deutsche Startups zu einer starken Stimme entwickelt. Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. wurde am 10. September 2012 in Berlin durch die Start-up-Unternehmer Thomas Bachem, David Hanf, Erik Heinelt und Florian Nöll gegründet. 

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Kommentare

  • Stefan Moll

    07.11.12 (22:01:23)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mein Name ist Stefan Moll. Zurzeit bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Masterstudiengang um auf mein erfolgreich abgeschlossenes Bachelorstudium aufzubauen. Meinen Bachelor habe ich in International Business Economics in Maastircht absolviert und mit Auszeichnung abgeschlossen. Im Moment pausiere ich für ein Jahr vom Studieren um praktische Arbeitserfahrung zu sammeln und mache gerade ein Praktikum in einem Start-Up in Bonn (CenterDevice GmbH). Ich habe mich bereits intensive im Internet nach passenden und interessanten Masterstudiengängen im Bereich Entrepreneurship umgesehen und dort auch mehrere in Frage kommende Universitäten gefunden.

    Tortzdem möchte ich Sie zusätzlich nach weiteren Informationen, bzw. Tipps für deutsche Studiengänge im Bereich Entrepreneurship und Unternehmensgründung fragen (speziell für den Großraum Berlin). Ich interessiere mich vor allem für staatliche Hochschulen, da ich für ein 2-jähriges Masterstudium nicht 15.000 € ausgeben möchte, sondern dieses Geld lieber in eine eigene Unternehmensgründung stecken möchte. Ich freue mich sehr auf Ihre Antwort und bin gespannt ob ich über Sie noch neue Masterstudiengänge entdecken kann.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Stefan Moll

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