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22.06.13Kommentieren

Mitarbeitermotivation

Deutsche Arbeitnehmer sorgen sich um ihren Arbeitsplatz

Auch wenn der Arbeitsmarkt in Deutschland weit besser aussieht als in einigen anderen europäischen Ländern, steigt hierzulande die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz. Dies zeigt das aktuelle Edenred-Ipsos-Barometer, das das Wohlbefinden und die Motivation der Arbeitnehmer in Europa befragt. Und dennoch oder wie die Studie zeigt, gerade deshalb: Deutsche Arbeitnehmer sind nach wie vor engagiert.

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Die Angst um den eigenen Arbeitsplatz wächst. Und das nicht nur in Deutschland: Das aktuelle Edenred-Ipsos-Barometer legt offen, dass in fast allen europäischen Ländern, ausgenommen dem Vereinigten Königreich, die Sorge um einen gesicherten Arbeitsplatz im Vergleich zum Jahr der Lehman-Pleite 2008 sowie zum Jahr 2012 zunimmt. Allein in Deutschland liegt eine Steigerung zum Vorjahr von 29 auf 44 Prozent vor. Für die Studie wurden insgesamt 7200 Arbeitnehmer in sechs europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Vereinigtes Königreich)  online befragt.

Aus der Not heraus motiviert

Die Studie wird von dem Unternehmen Edenred seit 2008 jährlich in Auftrag gegeben und durch das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos durchgeführt. Edenred bietet individuelle Lösungen zur Mitarbeiteranerkennung und -motivation für kleine und mittelständische Unternehmen an. Daher untersucht das Barometer neben dem Wohlbefinden auch die Motivation der Arbeitnehmer. So kommt die aktuelle Studie zu dem Ergebnis, dass Arbeitnehmer heutzutage froh sind, überhaupt einen Arbeitsplatz besitzen zu können. Dadurch entsteht – wenn auch unglücklich motiviert – ein gewisser Stolz auf die Arbeit, den zwischen 86 und 94 Prozent der europäischen Arbeiter angeben. Zudem schätzen sich 76 Prozent der befragten deutschen Arbeitnehmer stärker (14 Prozent) oder gleichbleibend motiviert (62 Prozent) ein.

Unternehmen sind gezwungen zu handeln

Die Angst um den eigenen Arbeitsplatz im Nacken hindert jedoch einen Zuwachs an Zufriedenheit mit dem Arbeitsverhältnis. So spielen rund 40 Prozent der deutschen Arbeitnehmer mit dem Gedanken, ihren Arbeitgeber zu verlassen. Der demographische Wandel und der fortschreitende Fachkräftemangel spielen den Arbeitnehmern in die Hände.

„Für die Unternehmen heißt es, gezielte Strategien zum Employer Branding zu verfolgen. Immer häufiger wählt nicht der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter aus, sondern der Arbeitnehmer hat die Wahl. Gelebte Anerkennung und Belohnung sind nicht nur ein positiver Hebel im Wettbewerb um den qualifizierten Bewerber, sondern wirken sich langfristig als fester Bestandteil der Unternehmenskultur auch positiv auf die Loyalität der bestehenden Mitarbeiter aus“, erklärt Christian Aubry, Geschäftsführer von Edenred Deutschland, dieses Studienergebnis.

Wunsch nach weniger Arbeit nimmt zu

Darüber hinaus empfindet die große Mehrheit der befragten deutschen Arbeitnehmer den Zeitanteil, den sie in ihre Arbeit investiert, zu groß. So wird der Sinn der Beschäftigung immer mehr hinterfragt.  „Stärker als je zuvor sind Motivation, Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit des Arbeitslebens Voraussetzung für eine positive Wahrnehmung des Arbeitgebers. Vereinbarkeit von Beruf und Familie wie auch die Gleichstellung der Geschlechter machen dies konkret“, so Aubry. Gerade in diesen Aspekten sind die deutschen Arbeitnehmer mit ihren Unternehmen unzufrieden. So fehlen knapp der Hälfte der Befragten Angebote zur Kinderbetreuung. 

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