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26.04.11Kommentieren

Interview mit Adrian Thoma, sellaround.net

"Der Kontakt zu K5 kam direkt über mein letztes Interview bei förderland zu Stande"

Ende 2010 hat Adrian Thoma das Social Selling Portal sellaround.net im Gespräch mit förderland vorgestellt. Und seitdem hat sich einiges getan. Im aktuellen Interview mit förderland beschreibt Adrian Thoma die Entwicklung von sellaround, für das erst kürzlich ein Investor gefunden werden konnte.

Links: Adrian Thoma, CEO. Rechts: Jan Ziegler, CTOLinks: Adrian Thoma, CEO. Rechts: Jan Ziegler, CTO

förderland: Hallo Herr Thoma, förderland-Lesern sind Sie ja kein Unbekannter. Sie haben uns bereits Ende 2010 Ihr Social Selling Portal sellaround.net vorgestellt. Vielleicht können Sie nochmals in Kürze das Konzept beschreiben. Sie haben 30 Sekunden …

Adrian Thoma: Sellaround ist eine Social Commerce Lösung die es Usern, Marken oder Händlern ermöglicht, Produkte mittels Widgets zu verkaufen. Die Widgets sind Mini-Shop mit integriertem Bezahlprozess und können so leicht im Netz verteilt werden wie ein Youtube-Video, z.B. auf Facebook, Twitter, in Blogs, Webseiten oder als QR-Code in Print. Aus einem Point-of-Sale werden mehrere Points-of-Sale. So kommen Produkte direkt in die sozialen Netzwerke und Käufer können zuschlagen, ohne den Kontext verlassen zu müssen.

Wie hat sich das Portal seit unserem letzten Gespräch entwickelt?

Thoma: Ein großes Update war sicherlich die Möglichkeit, auch digitale Produkte zu verkaufen. Damit haben wir vor allem für z.B. Bands oder Autoren eine hervorragende Möglichkeit geschaffen, Inhalte wie MP3s oder PDFs zu verkaufen. Darüberhinaus haben wir unsere API weiter ausgebaut. Dadurch sind wir für professionelle Verkäufer noch interessanter geworden, da wir uns nun zu 100 Prozent in deren bestehende e-Commerce-Infrastruktur einbinden lassen können.

Seit Anfang April haben Sie mit K5 einen Risikokapitalgeber mit an Bord. Wie kam der Kontakt zu Stande? Und wie hoch fällt die Finanzspritze aus?

Thoma: Wir arbeiten nun ja schon seit einem Jahr an sellaround – bisher rein unter dem Dach der Maria GmbH als Liebhaberprojekt. Mit K5 konnten wir nun einen Partner finden, mit dem wir das Thema richtig angehen können. K5 stellt dafür einen mittleren sechsstelligen Betrag zur Verfügung. Wir haben vor zwei Wochen gemeinsam die Sellaround GmbH gegründet, deren Geschäftsführer ich nun bin. Witzig ist: der Kontakt zu K5 kam direkt über mein letztes Interview bei förderland zu Stande. Damals sagte ich: Ich freue mich über Investoren-Anrufe. Eine Woche später war Gregor von dem Knesebeck von K5 am Telefon und meinte, er komme meinem Aufruf nach und meldet sich nun einfach mal. Euer Name ist also Programm. Als Belohnung bekommt ihr kostenlose Widgets lebenslang!

Wie wollen Sie das frische Kapital einsetzen?

Thoma: Zwei Themen: Produktentwicklung und Vertrieb. Wir haben einige spannende Features in der Pipeline, das nächste Update kommt im Juni und wird sich primär der Frage stellen: Wie kann ich nicht nur meine eigene Reichweite monetarisieren, sondern zusätzliche Reichweite aufbauen? Wir haben hier einige spannende Ansätze und arbeiten gleichzeitig an der Integration von Reichweitenpartnern. In Sachen Vertrieb sind wir gerade extrem aktiv und reden viel mit Markenherstellern, die mit sellaround ein hervorragendes Tool bekommen, mit dem Sie Direktvermarktung starten können.

Wie darf man sich die Zusammenarbeit mit K5 vorstellen? Bringt K5 "nur" Kapital oder auch Know-how mit ein?

Thoma: Beides. Wir schätzen die Arbeitsweise von K5 sehr, da sie sich nicht zu schade sind, auch operativ mit anzupacken. Ein reiner Geldgeber muss nicht immer gut sein. Vor allem freue ich mich aber über das nun vergrößerte Netzwerk an potentiellen Kunden und Partnern. Das ist mit Geld nicht aufzuwiegen.

Was ändert sich, wenn plötzlich ein Risikokapitalgeber mit von der Partie ist?

Thoma: Wenn man den richtigen auswählt, zunächst mal nicht viel, außer dass man nun schneller vorankommt. Ich habe zuvor auch schon fast zu 100 Prozent für sellaround gearbeitet, von daher hatte ich persönlich keine Umgewöhnungsphase.

Wie sieht Ihr Fahrplan aus? Was sind die nächsten Ziele?

Thoma: Das nächste Ziel ist sicherlich das Produktupdate im Juni. Es ist im Grunde wie eine Version 2.0 – wir können es kaum erwarten, müssen aber noch einiges bis dahin erledigen. Ich hoffe auch, dass es uns gelingt, große Marken für das Thema begeistern zu können. Wir sind hier am Anfang einer großen Trendwende, nämlich der Verschiebung des anonymen Webs ins soziale. Für Marken und deren Produkwelt geht es nun darum, sich entsprechend zu positionieren. Wir helfen dabei.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg!

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