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19.03.15Kommentieren

Online Shop

Das Geschäft mit den Online-Apotheken

Das Bestellen von Produkten im Netz ist schon längst zur Selbstverständlichkeit für viele Menschen geworden. So verwundert es kaum, dass im Internet inzwischen auch Medikamente gekauft werden können. Der Arzneimittelverkauf über das Internet ist momentan ein wachsender Markt. Der Einstieg in diesen Produktbereich ist jedoch nicht für jeden möglich.

Kein Geschäft für jeden

Der Online-Versandhandel hat sich in den vergangenen Jahren auch für Apotheken durchgesetzt. Im Internet findet man mittlerweile mehrere Shops für Medizinprodukte. Die ersten Online-Apotheken, die zu Beginn dieses Jahrtausends gegründet wurden, sind inzwischen etablierte Größen in der Branche. Zu ihnen gehört beispielsweise die Robert-Koch-Apotheke aus Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Im Internet ist sie bekannter unter dem Namen Mycare.

Als Online-Apotheken in Deutschland können jedoch nur Apotheken an den Start gehen, die eine behördliche Erlaubnis für den Versand von Arzneimitteln besitzen. Und nur approbierte Apotheker dürfen Eigentümer einer Apotheke sein. Dieses Fremdbesitzverbot versperrt den Weg zu fachfremdem Beteiligungskapital.

Für die in Deutschland zugelassenen Online-Apotheken gelten die gleichen strengen Regularien für Verbraucherschutz und Arzneimittelsicherheit wie für die Apotheke um die Ecke. Außerdem müssen die Sicherheitsvorschriften für die Lagerung, Bestellung und Auslieferung der Medikamente eingehalten werden. Für verschreibungspflichtige Medikamente besteht die Pflicht zur Rezeptvorlage.

Worauf es bei Online-Apotheken ankommt

Den größten Umsatz machen die Online-Apotheken ohnehin nicht mit den verschreibungspflichtigen Medikamenten, sondern mit Kosmetik- und Wellnessprodukten und rezeptfreien Medikamenten. Bei letzteren können sie mit Rabatten bei ihren Kunden punkten. Die Rabatte sind möglich, da die Fixkosten beim Online-Versand geringer sind als bei einer klassischen Ladenapotheke. Ein weiterer Pluspunkt, der bei den Kunden gut ankommt, ist die zeitliche und räumliche Flexibilität bei der Produktbestellung. Auf manche Produkte müssten sie in der örtlichen Apotheke ohnehin einen Tag warten. Da kann man sich das Produkt genauso gut bequem nach Hause liefern lassen.

Damit die Lieferung schnell erfolgt, benötigen Online-Apotheken eine funktionierende Logistik und zuverlässige Spediteure. Da Medizinprodukte ein sensibles Segment bilden, brauchen sie zudem besonders sichere Daten- und Informationssysteme. Der Aufbau von Vertrauen bei ihren Kunden ist für Online-Apotheken sehr viel wichtiger als beispielsweise für Modeshops – schließlich ist die eigene Gesundheit von den Produkten viel direkter betroffen. Um auch skeptische Verbraucher zu überzeugen, bedarf es einem guten Erreichbarkeit und Beratung per E-Mail oder Telefon. Die Diskussion um die Sperrung der inzwischen rezeptfreien „Pille danach“ für Versandapotheken zeigt, dass die Politik hier noch Nachholbedarf sieht.

Der Aufbau einer erfolgreichen Online-Apotheke bedarf also einer guten Planung und viel Engagement. Doch Shop-Betreiber werden in den nächsten Jahren voraussichtlich noch stärker von der steigenden Nachfrage bei den Kunden profitieren.

medizin

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