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28.09.09Leser-Kommentar

Interview mit Adam Preuß, Shirtrunner

"Darüber hinaus führen wir derzeit Gespräche mit Interessenten aus verschiedenen Teilen Deutschlands"

Shirtrunner bietet Kunden im Rhein-Neckar-Dreieck vom Abholen im Büro, über Waschen und Bügeln bis hin zum Bringdienst perfekten Service rund um ihre Business-Suits. Gründer und Geschäftsführer Adam Preuß spricht im Interview mit förderland über die Entwicklung seines Geschäfts und seine Pläne für die Zukunft.

Adam Preuß von ShirtrunnerAdam Preuß von Shirtrunner

förderland: Hallo Herr Preuß, stellen Sie sich doch bitte kurz unseren Leser vor und geben Sie uns die wichtigsten Informationen zu Ihrem beruflichen bzw. unternehmerischen Background!

Adam Preuß: Mein beruflicher Background ist nach einem Wirtschaftinformatik-Studium an der BA-Mannheim immer schon der Vertrieb gewesen. Meine Arbeit im Außendienst und später als Vertriebsleiter war immer von hoher Kundenorientierung geprägt.

Aktuell betreiben Sie Shirtrunner – was dürfen wir uns darunter vorstellen

Preuß: Shirtrunner erspart Ihnen den Weg in die Reinigung. Sprich: Holen, waschen, bügeln, bringen – alles zu einem festen Preis und mit einem perfekten, kundenorientierten Service.

Warum sollte ich Shirtrunner nutzen und nicht zur Wäscherei um die Ecke gehen – die vielleicht sogar ebenfalls einen Hohl-und-Bring-Service anbietet?

Preuß: Die wenigsten Wäschereien bieten – wenn überhaupt – einen echten Hol-/Lieferservice an, sondern knüpfen dies an z. B. einen Mindestauftragswert o. ä. und sind von ihren Prozessen auch nicht auf solch einen Service ausgerichtet. Die Vorteile, die Shirtrunner dem Kunden bringt, sind sehr vielfältig. Um einige aufzuzählen:

Business-Qualität: Wir arbeiten nur mit ausgewählten Textilpflege-Meisterbetrieben zusammen, welche die Qualitätsanforderungen unserer Business-Kunden erfüllen können. Diese Partner haben über 20 Jahre Erfahrung mit professioneller Textilpflege.

Kundenorientierung: Der Kunde kann uns anrufen, mailen oder uns seine Wünsche online kommunizieren. Neben seinen Hol-/Lieferterminen kann der Kunde online auch seine Aufträge/Rechnungen einsehen und drucken – so entfällt auch das Thema mit dem Abholbon, der gerne mal verlegt wird ;-) Zu guter Letzt erhält der Kunde von uns auf Wunsch eine Reminder-Mail, die ihn an den bevorstehenden Shirtrunner-Tag erinnert.

Lifestyle: Wir liefern die gereinigte Kleidung in schönen, diskreten Kleiderhüllen. Diese können mit einem Handgriff zur Transporttasche für die getragene Kleidung umfunktioniert werden. So geht der wöchentliche Wechsel für den Kunden ohne Aufwand über die Bühne.

OnTop-Service: Wir bieten neben der Textilpflege auch die Schuhpflege an. D. h., wir nehmen die Schuhe zur Reparatur/Pflege mit und machen für manch einen Stammkunden auch mal einen Abstecher, um z. B. eine Druckerpatrone mit zu bringen ...

Sprich: Bei uns ist alles darauf ausgelegt, dass der Kunde sich voll auf seine Job konzentrieren kann und sich nicht um solche Alltagsprobleme wie Wäsche waschen, bügeln oder Öffnungszeiten und Parkplatzsuche kümmern muss. Also höchste Kundenorientierung, damit der Kunde auch seine Freizeit genießen kann.

Wie ist die Idee zu Shirtrunner entstanden?

Preuß: Da ich selbst viele Hemden und Anzüge trage und früher regelmäßiger Kunde von Textilreinigungen war, bin ich bei jedem Besuch einer Reinigung meiner Idee ein Stück näher gekommen: Öffnungszeiten und Parkplätze; 2 x hin fahren müssen; Abholbon suchen; Barzahlung; und dann auch die Suche nach der Reinigung, die es versteht Hemden und Anzüge so zu bügeln, wie man sie im Business braucht (und nicht auf dem Tennisplatz ;-)

Wer nutzt Ihren Service bereits? Und was unternehmen Sie, um neue Kunden zu gewinnen?

Preuß: 100% unserer Kunden sind Geschäftsleute – Querbeet vom Angestellten bis zum Vorstand und aus allen Branchen. Also jeder, der Anzüge und Hemden trägt und Wert auf gepflegte Kleidung und guten Service legt. Wir bieten neben dem direkten "bis an den Schreibtisch-Service" für Großunternehmen auch die sog. "Office-Depot-Lösung" an. D. h. dort wo man nicht in die Abteilungen direkt kommt, haben wir einen kleinen Raum für unseren Service. So bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern eine feine Erleichterung und dies ganz ohne Kosten für das Unternehmen.

Unsere Kunden gewinnen wir auf unterschiedlichen Wegen aus einem Mix aus traditioneller und Online-Werbung. Wobei in unserem Geschäft auch die persönliche Empfehlung einen sehr hohen Stellenwert hat.

Machen Sie bereits Gewinne?

Preuß: Wir sind jetzt im zweiten Jahr und arbeiten bereits kostendeckend. Um den geplanten Gewinn zu erreichen müssen wir noch weiter wachsen, was sich nach Plan entwickelt.

Entwickelt das Geschäft sich so, wie Sie es sich vorgestellt haben?

Preuß: Es entwickelte sich nicht ganz so schnell, wie ich es anfangs erwartet hatte, aber wir sind zufrieden. Ich denke, dass für viele solch ein Service noch als was ganz Neues angesehen wird – getreu dem Motto: "Erstmal sehen, was die so machen ..." Nun machen wir das seit über zwei Jahren im Rhein-Neckar-Dreieck und sind sehr zufrieden.

Mussten Sie beim Aufbau von Shirtrunner größere Probleme überwinden? Zum Beispiel beim Aufbau der Logistik oder bei der Kooperation mit Meisterbetrieben?

Preuß: Nein – da wir uns ausreichend Zeit genommen haben, alles zu planen und auch von Leuten beraten wurden, die sich in dieser Branche sehr gut auskennen, konnten wir perfekt an unsere geplanten Anforderungen anknüpfen. Z. B. haben wir bei der Auswahl der Textilpflege-Betriebe von einem renommierten Hersteller qualitativ hochwertiger Wasch- und Bügel-Maschinen die richtigen Empfehlungen erhalten.

Sie bieten Shirtrunner-Services momentan ausschließlich im Rhein-Neckar-Dreieck und dem Rhein-Main-Gebiet an. Sind weitere Regionen angedacht? Wie wollen Sie Ihre Services ausweiten?

Preuß: Nachdem wir Shirtrunner im Rhein-Neckar-Dreieck erfolgreich eingeführt haben, ist unser erster Lizenzpartner mit unserer Erfahrung und Know-how im September im Rhein-Main-Gebiet erfolgreich gestartet. Darüber hinaus führen wir derzeit Gespräche mit Interessenten aus verschiedenen Teilen Deutschlands.

Was steht generell in naher Zukunft auf Ihrer to-do-Liste?

Preuß: Drei Punkte: Ständige Schärfung der Kundenorientierung bei allen Shirtrunner-Mitarbeitern und – Subunternehmern. Weiteres Wachstum in unseren Regionen und mit neuen Lizenzpartern und neue Service-Ideen für unsere Kunden!

Kommentare

  • Marcel

    28.09.09 (21:44:10)

    Wow ein wirklich toller Service, h?tte nicht gedacht das so etwas bezahlbar sein kann. Weiter so & Viel Erfolg mit dem Gesch?ftsmodell !

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