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02.07.12

Companisto

Crowdinvesting weitergedacht

Mittlerweile ist Crowdinvesting auch in Deutschland für viele junge Unternehmen zu einer echten Alternative bei der Finanzierung der Startphase geworden. Dabei stemmen viele Privatinvestoren (die Crowd) mit kleinen Beträgen einen größeren Kapitalbedarf. Seit kurzem gibt es mit Companisto eine weitere Crowdinvesting-Plattform, deren Gründer jedoch einen Schritt weiter gedacht haben.

Kai Lehmann, Tamo Zwinge und David Rhotert von CompanistoKai Lehmann, Tamo Zwinge und David Rhotert von Companisto

In Deutschland gibt es bereits eine ganze Reihe Plattformen zum Crowdinvesting. Das Grundprinzip der Finanzierung durch die Crowd ist bei all diesen Angeboten das gleiche (auch wenn es im Einzelnen Unterschiede bei den Modalitäten gibt). Und neben der Finanzierung erhält das finanzierte Unternehmen zudem eine breite Öffentlichkeit, Multiplikatoren und wichtige Ratschläge von seinen Unterstützern.

Companisto funktioniert im Kern ebenso, jedoch beachtet das Berliner Unternehmen darüber hinaus das wichtige Kriterium der Anschlussfinanzierung. Denn in den meisten Fällen sei die erste Finanzierungsrunde erst der Anfang für weitere, so Companisto. Wenn ein Unternehmen aber aufgrund einer Crowdinvesting-Runde unattraktiv für weitere Finanziers werden sollte, laufe das Start-up Gefahr, kein weiteres Geld zu erhalten und nicht mehr wachsen zu können.

Deshalb haben die Gründer und Geschäftsführer von Companisto, David Rhotert und Tamo Zwinge, sich als Rechtsanwälte bei der Ausarbeitung ihres Vertragswerkes intensiv mit VC-Gesellschaften und Corporate-Finance-Spezialisten abgestimmt, um die über Companisto finanzierten Start-ups auch für die Zeit nach der ersten Kapitalspritze zu wappnen.

Beteiligungen werden gebündelt – kein Verwaltungsaufwand für Start-ups

Der entscheidende Unterschied zu allen anderen Crowdinvesting-Modellen: Bei Companisto schließt das Start-up in der Finanzierungsrunde nur einen einzigen Vertrag ab, der viele Investorenverträge zu einem bündelt. Die Investoren erhalten Unterbeteiligungen und werden so am Gewinn und Unternehmenswert des Start-ups beteiligt. Dadurch hat das finanzierte Unternehmen keinen Verwaltungsaufwand: Es muss nur eine Steuererklärung am Ende des Jahres machen. Bei anderen Anbietern sind es hunderte, weil das Start-up mit jedem Mikroinvestor einen einzelnen Beteiligungsvertrag abschließen muss.

"Companisto ist im Gegensatz zu vielen anderen Plattformen grundsätzlich an die Anforderungen von Venture Capital-Gesellschaften bei Folgefinanzierungen angepasst und ist daher gerade Unternehmen mit weiterem Kapitalbedarf zu empfehlen", erklärt Jannis Friedag von dem bekannten Corporate-Finance-Spezialisten eventurecat.

Dass der problemlose Einstieg eines Großinvestors bei einer Finanzierung über Companisto auch in der Realität möglich ist, zeigt Companisto selbst. Zum Start der Plattform kann sich nämlich die Crowd auch an Companisto selbst beteiligen und das, obwohl jetzt eine Finanzierungsrunde im sechsstelligen Bereich abgeschlossen wurde und eigentlich kein weiterer Kapitalbedarf besteht: "Unser Investor wäre niemals bei uns eingestiegen, wenn er nicht von der Symbiose von Klein- und Großinvestoren überzeugt wäre", sagt David Rhotert. "Mit unserem Beteiligungsmodell aber fiel es ihm leicht. Und durch unser eigenes Crowdinvesting wird Companisto bekannter und für alle Beteiligten wertvoller."

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