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07.08.13

Cloud-Computing im Fokus

Cloud-Lösungen für Unternehmen und die Sicherheit

Cloud-Lösungen sind in aller Munde und mobiles Internet ist in vielen Unternehmen längst angekommen. Das externe Speichern von Daten ist bequem und kann bestenfalls auch Kosten sparen, doch wie sicher ist die „Cloud“ wirklich? Sind Kundendaten, Dokumente oder die Buchführung auf fremden Servern sicher untergebracht? Stiftung Warentest und andere Fachmagazine haben diverse Cloud-basierte Online Speicher unter die Lupe genommen.

Cloud-Lösungen sind momentan in aller Munde.

Cloud-Anbieter im Vergleich

Im Zeitalter von PRISM, Tempora & Co. ist es mitunter nicht ganz einfach, sich ruhigen Gewissens für eine Cloud-Lösung zu entscheiden. Gerade wichtige Kundendaten sollten selbstverständlich keinesfalls in die Hände von Dritten geraten, doch genau dieser Nachteil an der Sicherung in den Wolken ist es, der Entscheider vom Umschwenken auf die Cloud abhält.

Ob die Cloud als Speicher für Privatanwender vielleicht die richtige Lösung ist, hat unter anderem die Stiftung Warentest erst kürzlich untersucht. Die August-Ausgabe des Magazins vergleicht immerhin zwölf Anbieter von Online-Speicherdiensten. Vorweg sei gesagt, dass es kein Dienstleister geschafft hat, ein "Sehr gut" oder auch nur "Gut" zu erreichen. Unter den Testkandidaten waren auch bekannte Vertreter wie Dropbox, Google Drive und SkyDrive von Microsoft. Ein wenig kurios waren dabei jedoch die Testmethoden: So schaffte es das Medien-Center der Deutschen Telekom unter die besten vier Probanden - trotz einer mangelhaften Note für den Datenschutz der Nutzer und einer kritischen Einstufung für den Datenschutz im Zusammenhang mit Apps.

Der Transfer in die Wolke

Immerhin zieht das Institut aus diesen Ergebnissen die richtigen Schlüsse: Von Cloud-Angeboten wird einfach generell abgeraten, wenn die Sicherheit von Daten im Vordergrund steht. Gleichzeitig darf daraus jetzt nicht geschlossen werden, dass Cloud-Software für Unternehmen generell eine Fehlentscheidung ist und die herkömmliche Desktop-Software weiterhin das Maß der Dinge ist.

Denn Businesssoftware aus der Cloud bringt auch enorme Vorteile mit sich: Applikationen werden automatisch auf dem neuesten Stand gehalten und müssen nicht einmal auf einem Computer vor Ort ausgeführt werden. Daten werden ebenfalls online gespeichert, was gleichzeitig bedeutet, dass jeder Nutzer von überall aus Zugriff darauf hat. Mit diesen unschätzbaren Vorteilen hat es inzwischen Microsoft mit seinem bewährten „Office“ geschafft: Office 365 richtet sich an Unternehmen aber auch an Privatanwender und kommt vollständig aus der Cloud. Im Vergleich zur klassischen Software fallen jedoch bei Cloud- basierter Business Software monatliche Gebühren an.

Maßgeschneiderte Lösungen erhöhen die Sicherheit

Kundenorientierte Lösungen mit einem maximalen Fokus auf die Sicherheit der Applikationen sind in jedem Betrieb langfristig die wichtigsten Eckpfeiler von Cloud-Software. Setzen Sie dabei, wenn möglich, auf bekannte Anbieter und wägen Sie genau ab, ob bestimmte Kundendaten unbedingt den Weg in das Internet finden müssen - oder ob klassische Desktop-Lösungen für Unternehmen, z.B. von Lexware, nicht doch ausreichen.

Start-Ups und kleine Unternehmen werden sich allerdings den Luxus der eigens angepassten Unternehmenssoftware kaum leisten können. Dennoch sollte es im Interesse der Sicherheit das Ziel sein, langfristig genau diesen Zustand anzusteuern - für Unternehmen jeglicher Größe.

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