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13.09.12Kommentieren

Carsharing

Carsharing-Markt bekommt Zuwachs

Laut einer aktuellen Erhebung des Bundesverbandes Carsharing (bcs) steigen die Nutzerzahlen von Carsharing zurzeit jährlich um 20 Prozent. Steigende Benzinpreise und ein wachsendes Umweltbewusstsein machen Carsharing in Deutschland immer beliebter. Wir stellen die verschiedenen Modelle und aktuelle Anbieter vor.

Ein zufriedener Carsharer! (Bild: Tamyca)Ein zufriedener Carsharer! (Bild: Tamyca)

Ende 2010 ging tamyca, gegründet von vier Aachener Studenten, als erstes Unternehmen mit dem Modell des privaten Carsharing an den Start. Bereits ein Jahr später erhielt das junge Start-up eine Finanzspritze im sechsstelligen Bereich durch KIZOO Technology Ventures aus Karlsruhe. Im Interview mit förderland 2010 gab man sich noch bescheiden: "1.000 Autos auf tamyca.de bis Ende 2011, das wollen wir erreichen", sagte der damals 23-jährige Jurastudent und Mitgründer von tamyca, Konrad Erzberger. Tatsächlich waren es Ende 2011 schon 2000 registrierte Autos. Mittlerweile sind etwa 21.000 Nutzer und 2700 Fahrzeuge in ganz Deutschland unter tamyca angemeldet.

Privates Carsharing

Bei tamyca können Autobesitzer ihr Auto kostenlos und unverbindlich zur Vermietung anbieten und durch den Verdienst die eigenen Unterhaltungskosten besser abdecken. Wer kein Auto hat, aber für bestimmte Zwecke eines braucht, kann einfach auf tamyca nach Autos in seiner Umgebung suchen und diese günstig mieten. Da jedes private Auto im Schnitt 23 von 24 Stunden am Tag ungenutzt ist, ist die Verfügbarkeit kein wirkliches Problem. Die Versicherungsfrage stand bei tamyca länger im Raum, konnte aber erfolgreich gelöst werden: Mieter und Vermieter sind während der Vermietung durch eine spezielle tamyca-Versicherung abgesichert.

Ein weiteres Start-up, das sich dem Modell des privaten Carsharings angenommen hat, ist Autonetzer, über die wir Ende letzten Jahres berichtet haben. Auch hier musste man sich länger mit dem Thema Versicherung herumschlagen. Fand dann aber auch eine passende Lösung: Neben einer Voll- und Teilkasko-Abdeckung bietet Autonetzer einen Schutzbrief, der dafür sorgt, dass der Ausleiher trotz Unfall und Panne an sein Ziel kommt. 


Klassisches Carsharing

Wohl bereits bekannter als das private Carsharing ist das sogenannte klassische Carsharing, das u.a. von Flinkster, Cambio und Stadtmobil angeboten wird. Hierbei werden mehrere Fahrzeuge an festen Carsharing-Stationen geparkt, können nach Bedarf gemietet werden und müssen anschließend wieder an die Stationen abgegeben werden. Neben einer Registrierungsgebühr, sowie Kilometer- oder Stundenpreis fallen zumindest bei Cambio und Stadtmobil auch monatliche Gebühren an.

Free-float-Carsharing

Der Carsharingboom ist auch bei den Autoherstellern nicht unbemerkt geblieben. Einige von ihnen haben auf die steigenden Nutzerzahlen reagiert und bieten mit dem sogenannten Free-Float-Carsharing eine weitere Möglichkeit der Autovermietung an. Bei DriveNow (BMWi, Mini, Sixt) und Car2Go (Daimler) z. B. können in verschiedenen Städten spontan Fahrzeuge gemietet werden und in einem bestimmten Radius auf allen öffentlich zugänglichen Parkflächen abgestellt werden. Bei diesem Modell fallen nur die Stundengebühren und eine einmalige Anmeldegebühr an.

CiteeCar fährt mit weiterem Konzept vor

Die große Nachfrage macht sich jetzt ganz frisch auch ein Carsharing-Unternehmen aus Berlin zu nutze: CiteeCar  startete diesen Monat mit einem völlig neuen Konzept: Als sogenannter "Host" bekommt man ein Auto kostenlos vor die Haustür und kann das CiteeCar 7 Tage die Woche nutzen ohne Gebühr, lediglich die Kilometerpreise fallen an. Voraussetzung hierfür ist ein eigener Privatparkplatz und die Bereitschaft, das Auto regelmäßig zu reinigen und zu pflegen. Mitglieder ohne eigenen Parkplatz können die CiteeCars wiederum für einen Euro die Stunde mieten, plus eine monatliche Grundgebühr und Kilometerpauschale.

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