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11.09.14

Die Außenwirkung meines Unternehmens

Büromöbel selbst aufwerten und für das Unternehmens-Image nutzen

Möbel sind ein wichtiges Aushängeschild von Unternehmen. Neben dem Erscheinungsbild der Mitarbeiter sind sie es, die am meisten einen positiven, leider aber auch negativen Eindruck bei Kunden oder Geschäftspartnern hinterlassen können. Dabei geht dies deutlich über die reine Auswahl der Modelle hinaus, da sowohl die farbliche Gestaltung als auch die Abnutzung im Laufe des Geschäftsbetriebes eine Rolle spielen.

Büromöbel aufwerten

Neue Möbel können sehr kostspielig sein, da ein sogenanntes homogenes Erscheinungsbild, also die uniforme Einrichtung mit gleichen Modellen und Ausführungen, theoretisch eine komplette Neuausstattung aller Büroplätze bedeutet. Gerade neue Unternehmen haben oftmals das Problem, dass für Designermodelle erstmal keine Mittel zur Verfügung stehen und später das oben genannte Neumöblierungs-Problem haben. Doch wie lässt sich dafür sorgen, dass das Interieur optisch ansprechender wirkt oder auch länger gut aussieht? Und gibt es Möglichkeiten, diese kostengünstig aufzurüsten sowie die Haltbarkeit nennenswert zu verlängern?

Der Gesamteindruck zählt

Prinzipiell kommt es hinsichtlich des Erscheinungsbildes weniger auf Details, als vielmehr auf das Zusammenwirken dieser und damit auf die Summe der Eindrücke an, die diese beim Betreten oder Durchqueren der Räumlichkeiten hinterlassen. In kleineren Unternehmen mit einem Counter, also einem Informationsschalter (z.B. in Autohäusern, Friseurgeschäften, usw.) ist die Anzahl der sichtbaren Elemente auf die es ankommt, dann vergleichsweise gering und diese sind damit wichtiger. Grundlegend kann bereits die Anordnung der einzelnen Einrichtungsgegenstände eine Verbesserung bewirken.

Am wichtigsten ist die Regel: Zusammenstellen was zusammengehört.

In diesem Sinne gilt vom Einzel- bis zum Großraumbüro der Grundsatz, dass die Möbel entsprechend ihrer Zugehörigkeit nach Abteilung oder dem Zweck eines bestimmten Bereichs ausgerichtet und gestaltet werden. Wer beim Betreten eines Büros gleich erkennen kann, welcher Bereich für die Buchhaltung zuständig ist und welcher für den Vertrieb, kann sich nicht nur besser orientieren, sondern auch einen angenehmen Eindruck erhalten. Dies kann neben der Raumaufteilung auch durch farbliche Elemente verstärkt werden.

Auf den Möbeln können beispielsweise Schriftzüge oder Logos des Unternehmens angebracht werden, die eine individuelle Optik ermöglichen. Hierfür gibt es spezielle Anbieter für den Druck von Möbel- und Wandaufklebern. Statt des Firmenlogos können beispielsweise auch durchgängige Linien (vielleicht in der Firmenfarbe) über mehrere Möbel hinweg angebracht werden, die eine Auflockerung des Raums bewirken können. Diese sind zwar deutlich eher für den Einsatz im privaten Bereich geeignet, sollten aber der Veranschaulichung des Prinzips dienlich sein.

Aufkleber können die Optik der Möbel vergleichsweise günstig aufwerten. In diesem Beispiel ist die blaue Linie ein optisches Verbindungselement über mehrere Schränke hinweg, das die harten Kanten der Möbel auflockert.

Eine weitere dazugehörige Möglichkeit ist das Verändern der kompletten Möbeloberflächen. Ein Umlackieren setzt dabei zwei Sachen voraus: Echtes Holz ohne Furnier und das Abschleifen der Oberfläche. Dabei ist eine glatte, glänzende Oberfläche jedoch meistens nicht möglich. Daher können Möbel auch komplett beklebt werden. Einfarbige, Muster- oder gar Motiv-Beklebungen wie sie heute schon oft bei Tapeten eingesetzt werden, können in vielen Druckerei- und Werbefirmen maßangefertigt bestellt werden. Wer sich also an der Farbe seiner Büromöbel sattgesehen hat, kann auf diese Weise relativ günstig nachbessern.

Um besonders in für Kunden oder Geschäftspartner sichtbaren Bereichen optische Highlights zu setzen, können statt Aufkleber auch selbstklebende Plexiglasplatten angebracht werden, welche die Oberfläche direkt aufwerten und durch geschickte, verdeckte Anbringung von indirekter LED-Beleuchtung ergänzt werden können. Eine kurze Anleitung am Beispiel eines Counters: Zuerst wird die vordere Fläche unterhalb der Tischkante ausgemessen, die den Großteil der Vorderseite ausmacht. Sofern diese flach und nicht gewölbt ist, lässt sich eine Plexiglasplatte gut anbringen. Viele Möbel haben gewisse Standardmaße, was die Anschaffung einer solchen Platte im Baumarkt durchaus begünstigen kann. Ansonsten gibt es auch viele Anbieter im Internet für maßgeschnittene Platten.

Frontansicht des Counters - Die durchsichtige Milchglasplatte ermöglicht einen Blick auf das Firmenlogo (hier als Stern) und wird von einer unter der Tischplatte verborgenen LED-Leiste (hier gelb) beleuchtet.

Empfehlenswert ist dabei, die volle Breite der Möbelfront abzudecken, während die Höhe unten um etwa 10-20 und oben um ca. 5-10cm kürzer ist, was den Counter später nicht zu wuchtig wirken lässt. Bei der Verwendung von durchsichtigem Glas kann vorher noch das Firmenlogo oder ein anderes Motiv angebracht werden, das anschließend dort hindurch sichtbar ist. Nach der Anbringung kann unter der Tischplatten-Kante – die bei Countern meist etwas hervorsteht – eine verdeckte LED-Leiste angebracht werden, welche die Front und damit auch die Platte flach beleuchtet. Der lichtleitende Effekt des Glases kann besonders bei einer Milchglasoptik für ein echtes Highlight sorgen. Manchmal ist jedoch eine großflächigere Ausleuchtung gewünscht – Wie diese aussehen kann, ist in dieser Anleitung für einen Küchenspiegel angegeben, die sich prinzipiell 1:1 auf jeden anderen Schrank ummünzen lässt.

Die Haltbarkeit der Büromöbel verbessern

Es gibt einige Möglichkeiten, auf die Lebensdauer seiner Möbel Einfluss zu nehmen – im Positiven wie im Negativen. Ein häufiger Fehler ist beispielsweise die Verwendung von falschen oder zu starken Reinigungsmitteln: Während säurehaltige Reiniger meist gut bei Glas- oder Metallelemente funktionieren, können sie Plastik- und Holzoberflächen beschädigen. Da es dabei auch auf die jeweiligen Materialien und nicht nur auf den Reiniger ankommt, sollten auch auf Reinigungs- und Pflegehinweise von Herstellerfirmen geachtet werden. Anleitungen von Möbelherstellern wie Kusch+Co geben dabei Informationen über die Reinigung und auch die Pflege von den verwendeten Materialien der hergestellten Möbel. Die Qualität der Möbel kann durch die konsequente Pflege grundsätzlich optimiert werden, was schließlich eine längere Lebensdauer ermöglicht.

Beispiel für ein einheitliches Konferenzzimmer

Die weiter oben genannten Folierungen stellen eine weitere Option für die Verlängerung der Haltbarkeit dar, da diese Beschädigungen der Oberflächen verhindern können und bei starker Verkratzung einfach abgezogen werden können. Um den häufigen Abnutzungserscheinungen an Schreibtischen entgegenzuwirken, sind Schreibtischunterlagen selbstverständlich die erste Wahl und können durch Untersetzer für Getränkegläser und Kaffeetassen ergänzt werden.

Der Schutz und die optische Erneuerung der Oberfläche, zeichnen sich auf lange Sicht sehr im Gesamtbild ab und helfen, sich (oftmals sehr teure) Investitionen in das Mobiliar sparen zu können. In diesem Sinne können solche vermeintlichen Kleinigkeiten gerade langfristig eine nennenswerte finanzielle Rolle spielen, während sich ein besserer Eindruck bei Kunden und Geschäftspartnern wesentlich schneller auszahlt.

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