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02.07.09Kommentieren

Was wurde eigentlich aus ...

"Auch wir haben Ende letzten Jahres eine starke Zurückhaltung gespürt"

Zwei Jahre ist es her, dass Lisa O'Connor uns über ihre Agentur "Freiraum" erzählte. Es fing an mit dem Verleih von Kunstwerken, doch das Unternehmen ist gewachsen. Wie es dazu kam und vieles mehr hier im Interview.

Lisa O'Connor, freiraumagenturLisa O'Connor, freiraumagentur

förderland: Guten Tag Frau O’Connor, gut zwei Jahre sind ins Land gezogen seitdem wir Sie das letzte Mal interviewt haben. Damals hatten Sie Ihre Agentur "Freiraum" bereits seit drei Jahren und haben die Saat für eine gut gehende Agentur gesät, was ist daraus gewachsen?

Lisa O’Connor: Rückblickend ist es schon erstaunlich in wie vielen kleinen Schritten wir nun hier angekommen sind. Grundsätzlich treibt mich bis heute der stetige Optimierungswille unaufhaltsam voran. Aus der Motivation immer besser zu werden in dem was ich tue, ziehe ich die notwendige Kraft. Mit jedem Kundenprojekt, neuen Künstlern und Kooperationspartnern wachse ich wieder ein Stück. Heute haben wir nicht nur ein umfangreiches und frisches Künstlerportfolio, sondern auch eine eindrucksvolle Referenzliste vorzuweisen. Objekteinrichter, Architekturbüros und Berater greifen auf unser Portfolio und unsere Dienstleistung zurück, wodurch wir auch bei großen Bauvorhaben schon frühzeitig mit eingebunden werden. 

Auf Ihrer Website kann man sehen, dass einige neue Angebote hinzugekommen sind, Sie haben sogar eine richtige Produktpalette aus Tapeten, Kunstdrucken oder Folien. Erzählen Sie uns doch, wie sich das entwickelt hat.

O’Connor: Seit über zwei Jahren besteht eine enge Kooperation mit der Architektin Andrea Schwarz. Sie ergänzt meine Leistung nicht nur optimal, sondern hat weitere Geschäftsideen eingebracht, die unser Angebot abrunden. Durch ihre persönliche Bindung nach Australien entstand eine intensive Kooperation mit den dort ansässigen Designern Skye, deren Motive wir hier in Europa exklusiv vertreten. Die hohe Flexibilität in Bezug auf Format und Materialien ermöglicht uns, individuelle Produkte wie Raumteiler, schallabsorbierende Bilder, Designtapeten oder Acryldrucke anzubieten, die an die Räume und die Corporate Identity unserer Kunden angepasst werden können.

Sie haben expandiert: Ein weiteres Büro in Frankfurt ist als Ableger entstanden. Wie kam es dazu?

O’Connor: Die enge Zusammenarbeit mit Andrea Schwarz, die in Frankfurt lebt und arbeitet, führte dazu, dass wir ein zweites Büro eröffnet haben. Da viele unserer Kunden und Partner aus dem Rhein-Main Gebiet kommen, ist das eine optimale Entwicklung.

Hatten Sie in der Zwischenzeit auch mit Schwierigkeiten zu kämpfen oder hatten Sie stets das Glück des Tüchtigen?

O’Connor: Auch wir haben Ende letzten Jahres eine starke Zurückhaltung gespürt und daraufhin unsere Ausrichtung überprüft. Überzeugt von unserem Konzept, haben wir die ruhige Phase für ein Re-design unserer Internetseite und den Ausbau unserer Angebotspalette genutzt. Schon seit dem 2. Quartal freuen wir uns über mehr Anfragen denn je.   

In Zeiten der Krise geben Unternehmen ja bekanntermaßen für das Wohl Ihrer Mitarbeiter weniger aus: Incentives, Geschäftsreisen, Firmenwagen – alles ist Einsparungen unterworfen. Sie merken doch sicherlich auch etwas davon, oder?

O’Connor: Sicher "spürt" man diese Entwicklungen und erfährt vor allem in Gesprächen einiges. Freiraum bewegt sich in einem Nischensegment: Gerade jetzt müssen Unternehmen verstärkten Wert auf eine stimmige Außendarstellung legen und gerade jetzt sind flexible Mietkonzepte attraktiv, weil  die Unternehmen so die Liquidität erhalten können, ohne auf hochwertige Kunst verzichten zu müssen.

Wie schaut das mit den Künstlern aus, die bei Ihnen unterkommen? Wie treten Sie in Kontakt? Sind das nur Künstler aus der Region?

O’Connor: Die Künstler, die wir vertreten, kommen aus ganz Deutschland und mittlerweile sogar auch aus dem Ausland. Wir erhalten regelmäßig Zuschriften von interessanten und sehr unterschiedlichen Künstlern, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind. Das Portfolio, das wir nach außen vertreten, stellt nur einen kleinen Ausschnitt dessen dar, was wir anbieten können.

Nach jetzt gut fünf Jahren Geschäftstätigkeit sind Sie aus den Gründerschuhen herausgewachsen - oder doch nicht? Sind Sie auf den Geschmack gekommen und können sich weitere Gründungen vorstellen?

O’Connor: Es liegt wohl in meiner Natur, dass ich stets neue Ideen habe. Allerdings müsste mich eine Idee schon sehr überzeugen, um diese Energie des Gründens erneut aufzubringen. Momentan bietet Freiraum mir noch genügend "Freiraum" zur Entfaltung.

Verraten Sie uns doch noch abschließend Ihre Pläne für die Zukunft.

Lisa O’Connor: Ich führe bereits seit einigen Monaten Gespräche und möchte unser Angebot gerne um den Bereich Coaching erweitern. Dabei denke ich nicht an herkömmliche Kommunikations- oder Verkaufstrainings, sondern habe etwas ganz Besonderes im Sinn. Künstler sind Meister im Entwickeln neuer Ideen und innovativer Lösungsansätze. Dieses kreative Potential möchten wir gerne in die Unternehmen tragen und ggf. mit einer Kunstausstellung begleiten. Auf diese Weise lassen sich positive Sinnbilder schaffen, die positiv für die Menschen, aber auch für die Unternehmen sind.

Vielen Dank für das Interview.

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