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15.05.09Kommentieren

Start-ups international

Andere Länder - andere Start-ups

Diese Woche schweift unser Blick wieder in die USA, die mit zwei nützlichen Online-Tools vertreten sind, gefolgt von einer französischen Marken-Community. Eine Community aus Indien hat eine Zielgruppe, die gerade mal 40 cm groß ist.

dataopedia.com - Das in Miami beheimatete Web-Start-up hat wirklich ein nützliches Tool hervorgebracht: In Google-Analytics-Optik verrät es die Details einer jeden Webpage. Sei es Reichweite, Ranking, Unique Users oder der alltägliche Traffic - dataopedia ist definitiv eines der wichtigsten Recherchetools für die Webgemeinde. Neben den Daten findet sich auch Mission-Statement und eventuelle Präsentationsvideos der betreffenden Seiten.

Potential: Eine gute, weil gewohnte Übersicht mit klarem Design zeigt dem User: Das hier ist ein Werkzeug. Ein einzelnes Werbebanner scheint allerdings die einzige Einnahmequelle der Seite zu sein, also sieht es mit der Monetarisierung eher mäßig aus. Da kann man für die Gründer hoffen, dass ihnen noch etwas zu diesem Thema einfällt.

Findmyshift.com - Ebenfalls aus den USA kommt diese Website, deren Macher einen Sinn fürs Praktische haben: Mit findmyshift können kleine und mittlere Betriebe ihre Schichtdienste managen. Daten können erstellt und editiert werden und Angestellte werden über Änderungen mit einer Textnachricht informiert.

Potential: Einfach, aber äußerst nützlich für Pizza-Läden, Restaurants, Tankstellen oder Online-Redaktionen. Die Seite macht Geld durch Premium-Accounts, die es dem User erlauben, Zeiträume länger als eine Woche (Basic-Account) vorauszuplanen. Dieser Service schlägt dann mit 12 Dollar/Monat zu Buche.

Adictiz.com - Dieses französische Start-up ist eine Art Marken-Social-Community. Alle, die süchtig nach bestimmten Marken sind, finden hier die neuesten Updates über das Unternehmen, die Produktpalette, Events, Sonderangebote oder Presseresonanzen. Auch Forendiskussionen, Anregungen oder Wettbewerbe können über die Seite abgewickelt werden. Gelockt werden sollen die User mit einer Vielzahl von Sponsor-Preisen, die von Partnerunterenehmen gestiftet werden.

Potential: Jede Social-Community hat das Problem, dass sie zuerst einmal eine Masse von Usern anlocken muss, um richtig ans Laufen zu kommen. Genau dieses Problem ist für adictiz imminent: So recht scheinen weder Diskussionen noch Anmeldungen noch sonst irgend etwas zu gehen. Die Seite hat es verfehlt, dem User einen eindeutigen Vorteil zu bieten - hier bekommt man nichts günstiger, keine Vorteile, kein Erlebnis. Daran muss kräftig geschraubt werden, wenn es bergauf gehen soll. Auch eine kommerzielle Strategie ist nicht auf Anhieb zu erkennen.

hiraj.com - Das indische Start-up hiraj hat es auf die unter uns abgesehen, die sich am wenigsten gegen den medialen Overkill wehren können: Die Babys. Kaum geschlüpft, ist das erste, was indische Kinder zukünftig sehen, nicht das liebevolle Gesicht der glücklichen Mutter, sondern den Blitz der Fuji-Quicksnap des Herrn Papa, der nicht besseres zu tun hat, als das Konterfei des Würmchens auf die Baby-Community hiraj.com zu stellen. Ist dies passiert, gerät das arme Ding in den Strudel des elterlichen Geltungsdrangs und wird vermessen, herausgeputzt, gefilmt und wieder fotografiert, nur um zu beweisen, dass es niedlicher, schlauer und größer als die anderen Knirpse ist. Privatspäre wird für den Nachwuchs eine unbekannte Größe bleiben, angesichts der Tatsache, dass alle Angehörigen über jeden Millimeter, den das Kleine wächst per "Automated Alert" und "Growth Chart" informiert werden.

Potential: Ein ganz hübsches, naives Design und ein drolliges Logo bestimmen den ersten Eindruck. Wenn man keine Skrupel hat, sein Kind medial zu verwursten, dann ist die Seite richtig nützlich, denn man spart sich die Antwort auf die Frage, wie es dem Kinde wohl gehe, mit einem Verweis auf den Account des Stöpsels. Noch ist keine Werbung zu sehen, doch wenn das Start-up einmal Fahrt aufgenommen hat, kann man durchaus Werbebanner und Anzeigen mit einer hohen Chance auf Konversion schalten.

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