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04.09.09Leser-Kommentare

Start-ups international

Andere Länder - Andere Start-ups

Heute beginnen wir unsere Reise zu den Start-ups dieser Welt wie so oft bei den Schweden, die im Europäischen Start-up-Geschehen immer öfters die Nase vorn haben. Von dort stellt sich ein Start-up vor, welches zukünftig zur Monetarisierung von Webinhalten beitragen wird. Weiter geht es zu unserem Nachbarland Belgien, dort will man den Alltag digitalisieren. Zu guter Letzt kommen wir ins ferne Japan, wo wir bald einen Fotoapperat kaufen können, der dem Web 2.0-Menschen das Leben ein wenig einfacher machen wird.

videofy.me - Die beiden Gründer von videofy.me waren der Meinung, dass es doch für jedermann möglich sein müsste, mit den eigenen Videos Geld zu verdienen. Millionenfach stellen User Videos online, ohne auch nur jemals einen müden Cent daran zu verdienen. Das ändert sich nun, denn wer sein Video künftig bei videofy.me hostet, der kann es mit zielgerichteter Werbung versehen lassen. Heraus kommt ein Codeschnipsel zum Einbinden aufs Blog oder die Website und fertig ist der Kuchen. Doch anders als andere Videoservices gibt sich das Start-up nicht als eine Videocommunity, sondern nur als Hosting-Service mit Werbe-Know-how, frei nach dem Motto: Schuster bleib bei deinen Leisten!
Potential: Gerade erst gestartet, kann videofy.me noch keine großen Erfolge mit hohen User-Zahlen feiern. Kein Wunder - wird der Dienst doch nur in Schweden angeboten! Doch sobald eine neue Finanzspritze in Sicht ist und eine Internationalisierung in Angriff genommen werden kann, kann man sicher sein, dass die Schweden mit Krach und Radau durchstarten. Doch das Start-up arbeitet nicht karitativ: Wer sein Video auf der Plattform einstellt und an Werbung verdient, muss 50 Prozent der Einnahmen an die Skandinavier abdrücken. Ein Super-Deal, wenn man bedenkt, was man sonst an seinen Videos verdient: Null komma zero!

touchatag.com - Um den Service dieses belgischen Start-ups verstehen zu können, muss man zunächst einmal wissen, was "Tagging" ist. Der Begriff bezeichnet das Kennzeichnen von realen Objekten mittels eines kleinen Aufklebers. Auf diesem Aufkleber befindet sich eine Art Strichcode, der mittels Handykamera erfasst und via Software übersetzt werden kann. So kann man zum Beispiel eine Webadresse durch diesen Strichcode verschlüsseln und auf einem Werbeplakat unterbringen.
Bisher war Tagging eher als Marketing-Gag oder als Profilierungs-Möglichkeit für Designstudenten zu gebrauchen. Doch langsam nimmt der Trend Fahrt auf, vor allem im Zuge kommender technischer Neuerungen.
Damit das ganze Ge-tagge auch praktisch zu etwas zu gebrauchen ist, hat sich nun touchatag in den Kopf gesetzt, eine Software zu entwickeln, die diese Tags mit Anwendungen verknüpfen kann, vornehmlich um den Alltag zu erleichtern. Zusätzlich zu den schon bekannten Barcode-Tags funktioniert diese Software auch mit RFID-Aufklebern. Es gibt auf dem Markt bereits einige Handys und andere Lesegeräte, die mit solchen RFID entschlüsselnden NFC (Near Filed Communication)-Funktionen ausgestattet sind. So kann man mittels des von touchatag angebotenen Startersets aus diversen RFID-Aufklebern und einem USB-Lesegerät oder NFC-Handy seinen Haushalt intelligent verdrahten. Als Beispiel nennt touchatag die Möglichkeit sein Mail-Programm mittels eines Aufklebers zu starten, der unten an der Kaffeetasse angebracht ist.
Potential: Das touchatag-Team hat die Zeichen der Zeit durchaus erkannt, doch bleibt es noch unter seinen Möglichkeiten. Zwar bietet es schon ein paar Programme an, die sich recht nützlich erweisen, wenn man mit Kindern oder behinderten Menschen im Haushalt zu tun hat, doch für einen ausgewachsenen Homo sapiens, der schon einmal etwas mit dem Computer oder gar dem Internet zu tun hatte, sind die Anwendungsbeispiele eher, naja, medium nützlich. Doch schaut man sich das Potential der NFC-Technik in Verbund mit einem großflächigen Einsatz von RFID-Aufklebern an, so kann man schnell entdecken, dass es hier jede Menge Potential gibt. Doch leider hängt dies noch daran, ob sich die Technik bei den Handyherstellern durchsetzt. Vielleicht wird das Start-up hier irgendwann ganz groß punkten können, doch in der Zwischenzeit bleibt es eher ein Internet-Gadget mit einem sehr überschaubaren Markt. Positiv muss man jedoch hinzufügen, dass das Unternehmen auch die Möglichkeit gelassen hat, eigene http-Dienste auf Basis der touchtag-Software entwickeln zu können.

cerevo.com - Auch cerevo, ein japanisches Start-up hat sich dem Einsatz neuer Technologie verschrieben. So entwickelte das Team einen Fotoapparat, der, sobald er in die Nähe des heimischen WLAN-Netzes kommt, alle geknipsten Bilder automatisch herunterlädt und an die verschiedenen Facebooks und Flickrs - und wie sie alle heißen - weiterleitet. Je nachdem wie man es eingestellt hat. Ob das zu peinlichen und ungewollten Situationen führen kann? -Ja, das ist vorstellbar.
Potential: Auch diese Entwicklung wird sich wohl eher auf dem japanischen, sehr Gadget-lastigen Markt eine Nische suchen müssen, doch offenbart die Entwicklung eine neue Sichtweise auf unsere Endgeräte. So sollten die Hersteller aller wichtigen Haushaltsgeräte eine standardisierte Schnittstelle entwickeln, die es erlaubt mobil auf diese zuzugreifen und sie anzusteuern. Sie sollten via WLAN zum Datenaustausch bereit sein, um sie schon aus der Ferne zu aktivieren oder Rückmeldungen erhalten zu können. So, und wer entwickelt diesen Standard nun? Finger nach oben, liebe Gründer!

Kommentare

  • Marc

    04.09.09 (11:43:54)

    zu cerevo /Kamera - Hinweis:
    evtl. sollte man sich mal www.eye.fi anschauen, dort ist eine WLAN-?bertragung f?r alle SD-Speicher-Kamera?s m?glich.

  • C. Herrmann

    04.09.09 (15:23:12)

    Vielen Dank, Marc, f?r die Anmerkung. Wer noch weiterf?hrende Links zu den angerissenen Themen hat, sollte sich nicht scheuen diese zu posten. Viele Gr??e C. Herrmann von f?rderland

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