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22.01.10Kommentieren

Start-ups international

Andere Länder - Andere Start-ups

Heute kommt diese Rubrik leider wieder als Monokultur daher, denn alle Start-ups kommen aus den USA. Heute dabei: foursquare - das neue twitter? kangogift - So geht schenken im Web 2.0! scrapmonster - Globaler Handel übers Web?

Hallo Welt! - Tschüß Privatsphäre!

foursquare.com - Das neue Hipster-Werkzeug ist geboren. Foursquare nährt, ähnlich wie twitter und aka-aki, die Profilneurosen dauerkommunizierender Großstädter. Der Service ist zunächst einmal für Smartphones, vornehmlich iPhone, Android und in Bälde auch Blackberry, ausgelegt. Was tut man nun damit? Eigentlich gibt man regelmäßig Statusmeldungen ab, meist wenn man seinen Standort wechselt oder einen neuen Ort in foursquare anlegt. Außerdem kann die Applikation den Standort des Benutzers erkennen und postet automatisch los, wenn man sich an einem registrierten Ort befindet. An diesen Orten, wie zum beispiel einem Eiscafé, haben verschiedenste Nutzer Nachrichten hinterlassen, etwa warum man unbedingt das Himbeereis probieren sollte und warum das Schokoeis nicht zu empfehlen ist. Um das ganze natürlich noch ein wenig aufzupeppen, kann man Punkte sammeln, sie man dann gegen Gutscheine, etwa für einen Kinobesuch, eintauschen kann.
Potential: Wieder einmal ein sehr gelungener Social-Media-Coup! Dieses Werkzeug hilft uns nicht nur nach einer handfesten Zechtour herauszufinden, was man am Vorabend so getrieben hat, sondern stellt sich auch als ein unterhaltsamer kleiner Freund und Begleiter heraus. Ständig wird man mit neuen Meldungen aus dem Bekanntenkreis umschwirrt, bekommt im Gegensatz zu twitter auch noch den Aufenthaltsort des Nutzers mitgeteilt und lernt peu à peu ganz neue Läden in der Stadt kennen. Und dabei ist das System psychologisch wirklich ausgefuchst: Besucht man neue Orte oder legt gar neue an, so wird man durch den Dienst belohnt. Auch bekommt man Resonanz von anderen Usern uns ist sozial eingespannt. Die Neugier des Users wird durch vielerlei Funktionen bis zum Maximum gesteigert, so dass er alle paar Minuten seine Nachrichten checkt. Wie Geld verdient wird, ist zwar noch nicht klar, aber mit ein wenig Phantasie erahnt man schon die Werbe- und Affiliate-Möglichkeiten, die sich durch die Verhaltensmuster-Erkennung der User ergibt.

Schenken 2.0

kangogift.com - Wenn einmal wieder überraschend ein Geschenk fällig ist, sei es bei Hochzeit, Geburt oder etwa verlorener Wette und der Empfänger in weiter Ferne wohnt, dann hilft Ihnen dieser Web-Dienst aus den Vereinigten Staaten demnächst aus der Patsche. Kangogift hat ein recht cleveres Konzept entwickelt. Wer bei Kangogift oder seinen Partnern einkauft, nimmt die Ware nicht entgegen, sondern schickt einen Gutschein-Code an denjenigen, den er beschenken will. Derjenige muss dann nur noch in eine Filiale in seiner Nähe marschieren und das Geschenk abholen. Dass das System natürlich nur mit größeren Shop-Ketten funktioniert, liegt auf der Hand. Dafür kann man nun auch verderbliche oder nicht transportfähige Ware verschenken. Doch das Konzept geht noch einen Schritt weiter: Auch Geld kann mithilfe des kangogift-Services überwiesen werden.
Potential: So schön das Geschäftsmodell auch ist - es birgt seine Schwierigkeiten. Um so einen Dienst ans Laufen zu bringen, müssen nämlich vielerlei Faktoren stimmen, die finanziell und strukturell nicht gut ausgestattete Gründer nur schwer bewältigen können. Zum einen muss ein größeres Web-Publikum auf den Dienst aufmerksam gemacht werden und das kostet Geld und Zeit. Andererseits muss ein ausreichend großes Netz an Handels-Partnern aufgebaut werden, was gute Beziehungen und viel Überzeugungskraft seitens der Gründer erfordert. Kangogift ist das einigermaßen gelungen, wofür man ein großese Lob aussprechen muss. Auc h ist es dem Team geglückt, das Geschenk-Konzept durch andere Zusatzleistungen, wie Geldschicken oder Sonderangebotshinweise zu erweitern. Ein ganz klein wenig krankt es noch an der Aufmachung der Seite; das Kängeruh-Maskottchen sieht eher aus wie ein Fuchs und die Aufmachung kommt manchmal ein wenig naiv daher. Geld verdient wird wohl mit einer Gebühr für jedes vermittelte Geschenk.

Lecker Schrott

scrapmonster.com - Hmm. Schrottmonster? Aha. Klingt irgendwie nach einem Viech aus der Sesamstraße ist aber in Wirklichkeit eine ziemlich clevere Idee aus dem Bereich der Umwelttechnik. scrapmonster ist nämlich eine Art Sammel-und Handelsplatz für verwertbare Abfälle. Damit ist jetzt nicht Ihre alte Kupferleitung gemeint, die Sie noch im Schuppen herumliegen haben. Bei scrapmonster wird im großen Stil mit dem wertvollen Resourcen gehandelt. Sowohl wer Schrott loswerden will und für den er eher eine Belastung denn ein Segen ist, als auch diejenigen, die ihn verwerten und noch Profit daraus schlagen können, finden auf dieser Seite eine Handelsplattform und das weltweit.
Potential: So weit - so gut! Hehre Absichten und eine gute Idee stehen hier auf der einen Seite - Realitätssinn und eine gute Umsetzung leider auf der anderen. So ist es den Gründern nicht wirklich bewusst, dass, wenn der Dienst weltweit funktionieren soll, er auch weltweit beworben werden muss. Nun gut, das Thema Schrott ist ein Nischenthema und deshalb günstig per Suchmaschinen-Marketing zu handhaben, doch ganz ohne Werbemittel geht es auch hier nicht. Weiterhin krankt die Seite auch ein wenig an ihrer Aufmachung. Gut - scrapmonster ist ein ulkiger Name, doch hätte man hier nicht zu Gunsten einer Alternative verzichten sollen, die ein wenig selbsterklärender und seriöser ist? So lässt es den werten deutschen Schrotthändler sicherlich ein wenig im Argen, ob es sich hier um eine Witz-Seite oder eine ernstzunehmende Handelsplattform handelt. Auf jeden Fall zeigt uns die Seite, die Möglichkeiten auf, die grünes B2B im Netz zu bieten hat.

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