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05.02.10Kommentieren

Start-ups international

Andere Länder - Andere Start-ups

Wegen angeschlagener Gesundheit des Redakteurs müssen Sie heute leider mit einer Sparversion von Start-ups international Vorlieb nehmen. Doch nichts desto trotz werden zwei Projekte vorgestellt, die jedes für sich ein neues Marktpotential und eine neue Herangehensweise offerieren, von denen besonders der heimische Gründer lernen kann. Heute dabei: Zwei Web-Projekte aus den USA, eines zeigt uns wie Online-Journalismus im neuen Jahrzehnt funktionieren kann, ein anderes zeigt neues Spenden-Potential im Charity-Sektor auf.

Der Content-Inkubator

seed.com - Das AOL kein Start-up ist, dürfte wohl allseits bekannt sein, doch seed.com, der neue Service, den das Mediennetzwerk seit neuestem anbietet, etabliert ein Web-2.0-Konzept, das auch für hiesige Gründer, Verlage und Journalisten hochgradig von Interesse sein dürfte. Über seed.com wickelt AOL demnächst nämlich einen Teil des Content-Inputs für sein Medien-Netzwerk ab. seed.com dient hierbei als Zwischending aus Job- und Auftrags-Börse, Recruiting-Center und Content-Staubsauger. Anstatt ein festes Arsenal an Schreibern anzustellen, schreibt AOL auf seed.com mögliche Themen für Artikel, Fotos und Video-Filme aus - freiberufliche Autoren und Fotografen nehmen diese Aufräge dann an und schicken ihre Arbeit zur Qualitätskontrolle. Hier wird geschaut, ob die Inhalte den Standards und Regeln des Netzwerks entsprechen - sollte dies der Fall sein, wird die Arbeit in der Höhe der vorher festgelegten Gage vergütet.
Potential: AOL zeigt uns wie Web-Journalismus im neuen Jahrzehnt aussehen wird. Die festen Redaktionen legen nur noch die Themen fest und sorgen für das Lektorat. Die tatsächliche Recherche- und Schreibarbeit erledigt dann ein loses Netz von freiberuflichen Schreibern. Diese Modell hat viele Vorteile: Redakteure müssen sich nicht mehr so intensiv in ein Thema einarbeiten, denn es schreibt derjenige über das Sujet, der sich bereits damit auskennt. Weiterhin muss keine Bildrecherche mehr vorgenommen werden, da sich das Thema seine Fotografien quasi selbst sucht. Lohnabrechnung und Auftragsvergabe finden automatisiert und somit kostensparend statt.
Dieses Modell kann zwar keinen Qualitätsjournalismus ersetzen, sorgt aber dafür dass aktuelle Lifestyle- und Special-Interest-Themen sehr gut, schnell und kostensparend abgedeckt werden können. Ein Modell, was in nicht allzu langer Zeit sicherlich auch bei Verlagsnetzwerken wie der Holtzbrinck- oder Dumont-Gruppe Einzug halten wird. Doch auch freie Modelle, wie etwa eine verlagsunabhängige Content-Börse sind hier als Geschäftsmodell denkbar, Ran an den Speck, liebe Gründer!

Mit gutem Gewissen Geld ausgeben

indierelief.com - Im Zuge des Erdbebens in Haiti und dem vermehrten Spendenbedarf hat sich mit dem Projekt IndieRelief eine neue Art des Spendens etabliert, die dem Thema Charity ganz neue Potentiale aufzeigt. Auf IndieRelief.com spendeten Software-Unternehmen Lizenzen für Ihre Produkte. Diese konnten nun gekauft werden und die Erlöse kamen einem Hilfsfonds für die Erdbebenopfer zu Gute. Der neue Ansatz ist offensichtlich: Man bietet eine Online-Plattform, die es ermöglicht aus Sachspenden, die nicht im Zusammenhang mit der Problematik stehen, Geldspenden zu generieren.
Potential: Dieses Modell ist vorbildlich, weil es den Beteiligten einen viel größeren Vorteil verschafft, als eine bloße Geldspende. Erstens ist für Unternehmen die Sach-Spende weniger kostenintensiv als eine monetäre Leistung, da sie zum Herstellungspreis abgegeben wird. Obendrein kommen potentielle Neukunden nun in Kontakt mit dem jeweiligen Produkt. Für die Käufer von Sachspenden wiegt der Vorteil des sozialen Konsums positiv. Für den Spendenfonds ergibt sich eine vollkommen neue Quelle für Spendengelder, da die Hemmschwelle zu spenden durch die Gabe von Sachleistungen gesenkt wird.

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