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18.06.14Kommentieren

Interview mit David C. Son, DALASON GmbH - WIRECLOUD

„Alleine in Deutschland entsteht jedes Jahr ein Schaden von 4,2 Mrd. Euro durch Wirtschaftsspionage“

Sicherheit ist momentan ein großes Thema – gerade auch für den Mittelstand. David C. Son, Gründer von DALASON, möchte bis Ende 2015 in Deutschland einen Standard für sichere Telefonanlagen etablieren. WIRECLOUD heißt seine Lösung, die kürzlich beim Kölner Rheinland-Pitch die Jury überzeugte. Im Interview erfahren Sie, was dahinter steckt.

Das WIRECLOUD-Team hat beim 13. Kölner Rheinland-Pitch überzeugt

förderland: Hallo David, stell Dich und Dein Team doch mal kurz vor ... Ihr seid ja schon länger aktiv und habt verschiedene Produkte am Markt.

Son: Wir sind ein Team aus drei Gründern mit unterschiedlichen Hintergründen und ergänzen uns bei der Arbeit hervorragend. Ursprünglich kommt die DALASON aus der Entwicklung und Systemadministration. In der Vergangenheit haben wir unzählige Internetseiten entwickelt und mindestens genauso viele Telefonanlagen auf Asterisk-Basis bei Kunden installiert. Seit einer Weile haben wir die B2C Produkte DCalling und die App FlatrateBooster am Markt. Diese sind bisher komplett bootstrapped. Virtuelle Telefonanlagen-Kunden haben wir auch schon seit vielen Jahren betreut. Im Moment finanzieren wir uns komplett von den Produkten.

Euer neuestes Produkt nennt sich WIRECLOUD und Ihr habt kürzlich beim 13. Kölner Rheinland-Pitch den ersten Platz belegt. Was ist die WIRECLOUD? Wie habt Ihr die Jury überzeugt?

Son: Die WIRECLOUD ist eine SaaS-Telefonanlage aus der Cloud für KMUs. Die WIRECLOUD ist einfach und sicher. Sie ist einfach, da die Konfiguration der Telefonanlage visuell über Drag&Drop gesteuert werden kann und die Endgeräte sich automatisch konfigurieren. Die Telefonanlage ist auch sicher, weil wir eine End-to-end-Verschlüsselung der Gespräche zwischen den Teilnehmern anbieten, so dass auch kein anderer mithören kann. Wir haben die Jury mit dem Produkt überzeugt. Es trifft den Nerv der Zeit, weil Abhörsicherheit heute mehr gefragt ist als früher, und weil der gesamte Telefonanlagen-Markt einem Transformationsprozess unterliegt. Verstaubte Telefonanlage im Keller der Unternehmen gehören der Vergangenheit an. Laut einer Umfrage planen 40 Prozent der Unternehmen einen Umstieg auf eine Cloud-Lösung in den nächsten 3 Jahren.

Für welche Zielgruppe habt Ihr WIRECLOUD entwickelt und welches Problem löst ihr?

Son: Als Zielgruppen haben wir im ersten Schritt die KMUs in Deutschland. Das Problem ist, dass heutige Telefonanlagen nicht sicher sind oder aber sehr aufwendig zu betreiben. Alleine in Deutschland entsteht jedes Jahr ein Schaden von 4,2 Mrd. Euro durch Wirtschaftsspionage. Große Konzerne haben sichere Telefonanlagen und Sicherheitsbestimmungen, die mit großem Aufwand betrieben werden. Doch KMUs können es sich nicht leisten, eigene sichere Telefonanlagen zu betreiben. Wir bieten mit der WIRECLOUD eine sichere und einfach zu nutzende Telefonanlage aus der Cloud.

Wie schaut es mit der Finanzierung aus? Ihr habt ja schließlich nicht ohne Grund beim Rheinland-Pitch mitgemacht ...

Son: Wir haben bisher Bootstrapping betrieben und könnten auch WIRECLOUD selber langsam vermarkten und groß machen. Doch möchten wir WIRECLOUD als Standard für sichere Telefonanlagen etablieren und den Vorteil als First-Mover nutzen. Deshalb suchen wir im Moment eine Finanzierung für Marketing und Vertrieb, um schnell zu wachsen und einen Standard zu setzten.

Welche Erfahrungen habt Ihr bisher bei der Investorensuche gemacht? Könnt Ihr jungen Gründern konkrete Tipps mit auf den Weg geben?

Son: Wir haben schon viele Gespräche geführt und uns auch bewusst gegen einige Investoren entschieden. Wir suchen nicht nur einfach Geld. Wir suchen Smart-Money. Der Investor sollte uns auch mit Kontakten helfen können, er sollte als Sparringspartner zur Seite stehen oder auch Vertriebskanäle öffnen können. Deshalb kann es auch jetzt schon ein strategischer Investor sein. Jedem Gründer empfehlen wir, ganz genau zu schauen, was er selbst braucht und dann die Investoren zu suchen, die dann auch passen. Persönliche Kontakte sind dabei oft wichtiger als vieles andere.

Angenommen Ihr seid Erfolgreich bei der Kapitalsuche. Wie geht’s dann weiter? Was sind die nächsten Meilensteine?

Son: Wir werden ein Salesteam aufbauen und verschiedene Marketing-Kanäle testen. Ganz nach dem Lean-Konzept testen wir zuerst verschiedene Kanäle, bevor wir dann richtig los legen. Die Entwicklung des Produkts läuft natürlich unabhängig weiter. Ziel ist es, bis Ende 2015 in Deutschland einen Standard für sichere Telefonanlagen zu etablieren und ab 2016 die Internationalisierung in Angriff zu nehmen.

Off-Topic: Spielt die Fußball-WM bei Euch im Büro eine Rolle? Wer wird Weltmeister?

Son: Selbstverständlich, zum Glück beeinflusst das nicht so stark unsere Arbeitszeit. Mein Tipp: Deutschland!

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