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24.02.14

Existenzsicherung

Alarmanlagen sichern Firmengebäude

Ein Einbruch bedeutet für Unternehmen, dass wichtige Unterlagen und Produktionsgüter geklaut worden sind. Dies bedeutet einen Kapitalverlust, der in einigen Fällen nicht gering ausfällt. Nach dem Einbruch installieren die Firmen meist eine Alarmanlage - dies sollte aber schon vor dem Einbruch als Präventionsmaßnahme geschehen. Immerhin verzeichnet die Polizei jedes Jahr rund 150.000 Einbruchdiebstähle in Gewerbeobjekten, Büros von Selbstständigen und Praxen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es einen selbst trifft, ist daher gar nicht so gering. Aus diesem Grund lohnt es sich, vorzusorgen.

Abbildung 1: Fenster und Türen im Erdgeschoss sind Schwachpunkte, die gegen Einbrecher verstärkt werden müssen

Schwachpunkte des Gebäudes stärken

Fenster und Türen gehören zu den Schwachpunkten an Gebäuden, weiß der Präventionsexperte Marco Liechti im Interview mit Blickpunkt KMU . Viele der Diebe gelangen durch gitterlose Kellerfenster oder Fenster ohne sichernde Beschläge im Erdgeschoss in die Gebäude. Liechti empfiehlt aber nicht nur die Sicherheitsbeschläge an den Fenstern, sondern auch Verbundglas zu benutzen. Dieses kann zwar zerstört werden, durch die Folie zwischen den einzelnen Schichten entstehen aber keine Löcher; ein Einsteigen ist daher nicht möglich. Diese Schwachstelle ist dadurch gestärkt, hier kommen Einbrecher nicht mehr mit den gewöhnlichen Mitteln weiter. Die Türen bieten aber nach wie vor einen Schwachpunkt des Gebäudes - Sicherheitsschlösser können hier etwas nutzen, sowie ein Material, das sich nur sehr schwer zerstören lässt. Am besten ist in diesem Fall zudem ein Sicherheitssystem, beispielsweise eine Türöffnung mittels spezieller Sicherheitskarte. Der Mitarbeiter hält diese vor ein Lesegerät, der Mechanismus erkennt sie und öffnet die Tür. Wenn diese Türen zudem an eine Alarmanlage angeschlossen sind, haben es Einbrecher noch schwerer.

Möglichkeiten der Alarmanlagen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Gebäude  mittels einer Alarmanlage abzusichern. Zu den am einfachsten nachträglich zu installierenden Geräten gehören die Videokameras: Diese werden so installiert, dass es im Außenbereich und in den Räumen möglichst keine toten Winkel gibt. Die Kameras liefern auch bei schlechten Lichtverhältnissen ein recht gutes Bild und versehen dies zudem mit Datums- und Zeitangabe. Allerdings sind diese Kameras unnütz, wenn die Einbrecher sie entdecken und zerstören. Deswegen ist es wichtig, dass zu den Kameras ein Überwachungssystem gewählt wird, welches entweder einen Alarm auslöst oder eine Sicherheitsstelle wie die Polizei alarmiert oder beides. Automatisches Flutlicht bei Auslösen des Alarms sowie eine laute Sirene sorgen oft schon für eine Abschreckung, sodass die Einbrecher von ihrem Diebstahlversuch ablassen und lieber flüchten. Es kann aber trotzdem sein, dass sie die Anlage austricksen und in das Gebäude gelangen. In diesem Fall ist es ratsam, wenn die wertvollen  Unternehmensgegenstände und Dokumente extra gesichert sind, beispielsweise durch einen Tresor.

 

Abbildung 2. Videokameras sind eine gute Möglichkeit, um Räume und Außenbereiche zu überwachen

Installation der Anlagen

Am einfachsten ist eine Alarmanlage in einen Neubau zu installieren. Wenn das Gebäude noch im Bau ist, können die Leitungen sehr gut verlegt und die Melder an den entsprechenden Orten angebracht werden. In vielen Fällen übernehmen Firmen aber bereits bestehende Gebäude oder nur einen Bürokomplex in diesem. Die Installation einer Alarmanlage ist so nicht ohne weiteres möglich, wenn diese drahtgebunden sein soll. Eine solche hat zwar den Vorteil, dass keine Wartung der Batterien notwendig ist, aber die fixen Leitungen, über die die Stromversorgung läuft, sind nur schwer nachträglich in die Wände zu verlegen. Dies sollte nur bei einer anstehenden Renovierung überlegt werden. Zudem ist die Installation solcher Anlagen teuer. Eine günstigere und einfacher zu installierende Variante ist die Funkalarmanlage. Die Melder bei dieser laufen über Batteriebetrieb und sind mittels Funk miteinander verbunden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Variante zu realisieren - beispielsweise mit oder ohne Videokameras sowie mobiler Steuerung. Diese Steuerung ist auch über Smartphone und Tablet abzurufen. Weitere Informationen dazu sind zum Beispiel hier zu finden . Viele Firmen mögen diese Flexibilität, da sie so auch von unterwegs überprüfen können, ob im Gebäude alles in Ordnung ist.

Sichere Gebäude durch Alarmsysteme

Wenn die Schwachpunkte, wie Fenster und Türen, gestärkt sind und das passende Alarmsystem ausgewählt wurde, ist das Firmengebäude sehr gut geschützt. Einbrecher werden durch die Sicherungen abgeschreckt, wie auch immer wieder in den Medien berichtet wird. Beispielsweise in der Badischen Zeitung, die von einem abgebrochenen Einbruch durch die Anlage berichtete. Die Installation lohnt also und durch den fehlenden Einbruch und die daraus entstehenden Kapitaleinbußen rentiert sich die Anlage - spätestens nach einem versuchten und missglückten Einbruch. Trotzdem sollten Firmen aber nicht darauf verzichten, ihre wichtigen Dokumente noch zusätzlich in einem Tresor zu sichern, oder in den Räumen extra Bewegungs-, Ultraschall- oder Mikrowellenmelder zu installieren, falls die Einbrecher bis dahin vordringen.

Eine Checkliste zum Thema Unternehmenssicherheit bieten wir auf management-praxis.de.

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