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17.09.10Kommentieren

Start-ups international

3 vorbildliche Start-up-Konzepte aus den USA und UK

Heute ist Freitag. Das heißt: Wir werfen einen Blick um die Welt, um uns bei denen Inspiration zu holen, die es besonders gut gemacht haben. Deshalb zeigt uns Trexa wie man einen cleveren Ansatz für ein Geschäftskonzept liefert. Dynamics demonstriert uns, dass die besten Ideen manchmal die offensichtlichsten sind und Gocycle liefert ein besonders integrales Geschäftsmodell ab. Viel Vergnügen!

Trexa.comTrexa.com

Lego für Autobauer

Trexa.com - Immer, wenn man denkt, dass man nichts neues mehr auf der Start-up-Welt sehen wird, wird man eines Besseren belehrt. Die heutige Lektion erteilt uns Trexa, ein Automobil-/Technikhersteller mit einem Konzept, das originell und stark ist, so wie es förderland-Redakteuren gefällt. Der neue Ansatz dieses Start-ups beruht auf einer Übertragung eines Software-Geschäftsmodells auf ein Offline-Technik-Konzept. Trexa hat nämlich ein Fahrzeug, beziehungsweise ein Chassis entwickelt, auf das andere Entwickler aufbauen können. Es handelt sich hierbei um ein voll funktionsfähiges Elektroauto-Fahrgestell mitsamt Antrieb, Lenkung und Batterieversorgung. An einigen wichtigen Stellen sind Schnittstellen für Karosseriebefestigungen, Steuerungselektronik und Fahrzeugelektrik untergebracht. Will nun ein kleines Unternehmen ein Elektroauto gestalten, so kann es ein Trexa-Chassis erstehen und einfach alles andere obendrauf bauen. Ob das Vorbild etwa Facebook war, das seine Schnittstellen für App-Programmierer geöffnet hat, ist nicht herauszubekommen. Aber auch das Trexa-Chassis lädt zum munteren Offline-App entwickeln ein.
Potential: Trexa hat ein Geschäftsmodell geschaffen, das unserer Zeit nicht nur gerecht wird, sondern ihr auch ein wenig voraus ist. Klar gab es auch schon in der Vergangenheit derartige Konzepte, doch nie so explizit angedacht. Trexa hat zudem ein Produkt geschaffen, das sich sehen lassen kann: Eine Fahrzeug-Plattform, die so manchen großen Hersteller mit seinen Elektroautos blass aussehen lässt. Zudem bietet das Chassis genug Flexibilität sowohl in der Länge, der Höhe und bei der Bestückung mit Akkus, so das gleich mehrere Fahrzeugtypen auf Basis des Trexa möglich werden. Zudem schafft das Unternehmen mit seiner Entwicklung einen ganz neuen Markt: Den der Elektroauto-Klein-Entwickler. Großes Kino und eine Denkvorlage für jeden Start-upper!

Gute Karten beim Gründen

dynamiccreditcard.com - Zugegeben, die Website des Unternehmens gibt nicht viel her. Muss sie auch nicht, denn erstens handelt es sich hier um ein Offline-Technologie-Start-up mit konkurrenzlosem Angebot und zweitens war das Team bis vor kurzem noch im Stealth-Mode. Doch warum diese Heimlichtuerei? - Grund ist die einzigartige und wie es bei so vielen Dingen ist, überfällige Weiterentwicklung einer 40 Jahre alten Technologie: der Kreditkarte. Wie wir alle wissen, sitzt die Kerninformation auf einem Magnetstreifen auf dem Rücken der Karte. Und dort bleibt sie auch, bis die Karte kaputtgeht. Damit war das Team um den Entwickler Jeff Mullen nicht einverstanden, so erdachten sie eine Karte, die man nicht nur neu programmieren kann, sondern die auch ein solches Eigenleben hat, dass sie autonome Funktionen aufweist. So kann die Sicherheit signifikant gesteigert werden, die Karte kann mit anderen Geräten interagieren, sie kann Zugriff auf mehrere Konten herstellen - mit nur einem Knopfdruck. A propos Knopfdruck: Die Dynamics-Karte ist mit einer 3-Jahre haltbaren Batterie und einer drucksensiblen Benutzeroberfläche ausgestattet. Doch das beste ist: Sie kann von konventionellen Magnetstreifenlesern gelesen werden.
Potential: Trotz des deutlich höheren Preises wird die Karte wahrscheinlich ein Hit werden: Zu stark überwiegen die Vorteile. Noch dazu könnte eine solche Karte bald als Allzweckgerät verschiedene andere Technik manipulieren. Sie ist nicht mehr nur auf den einen Zweck festgelegt. Doch was für uns vor allem interessant ist, ist die Denkart hinter dem Konzept. Das Hinterfragen selbst alltäglicher Technik und die Suche nach einer zeitgemäßen Lösung sind beeindruckend. Als kleine Übung deshalb: Betrachten Sie heute einmal kritisch einen für Sie alltäglichen Gegenstand: Ihr Portemonnaie, Ihre Brille, Ihren Schlüsselbund ... und fragen Sie sich, was man wohl alles heutzutage technisch verbessern könnte. Viel Spaß!

Angestellter goes mobile

gocycle.com - Elektrofahrräder, die auch Pedelecs genannt werden sind heutzutage keine Innovation mehr, sie werden langsam Alltag. Dennoch möchten wir uns heute ein Unternehmen aus Großbritannien anschauen. Nicht wegen des Produkts, sondern wegen des Geschäftskonzeptes. Zu allererst: Das Gocycle ist ein kleines Klapprad mit Elektroantrieb. Allerdings ist die Tretmechanik geschickt unter einer Überblendung versteckt, so dass die Anzughose nicht schmutzig wird. Das Fahrrad hat einen modernen Apple-Look, ist platzsparend und ermöglicht seinem Benutzer lange Strecken ohne Ermüdung zurückzulegen. Doch nun zur eigentlichen Innovation. Gocycle ermutigt seine Kunden in spe, den Arbeitgeber zu einem Kauf der Gocyles zu überreden. Hierbei führen die Gründer Steuereinsparungen und die Transportkosten fürs Pendeln als Argumente ins Feld. Dabei wird folgendermaßen verfahren: Der Arbeitgeber least das Rad und der Arbeitnehmer nutzt es gegen eine geringe Gebühr, die er an den Arbeitgeber abtritt. Der Vertrag gilt für ein Jahr. Danach gehört das Fahrrad dem Arbeitgeber, der aber ermutigt wird, das Fahrrad dem Benutzer zu einem angemessenen Preis zu überlassen.
Potential: Auch hierzulande gibt es einiges an Potential für grüne Steuereinsparungen. Zwar macht die Pendlerpauschale das Angebot der britischen Firma in Deutschland nicht unbedingt interessanter, dennoch animiert dieses Beispiel zum Nachdenken über innovative Vertriebskonzepte. Oder wie es Gocycle vormacht: Beim Durchdenken des gesamten Geschäftskonzepts vom Produktdesign bis zu Website. Gocycle hat ein Paradebeispiel eines gelungenen Businessplans abgeliefert, bei dem von vorn bis hinten ein klare Linie und ein schlüssiges Konzept zu erkennen ist. Nachmachen!

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