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08.10.10

Start-ups international

3 interessante Start-ups aus Frankreich, Finnland und den USA

In der heutigen Ausgabe von Start-ups international erwartet uns eine internationale Mischung von Start-ups, die unsere Aufmerksamkeit verdient haben. Heute dabei: Ein finnisches Start-up will Bloggern einen zusätzlichen Werbegroschen bescheren. Ein amerikanisches Unternehmen bringt Leben in die virtuelle Start-up-Bude und ein französisches Projekt zeigt, was man alles mit facebook-Daten anstellen kann. Viel Vergnügen!

Das virtuelle Büro

Sococo.com - Co-Working-Spaces sind ein ganz heißes Thema: Miete einen Schreibtisch für einen Tag, eine Woche oder ein Jahr in nettem unverbindlichem Ambiente. Das geht allerdings nicht nur analog – nein auch der digitale Raum verlangt nach einem Instrument zur legeren, aber strukturierten  Zusammenarbeit. Ein Start-up aus den Staaten hat hierzu einen interessanten Beitrag geliefert. Auf sococo nämlich kann sich ein Gründerteam ein virtuelles Büro einrichten, mit mehreren Räumen, in denen sich die Team-Mitglieder aufhalten können. "Warum sollte man sich denn in einem virtuellen Raum aufhalten?", fragen da manche. Ganz einfach – Indem man sich (Oder besser sein Icon) in einen bestimmten Raum bewegt, kann man sich mit den Leuten, die sich dort befinden, per Headset unterhalten. Man kann den Bildschirm der anderen sehen, wenn diese ihn freigegeben haben, Dateien austauschen oder andere Kooperations-Tools nutzen. Vielleicht gibt es diese Features auch alle schon bei anderen Software-Lösungen, aber bei sococo hat man definitiv das Gefühl, dass man mit Menschen zusammenarbeitet.
Potential: Kooperationswerkzeuge gibt es mittlerweile zuhauf im Web – doch bei den meisten hat man das Gefühl, dass man sich erst einmal tief in den Workflow der Programme einarbeiten muss. Sococo funktioniert dahingehend etwas unkomplizierter, da man intuitiv mit den Optionen vertraut ist. Zwar sehen die kleinen Köpfchen und das Bürogebäude noch nicht sonderlich professionell aus, doch auch auf diesem simplen Niveau, lernt man schnell, sich mit seiner Persona zu identifizeren und das virtuelle Büro zu nutzen. Noch einige Tools mehr wären interessant oder eine Integrierung in ein größeres Toolset wie die Google Apps, so dass lästiges Umschalten entfällt.

Daumen hoch

Tumbup.com – Dieses französische Start-up zeigt einmal mehr, dass Franzosen schlecht englisch können, aber auch, und das ist viel wichtiger, was man mit dem Material aus dem Netz alles machen kann. Tumbup ist im Grunde eine Suchmaschine mit Social-Einflüssen. Hört sich vielleicht kompliziert an – ist aber ganz einfach: Man sucht nach einer Veranstaltung, einem Unternehmen oder nach sonst irgend etwas und Tumbup spuckt die Ergebnisse aus und teilt einem ebenfalls mit, welche seiner Freunde dieses Suchergebnis gut finden. Und nicht nur die Freunde werden angezeigt, sondern auch alle, die für das Ergebnis den Facebook "Like"-Button gedrückt haben. So erfährt man, ob eine Party gut besucht sein wird oder ob die Traumfrau auch mitfeiert. Tumbup spuckt übrigens automatisch Ergebnisse aus, die dem Standort des Benutzers entsprechen.
Potential: Tumbup ist innovativ, weil es die Social-Bookmarking-Schiene umkehrt. Menschen werden nicht allein auf ein Sache aufmerksam, weil ihr Facebook-Kumpel etwas gut findet, sondern indem sie aktiv danach suchen, wieviele und welche Leute eine Sache favorisieren. Außerdem werden immer mehrere Ergebnisse zu dem Stichwort ausgespuckt, so dass der User entscheiden kann, welches ihm mehr plaisiert. Tumbup ist übrigens gerade erst gestartet mit allen Kinderkrankheiten eines Start-ups. Noch dazu ist es bei deutschen Suchergebnissen ein wenig überfordert, also nicht enttäuscht sein.

Guten Tag!

Thinglink.com – Dieses skandinavische Projekt bietet einen kleinen Dienst an, der Anbietern von Web-Content ein wenig mehr Einnahmen bescheren soll. Die Grundannahme des Konzeptes ist, dass Menschen nun einmal sehr gerne Bilder anschauen und auch gerne auf welche draufdrücken. So entwickelten die einfallsreichen Finnen eine Software-as-a-Service-Lösung, mit deren Hilfe man nun die Bilder seiner Website taggen kann. Drückt ein User auf den Tag-Link, so kommt er beispielsweise bei einem Werbepartner heraus. So verdient der Publisher mehr Geld an seinen Inhalten.
Potential: Die Finnen scheinen einige Leute von ihrem Konzept überzeugt zu haben, denn immerhin konnten sie 1 Million Dollar Investmentkapital einstreichen. Mit dem Geld soll dann ein eigenes Werbenetzwerk passend zum Fototagging-Feature aufgebaut werden. So schnell kann's gehen, wenn man eine einfache Idee zum Erfolg führen will.

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