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30.04.14

Förderung

2,8 Milliarden EU-Förderung für Start-ups: Bewerbungsphase läuft

Das neue EU-Rahmenprogramm „Horizont 2020“ fördert Forschung und Innovation. Und dabei geht es um stattliche Summen: Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen können zwischen 50.000 und 2,5 Millionen aus dem 2,8 Milliarden großen Topf beantragen. Bewerbungsschluss für die erste Runde ist der 18. Juni 2014. Workshops des European Young Innovators Forums in Hamburg, Berlin und München erklären, wie der Antrag gelingt.

EYIF-Präsident Kumardev Chatterjee

Horizont 2020 ist Kernbestandteil der Strategie Europa 2020 und wird von der EU von 2014 bis 2020 mit einem Budget von insgesamt 80 Milliarden Euro ausgestattet. Rund drei Milliarden Euro werden dabei für die Unterstützung von innovativen Start-ups und kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) bereitgestellt. Aus diesem Topf soll in den nächsten zwei Jahren bereits eine halbe Milliarde Euro ausgeschüttet werden. Wer seine Chancen auf die EU-Förderungen erhöhen möchte, kann an einem der drei Workshops des European Young Innovators Forums (EYIF) teilnehmen.

Als unabhängiger und gemeinnütziger Verein zur Förderung junger Innovatoren unterstützt das EYIF deutsche Start-ups und KMUs im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) bei der Antragsstellung. EYIF-Präsident Kumardev Chatterjee, der als unabhängiger Experte der Europäischen Kommission Horizont 2020 mitgestaltet hat, leitet die Workshops in München (13. Mai), Hamburg (14. Mai) und Berlin (15. Mai).

Volle Förderung, null Risiko

Das Besondere an Horizont 2020: Anders als andere Förderprogramme ist die Ausschüttung aus den EU-fonds nicht an vorhandenes Eigenkapital oder zukünftige Einnahmen geknüpft. Dadurch können auch Marktstudien, Risikobewertung, ein Markteintritt oder die Entwicklung eines Prototyps gefördert werden. "Horizont 2020 hat das Potenzial, für massive und bis dato beispiellose Vorteile in der europäischen Startup-Szene zu sorgen. Das Programm kann mehrere Tausend Ideen finanzieren und Unternehmen bei ihrer Entwicklung, der Markt-Einführung eines Produkts oder in ihrem weiteren Wachstum unterstützen", so Chatterjee.

Da keine Sicherheiten seitens des Unternehmens erforderlich sind, muss im Falle eines Scheiterns kein Kapital an die EU zurückgezahlt werden. Darüber hinaus müssen die geförderten Unternehmer auch keine Anteile an ihrer Gesellschaft abtreten und für die aus dem Fonds bereit gestellten Mittel fallen auch keine Zinsen an.

Großer Andrang bleibt bislang aus

"Trotz dieser im Vergleich zum herkömmlichen Venture-Kapital attraktiven Finanzierungsoption ist das Echo in der Gründerszene selbst bislang verhalten", sagt Chatterjee. Eine daraufhin durchgeführte EYIF-Umfrage hat ergeben, dass viele Gründer nicht wissen, was genau gefördert wird, wie die Förderung strukturiert ist und an wen sie sich mit ihrem Antrag wenden können. Aktuell sei jedoch das größte Problem die Antragstellung selbst. "Es kommt vor, dass Unternehmer gar nicht wissen, dass es dieses EU-Programm gibt und sie die Förderbedingungen erfüllen", erklärt Chatterjee.

Um diese Hindernisse aus dem Weg zu räumen, wird in den EYIF-Workshops erläutert, was die EU-Förderung für Startups und KMU bedeutet, wie Antragsstellung und Förderung funktionieren und welche Voraussetzungen Unternehmen dafür erfüllen müssen. "Als non-profit Organisation haben wir uns auf die Fahne geschrieben, möglichst vielen europäischen Unternehmern bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee unter die Arme zu greifen. Die Europäische Kommission hat mit dieser Richtlinie einen großen Schritt für die Finanzierung von IKT-Unternehmen gemacht - was noch fehlt ist die Vernetzung mit der europäischen Startup-Community. Diese Lücke schließen wir mit unseren Workshops."
Workshops

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