Franchise....richtige Vorstellung....

Franchise....richtige Vorstellung....

Beitragvon Neogenesis27 am 11.11.2011, 09:03

Nichtrückzahlbare Zuschüsse - Bis zu 30.000-40.000 Euro vom Staat für Gründer.

Guten morgen

im moment bin ich angestellter eines großen Unternehmens im Einzelhandel also man könnte sagen ich kenne mich mit dem Umgang mit Menschen besonders gut aus.

Mein Ziel ist es jedoch mich irgendwann Selbständig zu machen um meine eigenen Ideen in "mein" Unternehmen mit einfließen zu lassen.

Die Frage ist nun ob ich mir Franchise nicht etwas zu "blumig" vorstelle.

Nehmen wir mal an ich werde Franchisenehmer. Ist es realistisch sich 2-3 Jahre richtig reinzuknien, mit an forderster Front zu stehen und danach die Beine hochzulegen in dem man den Laden von zuhause aus managed ?

Wie muss ich mir den Alltag eines Franchise Unternehmers vorstellen ?
Was muss er alles können bzw welche Aufgaben kommen täglich auf ihn zu ?

Leider finde ich im Internet nirgendswo eine Franchise Forum das sich speziell mit Erfahrungsaustausch von Franchisegebern auseinandersetz.
Neogenesis27
 
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Re: Franchise....richtige Vorstellung....

Beitragvon MajstorWien am 12.11.2011, 12:46

Nehmen wir mal an ich werde Franchisenehmer. Ist es realistisch sich 2-3 Jahre richtig reinzuknien, mit an forderster Front zu stehen und danach die Beine hochzulegen in dem man den Laden von zuhause aus managed ?


Wer denkt, ein physisches Unternehmen von zu Hause optimal und erfolgreich leiten zu können, wird schnell eines besseren belehrt werden. Als Geschäftsinhaber, gerade bei Franchiseunternehmen, sollte man immer auch eine Vorbildfunktion für die Angestellten sein.

Vorteile bei Franchise:

Bekanntheitsgrad meistens gegeben,
kompletes Marketing wird vom Franchisegeber geführt,
Produkte, Firmenstruktur usw. auch alles vorhanden...

Nachteile für Franchisenehmer:

Keine eigenen Ideen miteinfließsbar,
oftmals gar kein Spielraum für Veränderungen in Führungs-Struktur und Marketing, Produktangebot usw.
Somit trotzdem ein Angestellter als Geschäftsinhaber im Franchisesystem.

Für ein Franchise-System, welches realistisch ein gutes Einkommen bieten kann und langfristig bestehen kann, muss man ab ca. 70-80.000 Euro aufwärts rechnen.

Standortwahl, eigener Führungsstill der Angestellten und Einsatz mit mindestens einer 50-60Std. Woche entscheiden ob man langfristig besteht oder nicht.

Im Franchsiesystem gibt es dann noch verschiedene Arten mit Lizenzgebühren, abhämgig vom jeweiligen Franchisegeber.

Also, mit 2-3 Jahren Vollgas und dann daheim im Bett liegen und Homeoffice betreiben wirds nichts beim Franchisesystem.
MajstorWien
 
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Re: Franchise....richtige Vorstellung....

Beitragvon garbs am 12.11.2011, 17:05

Neogenesis27 hat geschrieben:...Mein Ziel ist es jedoch mich irgendwann Selbständig zu machen um meine eigenen Ideen in "mein" Unternehmen mit einfließen zu lassen....


Dann kann ich dir von Franchising abraten, denn als FN (Franchisenehmer) setzt du i.d.R. die Ziele der Systemzentrale um. Stelle dir nur mal vor, die FN von McDonalds würden ihrer Kreativität freien Lauf lassen.... :mrgreen:

Nehmen wir mal an ich werde Franchisenehmer. Ist es realistisch sich 2-3 Jahre richtig reinzuknien, mit an forderster Front zu stehen und danach die Beine hochzulegen in dem man den Laden von zuhause aus managed ?


Dazu musst du nicht FN werden, das geht in jeder selbständigen Tätigkeit und ist nur eine Frage der Ausrichtung und Organisation. In der Regel ist die Tätigkeit eines Unternehmers meist die, etwas zu unternehmen und nicht nur zu managen. Und managen hat meines bescheidenen Wissens nach nichts mit Beine hochlegen zu tun, denn man ist ja Manager und eben halt nicht Beinehochleger.

...Wie muss ich mir den Alltag eines Franchise Unternehmers vorstellen ?
Was muss er alles können bzw welche Aufgaben kommen täglich auf ihn zu ?...


Vielleicht darf ich dir mal den Rat geben, dass du dich einfach mal mit verschiedenen Systemen auseinandersetzt. Franchising ist in der Regel eine Vertriebsform, mit der eine Geschäftsidee multipliziert wird und der FN eine "Fertigexistenz" erwirbt. Zur Bezahlung gibt es verschiedene Möglichkeiten, von der Einmalzahlung über die Pauschale bis hin zur prozentualen Beteiligung usw. ist die ganze Bandbreite eigentlich vorhanden.

Und ja, es gibt auch Systeme, die als Managementbetriebe geführt werden können. Sind aber i.d.R. sehr kapitalintensiv und eignen sich im Besonderen für erfahrene, langjährige Manager aus diesem Bereich.
garbs
 
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Re: Franchise....richtige Vorstellung....

Beitragvon Innovator am 13.11.2011, 00:33

Vor-und Nachteile eines Franchisesystems wurden ja schon sehr treffend erläutert.

Als FN solltest du dir auf jeden Fall bewusst sein, dass du hier nur beschränkt deine eigenen Ideen verwirklichen kannst. Bei einem Franchisekonzept gibt es viele Vorgaben, welche man als FN einhalten muss, sehr viel kreativer Spielraum bleibt da oft nicht.
Ob du das ganze nachdem du dich einige Jahre "hineingenkniet" hast, von zu Hause managen kannst, kommt sehr auf die Branche und die Mitarbeiter an. Stelle ich mir eher schwierig vor....
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Re: Franchise....richtige Vorstellung....

Beitragvon Franto am 14.11.2011, 11:08

Hallo Neogenesis27,
eine Selbstständigkeit im "kleinen Rahmen" - wozu auch die allermeisten Franchise-Gründungen zählen - ist immer auch mit persönlichem Engagement verbunden - Franchise hin oder her. In einer der vorhergehenden Antworten kommt das oft zu findende Vorurteil, mit Franchising sei man nicht wirklich selbstständig sondern eher Angestellter, vor. Das ist nicht richtig; als Franchise-Nehmer ist man selbstständiger Unternehmer (auch vor dem deutschen Gesetz). Man nutzt für seine Selbstständigkeit ein idealerweise erprobtes Geschäftskonzept gegen Gebühr. Mehr zu diesem Thema kann man z.B. auch hier nachlesen: http://www.franchise-treff.de/2011/07/i ... ststandig/
Mit der kreativen Gestaltung der Selbstständigkeit als Franchise-Nehmer ist es natürlich etwas schwierig. Die Vorgaben der Franchise-Systeme sind in aller Regel jedoch ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg. Nur so lässt sich ein Geschäft erfolgreich multiplizieren. Viele Franchise-Systeme bilden mittlerweile Franchisenehmer-Beiräte, um den Franchise-Partnern mehr Möglichkeiten zur Mitgestaltung zu verschaffen. Dies ist ein aktueller Trend, der sich mehr und mehr etabliert. Trotzdem gilt: Wer konsequent eigene Ideen umsetzen will, ist im Franchising wahrscheinlich nicht gut aufgehoben.
Viel Erfolg!
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Re: Franchise....richtige Vorstellung....

Beitragvon riedexco am 14.11.2011, 18:47

Ein großer Vorteil für Existenzgründer beim Franchise kann ein bekannter Name sein.
Damit kann man eventuell schneller am Markt akzeptiert werden. Gute Namen nehmen natürlich auch entsprechende Gebühren.
Wichtig ist es sich mit Franchisenehmern des selben Systems auszutauschen und sich seine Meinung zu bilden. Seriöse Systeme unterstützen das.


Freundlicher Gruss
RIEDEXCO - Wolfgang Riedel
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Re: Franchise....richtige Vorstellung....

Beitragvon nchundert am 16.11.2011, 14:15

Grüss dich,
also ich bin kein Experte darin. Aber habe Mal eine Reportage darüber gesehen und man sollte schon aufpassen was unterschrieben werden soll. Obendrein auch davon ausgehen, vielleicht schlechte Zeiten zu haben mit dem Geschäft und was in dieser Zeit dann vorfällt.

LG
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Re: Franchise....richtige Vorstellung....

Beitragvon uvis-beratung am 21.11.2011, 12:05

Hallochen Neogenesis, ...

Nun, zum Selbständig machen gehören neben Fachkompetenz, dem nötigen Kleingeld, einiges an Ausdauer, Zähigkeit und Biss mit dazu. Menschenkenntnis ist unabdingbar, aber das sollte für Dich kein Problem sein.

Sich Selbständig machen um Kapital und Arbeitskraft in das eigene Unternehmen zu implementieren ist einer der stärksten Motivationsfaktoren. Franchise sollte dann zum Tragen kommen, wenn man in einen Bereich einsteigen möchte, bei dem man sich mit Partnern einfach sicherer fühlt, - wenn man von den Stärken des Anderen mit profitieren kann und in einer Win-win-situation gemeinsam einfach mehr erreichen will.

Das Fachbuch "Franchise-Systeme - Gemeinsam erfolgreicher werden" - ISBN 978-3-938684-09-2 bietet sicherlich solche Hilfestellungen und Betrachtungsweisen aus Franchise-Nehmer- und Franchise-Gebersicht. Die Inhalte kannst Du Dir ja unverbindlich mal unter uvis-verlag.de/uv5100.htm anschauen.

Mit Sicherheit wirst Du nicht nach 2 - 3 Jahren Deine Füße hochlegen können, - das wirst Du ohne Franchise sicherlich auch nicht. Selbst bei Marktlücken wirst Du es nicht können, denn der Wettbewerb wird Dir im Nacken sitzen. Franchise-Systeme sind Vertriebssysteme, die sich durch den multiplen Charakter auszeichen und in Marktnischen, flächendeckend arbeiten wollen. Du wirst in dem System ein Partner werden (müssen).

Der Alltag eines Franchise-Nehmers unterscheidet sich nicht von dem eines anderen Unternehmers. Du wirst lediglich einen Partner haben, dem Du von Zeit zu Zeit berichtest oder dessen Dienste Du zur Systemverbesserung in Anspruch nehmen wirst. Die Aufgaben unterscheiden sich nicht von denen eines normalen Unternehmers und was die Aufgaben anbetrifft, drehe ich die Frage einfach herum, - hast Du Dir eigentlich Gedanken über die Einnahmen gemacht?

Viel Erfolg beim Lesen und den weiteren Recherchen
Jürgen Arnold - Autor - http://www.uvis.de
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