Weniger Unternehmensinsolvenzen - ein anhaltender Trend?

Weniger Unternehmensinsolvenzen - ein anhaltender Trend?

Beitragvon förderland am 06.09.2006, 12:22

Nichtrückzahlbare Zuschüsse - Bis zu 30.000-40.000 Euro vom Staat für Gründer.

Erfreuliche Nachrichten kommen derzeit vom Statistischen Bundesamt. Laut neuesten Veröffentlichungen sind die Unternehmensinsolvenzen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr erneut um 15 Prozent gesunken. Dieser Trend sei bereits 2005 zu beobachten gewesen.

Was muss getan werden, um diese Entwicklung fortzusetzen?
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Beitragvon Rehauge am 06.09.2006, 16:40

Weiter fördern und RICHTIG informiert werden.
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Gründungszuschuss ein Schritt in die richtige Richtung...

Beitragvon cx49 am 06.09.2006, 16:58

Hallo,

ich denke, die Zusammenlegung von Ich-AG und ÜG zum neuen Gründungszuschuss war schon ein Schritt in die richtige Richtung. Kürzere Förderdauer und weniger Geld klingt zuerst hart, aber weckt meiner Ansicht nach auch den notwendigen Unternehmergeist und das erforderliche Engagement, um das Unternehmen erfolgreich voran zu bringen. Echte Unternehmer sind gefragt, nicht Leute, die nur einfach nicht mehr arbeitslos sein wollen und sich deshalb - angesichts fehlender Alternativen - halt selbständig machen.

Nicht wenige Ich-AGs wurden meines Erachtens doch nur gegründet, um die dreijährigen :!: Leistungen einzuheimsen.

Viele Grüße,

cx49
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Ich AG !

Beitragvon homo habilis am 06.09.2006, 17:03

Hallo cx49,

Zitat

Nicht wenige Ich-AGs wurden meines Erachtens doch nur gegründet, um die dreijährigen Leistungen einzuheimsen.


Eigentlich wenig wahrscheinlich, da die ICH AG Betreiber ca. € 250,00 Krankenkassenbeiträge und zwischen € 80,00 und € 223,00 Rentenversicherungsbeiträge zahlen müssen.

Da bleibt von den Fördermitteln bereits im ersten Jahr der Förderung so gut wie nichts übrig.

Gruß
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Beitragvon Rehauge am 06.09.2006, 19:11

Hallo Homo!

Das haben die I-AG Gründer aber erst gar nicht gesehen, denn sie braucht ja auch kein Konzept schreiben oder vorlegen.
Gesehen haben sie das Geld, was monatlich kommt und mehr nicht.
@ cx 49
ich bin ganz deiner Meinung!
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Nicht gesehen ?

Beitragvon homo habilis am 06.09.2006, 20:27

Hallo Rehauge,

zunächst lautet mein Nick homo habilis.

Bedeutung siehe hier http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_Habilis


Bezüglich Ich AG ist festzustellen, dass auch für die Beantragung dieser Förderung ein Konzept (Businessplan), sowie die Stellungnahme der Fachkundigen Stelle der Agentur für Arbeit vorgelegt werden mußte.

Wir haben mehrere Ich AG´s (in verschiedenen Bundesländern) begleitet, von daher bin ich mir hier absolut sicher.

Gruß
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Beitragvon safrangelb am 07.09.2006, 08:02

Hallo homo habilis,

die Businessplanpflicht wurde für die Ich-AG erst später eingeführt. Bei Einführung der Förderung war für die Beantragung des Existenzgründungszuschusses kein Businessplan nötig.

Aber wenn Sie mehrere Förderungen begleitet haben, wissen Sie das sicherlich.

Gruß
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Vergabekriterien der Ich AG Förderung !

Beitragvon homo habilis am 07.09.2006, 08:36

Hallo safrangelb,

nach den Erfahrungen wurden eben später Konzept und Stellungnahme der fachkundigen Stelle verlangt.

Mißbrauch war jedoch lediglich für Personen interessant, die ansonsten keinerlei Leistungen bezogen hätten, wie beispielsweise kein Anspruch auf spätere Hartz IV Leistungen.

Wie bereits ausgeführt, waren Gründer einer Ich AG verpflichtet Sozialversicherungsbeiträge (Gesetzliche Krankenkasse und gesetzliche Rentenversicherung) zu leisten.

Gruß
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Re: Nicht gesehen ?

Beitragvon Rehauge am 07.09.2006, 10:18

homo habilis hat geschrieben:Hallo Rehauge,

zunächst lautet mein Nick homo habilis.

Bedeutung siehe hier http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_Habilis


Bezüglich Ich AG ist festzustellen, dass auch für die Beantragung dieser Förderung ein Konzept (Businessplan), sowie die Stellungnahme der Fachkundigen Stelle der Agentur für Arbeit vorgelegt werden mußte.

Wir haben mehrere Ich AG´s (in verschiedenen Bundesländern) begleitet, von daher bin ich mir hier absolut sicher.

Gruß
homo habilis


Es mußte KEIN Konzept vorgelegt werden. Zumindest vor 1,5 Jahren noch nicht. Denn ich war selber arbeitslos und hatte bei meinem Sachbearbeiter nachgefragt.
Und das weiß ich auch sicher.
*Ich weiß was ein Homo habilis ist.*
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Konzept für Ich AG ?

Beitragvon homo habilis am 07.09.2006, 20:45

Hallo Rehauge,

wir haben wie bereits erwähnt einige Ich AG Gründer begleitet.

Übrigens in verschiedenen Bundesländern.

In allen Fällen hat die zuständige Agentur für Arbeit, sowohl ein schlüssiges Konzept, als auch die Stellungnahme der fachkundigen Stelle gefordert.

Ich habe alle Vorgänge nochmals eingesehen.

Gruß
homo habilis
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Beitragvon Rehauge am 07.09.2006, 21:09

Dann bin ich halt doof oder mein Sachbearbeiter hat mich angelogen.
So oft wie wir verschiedener Meinung sind, scheinen sie noch nie mit Niedersachsen zu tun gehabt zu haben.
Also bitte........HIER in Niedersachen ist dann wohl alles anders.
:evil:
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Stopp !

Beitragvon homo habilis am 07.09.2006, 21:26

Hallo Rehauge,

immer mit der Ruhe und langsam.

Wie Sie diesem Thread entnehmen können, wurde anfangs weder Businessplan / Gründungskonzept, noch die Stellungnahme der fachkundigen Stelle gefordert.

Nach einiger Zeit wurden die Kriterien dahingehend geändert, dass eben beides, also Konzept und Stellungnahme verlangt wurden.

Es ist also eine Frage des Zeitpunktes der Antragstellung. Je nachdem wann sie Ihren Antrag gestellt haben, kann es wie beschrieben durchaus sein, dass zu dieser Zeit Konzept und Stellungnahme nicht gefordert wurden.

Es ist übrigens keine Ausnahme, sondern bei der Agentur für Arbeit ändern sich die Dinge rasant schnell.

Hier geht es wirklich nicht darum wer Recht, oder Unrecht hat.

Gruß
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Beitragvon Rehauge am 07.09.2006, 21:48

Dann drücken sie sich doch bitte das nächstemal etwas klarer aus.
Denn wenn sie mal ein bischen weiter oben gucken und auch ihre anderen Beiträge angucken und vielleicht mal neutraler durchlesen, werden sie merken, das diese vielleicht nicht immer so rüber kommen wie sie es gerne hätten.
Denn, in ihren Beiträgen heißt es immer "Ich habe mit ...kontakt...oder ich arbeite schon seit... mit...zusammen oder ich mache schon seit...die und die beratung! "
Lassen sie einfach mal andere Erfahrungen oder auch andere Meinungen zu, dann sind wir alle hier auch zufrieden.
Und wenn hier in Niedersachen ein halbes Jahr später, nachdem ich nachgefragt habe, ein Konzept erforderlich war, okay...... aber im Dezember 2004 war es noch nicht so.
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Beitragvon Susanne F. am 11.09.2006, 12:11

Um mal wieder auf das eigentliche Thema zurückzukommen:

Insolvenzen betreffen ja nicht nur kleine Ein-Mann-Unternehmen, sondern auch viele Mittelständler. Für die ist es unerheblich, ob es für ALG-Empfänger den Gründungszuschuss oder etwas anderes gibt.

Für diese Insolvenzen muss es dann wohl andere Ursachen, wie veränderte Rahmenbedingungen am Markt, schlechtes Management etc... geben.
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Anhaltender Trend?? - Erst mal abwarten

Beitragvon Campus am 11.09.2006, 13:26

Warten wir doch erst einmal die Mehrwertsteuererhöhung, die Unternehmenssteuerreform und die Gesundheitsreform ab.

Wenn das alles so durchgeht, wie es bisher von der Regierung geplant ist, sehe ich große Probleme - vor allem auf kleine und mittelständische - Unternehmen zukommen. Diese erheblilchen Mehrbelastungen werden nicht von allen zu stemmen sein können.
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Beitragvon cx49 am 11.09.2006, 13:29

Hallo homo habilis,

homo habilis hat geschrieben:Es ist übrigens keine Ausnahme, sondern bei der Agentur für Arbeit ändern sich die Dinge rasant schnell.


Ich glaube, diese Aussage geht direkt an der Realitiät vorbei.

Gruß
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An der Realität vorbei ?

Beitragvon homo habilis am 11.09.2006, 15:13

Hallo CX49,

leider beschreibt es die Realität.

Wir haben tagtäglich mit unterschiedlichen Abteilungen der Agenturen für Arbeit hautnah zu tun.

Übrigens sind das auch die Aussagen der Sachbearbeiter und die saugen sich nichts aus den Fingern.

Gruß
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Beitragvon Thomas B. am 11.09.2006, 16:19

Ich glaube, viele Unternehmen - vor allem die kleineren, werden einfach auch unprofessionell geführt. Da ist es bis zur Insolvenz nicht mehr weit.
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Unternehmerische Kompetenz !

Beitragvon homo habilis am 12.09.2006, 07:52

Hallo Thomas B,

Zitat

Ich glaube, viele Unternehmen - vor allem die kleineren, werden einfach auch unprofessionell geführt. Da ist es bis zur Insolvenz nicht mehr weit.

In Zeiten schwindender Kaufkraft und starkem Wettbewerb, verlieren zwangsläufig diejenigen Unternehmen, die das Marketing vernachlässigen und über unzureichende betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügen.

Das ist auch ein Grund warum etwa die Hälfte aller Existenzgründungen scheitern.
Hier ist es vor allem die mehr als mangelhafte Vorbereitung / Planung.

Gruß
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Beitragvon Campus am 12.09.2006, 08:55

Ich glaube, viele Unternehmen - vor allem die kleineren, werden einfach auch unprofessionell geführt.


Hallo Thomas B.,

diese Aussage finde ich doch reichlich pauschal. Man kann doch nicht alle über einen Kamm scheren. Hier muss ich mich wirklich homo habilis anschließen. Aufgrund der großen Konkurrenz sind gutes Marketing und PR in der heutigen Zeit auch für KMU unverzichtbar. Allerdings steht Gründern oder Klein- und Kleinstunternehmern hierfür meist kein eigenes Personal zur Verfügung, so dass diese Tätigkeiten - neben all den anderen Verpflichtungen - oft an ihnen selbst hängen bleiben. Deshalb kommen diese Punkte auch meist viel zu kurz und werden evtl. auch nicht ganz professionell angegangen.

Gruß, Myra
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