Änderung des Insolvenzrechtes

Was haltet Ihr von einem solchen Insolvenzrecht auch in Deutschland?

Überfällig. Arbeitsplätze zu sichern ist doch wohl oberstes Gebot. Und dass Betriebe dem Standort Deutschland den Rücken kehren und jeder Angst hat, sich selbständig zu machen, ist doch auch nicht verwunderlich.
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Nein, ich stehe auch auf Seite der Gläubiger. Markt ist Markt und wer nicht mitkommt, soll eben kaputtgehen.
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Keine Stimmen
Kann ich im Moment gar nichts zu sagen. Mit der Materie muss ich mich erst näher auseinandersetzen.
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Wenn ich in meinem Betrieb nicht mehr das sagen habe, sondern meine ehemaligen Gläubiger, kann ich ihn auch genausogut zumachen.
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Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt : 4

Änderung des Insolvenzrechtes

Beitragvon riese am 29.08.2007, 11:50

Nichtrückzahlbare Zuschüsse - Bis zu 30.000-40.000 Euro vom Staat für Gründer.

Ist Euch mal aufgefallen, dass das deutsche Insolvenzrecht (genau wie das Gesellschaftsrecht) nur gläubigerfreundlich aufgebaut ist.

In den USA (und gerade die CDU kriecht denen doch seit 1949 in den A... und will am liebsten deren gesamte Rechtsordnung auch hier einführen) gibt es zweierlei Insolvenzrecht: Ein solches nach Chapter 7 - das etwa unserem Recht entspricht und die Liquidation des Betriebes zum Inhalt hat - und ein solches nach Chapter 11, welches den Erhalt der Firma zum Ziel hat - ja sogar den Betrieb vor dem Zugriff von Gläubigern schützt.

Wäre das nicht das, was hierzulande fehlt?
Aber unsere Politker opfern lieber Arbeitsplätze und zahlen den Ex-Firmeninhabern Hartz-IV aus Steuergeldern!

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Beitragvon stadtmensch am 29.08.2007, 14:18

Hallo riese,

klasse Idee mit der Umfrage.

Hat man denn nicht durch das Insolvenzrecht die Konkursordnung "abgelöst", um so den Unternehmen eine Möglichkeit zur Sanierung und Restrukturieung zu geben?

Grundsätzlich sollte doch auch in der Hinsicht an die Gläubiger gedacht werden, dass es sich bei Unternehmern nicht willkürlich um Hazadeure handeln kann... nach dem Motto: "So, ich leihere das jetzt alles mit Kredit, Lieferantenkredite und weiteren Außenständen an und wenn ich es nicht schaffe, so falle ich auf jeden Fall ganz, ganz weich".

mir fehlt in der Umfrage ein Antwortmöglichkeit, die nicht so voller Kapitalismusgedanken und "scheißegalmenatlität" der Gläubiger für eine Lösung oder besser Schutz eben für die Gläubiger spricht.
Grüße,
Stadtmensch.
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eigentlich eine sozialverträgliche Globalisierung

Beitragvon riese am 29.08.2007, 18:35

stadtmensch hat geschrieben:Hat man denn nicht durch das Insolvenzrecht die Konkursordnung "abgelöst", um so den Unternehmen eine Möglichkeit zur Sanierung und Restrukturieung zu geben?


Sollte man meinen - aber leider ist Theorie und Praxis zweierlei. Dazu ist die Sache aber wirklich halb(zehntel)herzig angegangen worden.

Als Unterschied muss man natürlich auch herausstellen, dass in den USA die Betriebe praktisch ausschließlich als Kapitalgesellschaften organisiert sind, während bei uns der Einzelbetrieb und die Personengesellschaft vorherrschend sind. Bei einem Einzelbetrieb, einer OHG oder einer GbR wäre das unmöglich. Aber diesen Gesellschaftstypen wird im nächsten Jahr die UG sowieso den Todesstoß versetzen.

Aber bei KG, GmbH oder AG wäre das durchaus praktikabel. Man stelle sich dann die modifizierten Bilanzen unserer Unternehmen vor:
Kapitalanteil Staat (für Finanzamt wegen ehem. Steuerschulden) = 20%
Kapitalanteil AOK = 15%
usw.
Genau das sind doch die typischen Gläubiger bei uns.
(Au, was würde die FDP schreien über Kapitalbeteiligungen des Staates an unseren Unternehmen - die wollen doch mit aller Gewalt das Gegenteil...:lol: )
Und Franchising gäbe es auch bald zum Nulltarif.:mrgreen:

stadtmensch hat geschrieben:...nicht so voller Kapitalismusgedanken...

Sozialismus ist das ja auch nicht, denn der Staat mischt sich ja nicht von sich aus ein, sondern wird dazu provoziert (eben weil Steuern gern als letztes gezahlt werden). Vielmehr handelt es sich eigentlich um einen Akt der Globalisierung (die sich nur eben in einer Beteiligung - und damit sozialverträglich - niederschlägt und nicht - wie bisher - in einer Ausplünderung (wie sie ausgerechnet von den "Heuschrecken" aus den USA betrieben wird).

Chapter 11 bedeutet praktisch: Weg von der Ich-AG - hin zur Wir-AG
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Beitragvon admin am 03.09.2007, 20:09

Liebe Forum-Mitglieder,

eine tolle Umfrage, klasse!

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Wir sind auf ein interessants gespannt,
Euer förderland-Team.
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