Hallo Timon,
Ansonsten denke ich, dass in eurem Fall eine reine UG gut passen können. Oder Ihr startet jeweils unabhängig als Einzelunternehmer und schließt eine Medien Hafptplficht Versicherung ab.
Problem ist nur, dass sich ein bestehendes Einzelunternehmen faktisch nicht in eine UG einbringen lässt, weil das eine unzulässige Sacheinlage wäre.

Bei einer normalen GmbH geht das. Außerdem könnte die UG dann keine 2 GF haben, wenn man mit dem billigen Musterprotokoll gründen will.
ich habe selbst eine GmbH & Co KG, die ja von der Struktur der UG & Co KG entspricht. Ich würde euch davon abraten, weil das für euren Fall einfach zu viel Komplexität ins Spiel bringt.
So kannst Du das nicht verallgemeinern. Es gibt 2 Modelle, eine solche Gesellschaft zu führen:
Modell 1 (wie von mir vorgeschlagen):Die UG "schläft". Sie wird selber nicht wirtschaftlich tätig und die KG verpflichtet sich, ihr sämtliche Aufwendungen (IHK etc.) zu erstatten. Fazit: Keine 10 Belege im Jahr, JAB ist ein simpler Ausdruck, Körperschaftssteuer = 1,00, Gewerbesteuer = 0,00, USt.= 0,00 (da Kleinunternehmer), Gewinn = Keine 10,00 € (da nur Verzinsung des Eigenkapitals).
Modell 2 (von Steuerberatern favorisiert):Die UG bezahlt den GF und den Bürokram, kalkuliert und
berechnet der KG eine Geschäftsführungs-/Haftungsvergütung, die ihre Kosten zumindest deckt. Fazit: Umsatzsteuerpflicht (da die Vergütung im Gegensatz zu einer Kostenerstattung eine Leistung darstellt), Körperschaftssteuerpflicht, Gewerbesteuerpflicht, komplizierter JAB, Gefahr der verdeckten Gewinnausschüttung. Vorteil: Durch Beteiligung am Gewinn kann durch geschicktes Jonglieren Steuern gespart werden. Allerdings erfordert ein solches Modell die ständige Begleitung eines erfahrenen Steuerberaters und lohnt sich erst ab einem bestimmten Umsatz.
Das darfst Du nicht über einen Kamm scheren! Aber ich sehe gerade, dass noch niemand als Einzelunternehmer tätig ist, sondern lediglich private Gegenstände einbringen möchte. Da kann man natürlich zu einem Trick greifen: Man gründet nur die UG bar und statt die Gegenstände einzubringen, verkauft man sie über einen Strohmann (Bruder oder so) an die UG. Allerdings muss dafür das nötige Barkapital da sein.
Gruß
Rainer