Wenn ich dir einen Tipp geben darf und du ein wenig Zeit hast: Mach's selbst!
Du benötigst lediglich eine ruhende Ltd. in England -
das ist schnell mit "coddan", "companies made simple" und wie sie alle heissen erledigt.
Kosten: 29 Pfund im ersten Jahr.
( Lass die auf jeden Fall den Webfiling-Key aushändigen! )
Zum Eröffnen kannst du dir auch z.B. die Papiere einer anderen Ltd. geben lassen und dort vorlegen - was recht problemlos ist. Vorlagen findest du zu Hauf im Internet. Vorteil: Du hast gleich eine deutsche Übersetzung dabei. Damit kannst du dann Original und Übersetzung beim vereidigten Übersetzungsbüro abgeben und bekommst oft für ein Lächeln den Stempel....
Wenn man also ein wenig rennen mag: Eine Ltd. ist incl. Apostille für keine 80-150 Euro machbar.
Natürlich kannst du auch einen Anbieter wie z.B. "Go-Ahead.de" nutzen (Kostenpunkt 5/2011: 260 Euro + MwSt.).
Die Eintragung der KG in das deutsche HR ist recht simpel. Die Kosten für den Notar + Eintragung in das digitale HR kosten keine 80 Euro. Dafür braucht man ebenfalls keine Agentur....
Wichtig ist, dass du anschliessend noch die Kosten für die Veröffentlichung im Bundesanzeiger (ca. 100 Euro) bezahlen musst.
Hier kommt es immer wieder vor, dass dubiose Firmen dann eine lustige Rechnung zuschicken ---
um z.B. in eine Art "Gelbe Seiten" eingetragen zu werden.
Achte also genau darauf, an wen du da was bezahlst....
Viel wichtiger sind allerdings die Folgekosten für die
Ltd. in England!
Selbst gemacht:
ca. 40 Euro alle 2 Jahre für den Papierkram beim CH, den man problemlos online selbst ausfüllen kann. Zahlungsmittel: Mastercard / Visa. (Tipp: Schreib deinen Namen von der Kreditkarte 1:1 ab - IN GROSSEN BLOCKBUCHSTABEN....!!! Sonst wird deine Buchung vom Zahlungssystem abgelehnt..... ich habe da 2 Stunden getüftelt, bis ich das begriffen hatte....!

)
ca. 40-80 Euro jährlich für das Postfach / Registered Office.
Sind also ca. 100-150 Euro im Jahr.
Oder man macht das hier mal wieder beim Anbieter: Dann sind das ca. 250 Euro jährlich....
Mit den deutschen Ltd.-Anbietern waren meine persönlichen Erfahrungen in den letzten 6 Jahren eher durchwachsen:
Go-Ahead waren die einzigen, mit denen ich keine Probleme hatte - aber der Preis war schon recht gewaschen.
Wenn man zumindest ein wenig englische eMails schreiben kann, dann ist "selber machen" oft sicherich die beste Art, seine Ltd. zu erstellen und zu verwalten.
Persönlich würde ich in Deutschland meist eher zu einer UG Haftungsbeschränkt bzw. UGh & Co. KG raten... das geht, du hast keine Rennerei mit England und kannst mit einem simplen Fax oder Telefonanruf intervenieren, wenn mal etwas nicht so läuft, wie es geplant war.
Vor allem die deutsche Bürokratie kommt da besser mit klar - und du hast keine jährlichen Folgekosten. Die meisten IHKs verzichten sogar auf die doppelte Beitragsgebühr, wenn nur mit der Tochter aktiv gearbeitet wird.