WARUM ? – Der Businessplan wird leider auch heute noch oft als lästige Pflicht verstanden, um behördlichen Auflagen zu entsprechen, oder an Geld zu kommen. Die Praxis zeigt, dass nur sehr wenige den Businessplan als ein Instrument verstehen, welches mir als Gründer Leitlinie und Kontrollinstrument gleichermaßen sein kann.
Er stellt Ihre Visitenkarte im Wirtschaftsleben dar, und erleichtert letztendlich das Knüpfen neuer Kontakte. Ein ganz wichtiger Aspekt, der für die Erstellung eines solchen Dokumentes spricht, ist die Tatsache, dass sich der Gründer seiner zukünftigen Chancen und Risiken – und auch der Strategie – deutlich bewusster wird. Risiken sind bei jeder Gründung vorhanden. Nur wer sie realisiert und kennt, kann diese reell minimieren oder vielleicht sogar im Vorfeld aus dem Weg räumen.
Die große Bedeutung, die dem Businessplan beigemessen wird, kommt nicht von ungefähr. Mit seiner Vorlage stellen Sie unter Beweis, dass Sie in der Lage sind, die vielfältigen Aspekte der Unternehmensgründung und –führung klar und verständlich darzustellen. Die Erstellung zwingt Sie, Ihre Geschäftsidee systematisch zu durchdenken, deckt Wissenslücken auf, verlangt Entscheidungen und fördert daher strukturiertes und fokussiertes Vorgehen. Durch die klare Analyse der Situation unterstützt der Geschäftsplan Ihre geschäftliche Effektivität und dient Ihnen außerdem als Leitfaden. An ihm können Sie sich orientieren und überprüfen, inwieweit Sie Ihre gesetzten Ziele erreicht haben.
Die Frage nach dem warum kann man demnach folgendermaßen zusammenfassen:
1. Schnelligkeit durch zielgerichtetes Arbeiten
2. Sicherheit und weniger Fehler durch umfassende Planung und Vorbereitung
3. Weniger Widerstände bei Partnern und Banken durch überzeugendes / überzeugtes Auftreten.
WIE ? – Zunächst wenden wir uns den formalen Anforderungen zu, welche generell für das Gesamtwerk zutreffen sollten:
- klarer und strukturierter Aufbau
- einfache und klare Sprache
- kompakte, präzise Beschreibung
- fehlerfreier Text
- ansprechendes Layout
Für den strukturierten Aufbau eines Konzeptes finden sich zahlreiche Vorlagen im Internet oder bei spezialisierten Beratungsunternehmen. Sich an diesen zu orientieren ist sinnvoll, da in den meisten Fällen wesentliche Inhalte festgehalten sind, und dafür sorgen, dass ich als Gründer nichts vergessen kann. (z.B. www.bmwi.de ; www.kiz.de, www.ihk.de u.ä.)
Grob unterteilt werden die Aspekte Gründerperson, Geschäftsidee und Dienstleistungs- bzw. Produktportfolio, Marketing & Vertrieb, Investitions-kosten, Administration und betriebs-wirtschaftliche Prognosen abverlangt.
Diese Punkte wiederum werden – je nach Geschäftsidee – in unterschiedlicher Tiefe ausgearbeitet. Klassische Fragestellungen beleuchten die Themen:
- Krankheitsvertretung, also was ist Plan B, wenn ich als Inhaber einmal ausfalle?
- Was ist Ihre persönliche Motivation, dieses Unternehmen erfolgreich zu gestalten?
- Wie wollen Sie erreichen, dass Sie mit Ihrem Unternehmen möglichst schnell im Markt etabliert sind?
- Was ist das Besondere Ihrer Geschäftsidee? Warum sollten Ihre Kunden unbedingt bei Ihnen kaufen?
Die Ausprägung und der Umfang eines Unternehmenskonzeptes variiert dementsprechend. Ein Unternehmenskonzept für einen Schrotthändler ist wohl eher nicht so umfangreich, wie das Konzept eines angehenden Hotelier.
Anzuraten ist ganz sicherlich die Unterstützung eines Gründungsberaters, der eine Spezialisierung in Ihrem Geschäftsbereich besitzt. Gerade dann, wenn Sie mit diesem Konzept später zu einer Bank gehen wollen, um einen Kredit zu beantragen, ist diese Investition in eine gute Beratung sinnvoll und richtig.
Schreiben Sie in „Ihrer“ Sprache – soll heißen: Schreiben Sie, wie Sie es ausdrücken würden. Es geht hier nicht darum, eine Doktorarbeit zu schreiben, sondern darum, dass Sie beschreiben sollen, wie Sie an die Dinge herangehen wollen und wie Sie das umsetzen möchten.
Versuchen Sie sich möglichst kurz zu halten. Die Kunst besteht darin, die Dinge mit wenigen Worten so zu beschreiben, dass die Geschäftsidee von jedem sofort verstanden wird. Denn nach wie vor gilt: Je einfacher die Idee, umso erfolgreicher ist sie!
Im Konzept sollte sicherlich ein Schuss Optimismus erkennbar sein und deutlich werden, dass Sie an eine erfolgreiche Umsetzung glauben. Wenn Sie nicht optimistisch sind, wer dann? Trotzdem sollten Sie nicht vergessen, die immer auch vorhandenen Risiken bei der Umsetzung im Konzept zu benennen. Wie würden Sie mit diesen Risiken umgehen oder gegensteuern, wenn Sie eintreten? Dies hilft Ihnen in diesen Fällen schnell und adäquat reagieren zu können, und zeigt, dass Sie sich sachlich mit dem Markt auseinandergesetzt haben. Glauben Sie bitte nicht, dass die Menschen, die Ihr Konzept gegenlesen so leicht zu blenden sind. Legen Sie die Karten offen auf den Tisch – das Erwachen könnte sonst vielleicht schmerzhaft werden!
Der Umfang eines guten und bankfähigen Unternehmenskonzeptes liegt erfahrungsgemäß zwischen 20-40 DIN A 4-Seiten. Es beinhaltet eine kurze Zusammenfassung auf max. zwei Seiten, einen ausführlichen Textteil mit ca. 10-20 Seiten (je nach Geschäftsmodell), sowie einem betriebswirtschaftlichen Teil mit ca. 15 Seiten.
Ergänzend zu einem solchen Konzept sollten Sie die doch mehrheitlich theoretischen Überlegungen mit aktiver Marktforschung untermauern. Gehen Sie in dieser Zeit durchaus schon aktiv auf potenzielle Kunden zu. Hinterfragen Sie dort, ob Ihre Annahmen und Überlegungen den Marktbedürfnissen entsprechen oder standhalten. Dies hat meiner Erfahrung nach zwei positive Aspekte:
1. Sie entwickeln bereits Kontakte zu späteren Kunden, und
2. Sie bekommen eine unmittelbare Rückmeldung des Marktes, ob Ihre Geschäftsidee wirklich so gut ist, wie Sie glauben. Dies könnte manches Risiko vermeiden, und Sie im schlimmsten Fall vor einem wirtschaftlichen Fehlschlag bewahren.
Nur die wenigsten sind als Unternehmer „geboren“. In unserer ganzen Ausbildung – ob Schule, Ausbildung, Studium o.ä. – werden wir zu keiner Sekunde auf eine mögliche berufliche Option der Selbstständigkeit vorbereitet. Woher also soll ich als Existenzgründer nun plötzlich wissen, wie das geht. Viele Gründungen in Deutschland sind daher Notgründungen – also Gründungen aus Mangel an weiteren Alternativen. Umso wichtiger ist es, sich sehr gründlich und intensiv auf die zukünftige Aufgabe vor-zubereiten.
Mein Tipp: Holen Sie sich fachkompetente Unterstützung hinzu. Dies gilt sowohl für die Vorbereitung als auch für die ersten Monate nach der eigentlichen Gründung. Es ist wirklich sinnvoll investiertes Geld, welches Ihnen manchen Fehler erspart (und sehr wahrscheinlich auch Geld). Diverse Förderprogramme der KfW-Mittelstandsbank oder der NRW-Bank sorgen dafür, dass die Beratung nicht so kostenintensiv sein muss.
Ich sage dies nicht nur deshalb, weil ich selbst Gründungsberater bin, sondern weil ich während meiner Gründungsphase und in den nachfolgenden Monaten ebenfalls eine externe Beratung in Anspruch genommen habe. Ich habe diese als sehr hilfreich und wichtig empfunden, und ich habe definitiv den ein oder anderen Fehler vermieden, der mich sonst wieder etwas zurückgeworfen hätte.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Vorbereitung Ihrer Existenzgründung. Auf das sich Ihre Ideen und Ziele verwirklichen lassen, und Sie maximal erfolgreich sein werden.
Ihr Martin Radunz
PS: Unser Unternehmen hilft Ihnen bei der Erstellung Ihres Businessplanes gerne weiter. Von der kompletten Ausarbeitung eines fertigen Konzeptes zur Vorlage bei Ämtern und Behörden, bis hin zu bankfähigen Konzepten reicht die Angebotspalette. Schauen Sie einfach mal auf unserer Homepage www.m3-hotelconsult.de auf der Seite Existenzgründung vorbei. Schon ab € 250 - mit Termingarantie innerhalb von 14 Tagen!
