Kunde verstösst dauerhaft gegen Vertragliche Konditionen...

Kunde verstösst dauerhaft gegen Vertragliche Konditionen...

Beitragvon s4s am 02.05.2010, 18:37

Nichtrückzahlbare Zuschüsse - Bis zu 30.000-40.000 Euro vom Staat für Gründer.

Hallo liebe foerderland Gemeinde,

Ich habe mit einem Kunden ein riesen Problem , evtl kann mir jemand ja ein wenig Licht ins Dunkel bringen....

Ich nahm nach einer vor Ort Besichtigung einen Auftrag an , es ging um die Instandsetzung einer
Sommerterasse die in einem Katastrophalen Zustand war.
Von Anfang an hies es von Seitens des Auftraggebers " Geld sei kein Problem " Aber er könnte halt
keine Anzahlung in der von mir verlangten Höhe zahlen derzeit 3.500 €.
Er bat mich also darum zu vertraglich festgehaltenen Terminen , Teilbeträge anzunehmen.
Hingegen meiner festen Prinzipien was meine unternehmerischen Handlungen betrifft , nahm
ich den Auftrag an.(Mit den Worten im Ohr " Geld sei ja kein Problem ")

Mein Interesse galt viel mehr der Visitenkarte die ich hinterlassen könnte , anstatt der Kröten.

Ich arbeitete also ein Leistungsverzeichniss aus aufgrund der vor Ort gesammelten Informationen,
und setzte einen festen Vertrag auf was meine Leistungs und Materialkosten betrifft.
Ich machte von Anfang an klar das die Materialkosten geschätzt sein , und das die Zahlungen durch
den Auftraggeber zu fest ausgemachten Termin pünktlich geschehen müssen , da ansonsten die Materialbeschaffung und die Einhaltung der Termine unmöglich sei.Und da fester Bestandteil des Vertrages sei das ich nicht beabsichtige in Vorkasse zu treten , womit der Auftraggeber derzeit einverstanden war.

Ich begann den Auftrag am 05.04.10 , und wollte nach meiner Kalkulation an 23.04.10 fertig sein.
Die Termine für Zahlungen seitens des Auftraggebers:

Am 03.04.2010 = 1.500 € , 10.04 = 1.000 € , 17.04 = 1.000€ //

Tatsächlich erhielt ich:
Am 03.04.2010 =1.500€ , 12.04 = 700€ , 14.04 = 300€, 18.04 = 500.00 , 24.04 = 500€

Nicht nur das kein einziger Termin eingehalten wurde , auch wurden über die Gesamte Bauphase
lauter Extrawünsche bezüglich des Projektes erhoben die ich alle bedingungslos ausführte.
So wurden Wandteile und die gesamte Decke in Gold beschichtet, und hunderte andere Leistungen
die nicht vertraglich vereinbart waren führte ich aus.

Als ich am 20.04 dem AG mitteilte das die von mir veranschlagten Materialkosten nun erreicht seien ,
und ich bereits 200.00€ aus eigener Tasche zahlte, aufgrund exklusiver Wünsche und extra gewünschter ellenlanger Dienstleistungen, war besagter AG entsetzt. Er teilte mir mit er habe sein Geschäft erst 4Monate , und Handwerker sah er bisher nur im Fernsehen ;)...

Jedenfalls entfachte eine Diskussion und er forderte von mir, das ich für sein Projekt in vorkasse
tretten sollte , was ich vielleicht sogar in Erwägung gezogen hatte.
Allerdings nachdem ich die Finanzielen Probleme über die Bauphase hin betrachtete nahm ich davon abstand.

Ich forderte den Kunden unter Abmahnung auf sofort die Zahlungsschwierigkeiten aus dem Weg zu räumen, da ich ansonsten vom Auftrag zurücktreten würde...

Wir trafen uns also zu einem Gespräch...

Ich merkte an das von mir zusätzlich zum Auftrag , und es war eine ganze Menge ausgeführte Dienstleistungen auch nicht umsonst sein , und wir am Ende einen Pauschalbetrag festlegen würden
der dann binnen 6Monaten an mich bezahlt sein sollte.

Wieder wie soll es auch anders sein Lange Gesichter!!!

Nun nach dem der Hammer fast eine Woche lag , erhielt ich 1000.00€ vom AG !

Nun habe ich weit über 200Std von Mo - So an diesem blöden Projekt verloren , und seinen extrawünschen, und werde meinem Geld wohl genauso hinterherlaufen müssen wie den Materialsummen...

In 6 Jahren habe ich so etwas noch nicht erlebt , und deswegen würde ich gerne mal eure
Meinung dazu hören.

Gerne falls jemand Interesse hat , poste ich Auszüge aus den Anschreiben , und der zusätzlichen
schriftlichen Vereinbarung.

Vielen Dank für eure Zeit.

JR

Der ganze Auftrag entwickelt sich aufgrund der Verhaltensweisen seitens des Kunden zu einer Minusrechnung zu meinen Lasten, ...
s4s
 
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Re: Kunde verstösst dauerhaft gegen Vertragliche Konditionen...

Beitragvon mgb-consulting am 02.05.2010, 21:11

Hallo ...

meine ehrliche Meinung?

Sie sind ein Dussel und der Kunde hat Ihre Dummheit ausgenutzt!

Erstens lässt man sich in der Baubranche jede einzelne Auftragserweiterung vom Bauleiter, in diesem Falle dem Auftraggeber selbst abzeichnen, somit kann der Auftraggeber später nicht dumm aus der Wäsche gucken und Dinge monieren, die er selbst beauftragt hat.

Zweitens lässt man keine weitere Lieferung mehr zu, wenn man die Erfahrung macht, dass ein Kunde sich nicht an eine Absprache hält, ab dann liefert man nur noch gegen Vorkasse.

MfG
MGB-Consulting
mgb-consulting
 

Re: Kunde verstösst dauerhaft gegen Vertragliche Konditionen...

Beitragvon s4s am 02.05.2010, 21:58

Vielen Dank für ihre Antwort...

Ja der Dussel bin ich wohl , allerdings nur in ihrem Augenmerk.

Wir reden hier nicht über sechsstellige Beträge sondern, um Kleingeld.
Ich habe für den Kunden als Gründer ein gewisses Angebot dargelegt was ihm die Geschichte erleichtern sollte , also z.B Ein Zahlungsziel meiner Leistungskosten binnen 6Monaten.

Das dieser aber bei Materialkosten umknickt hätte ich nicht gedacht!

Unser Vertrag ist dennoch ein Vertrag und dagegen wird klar verstoßen , Fakt ist auch das ich nun aufgrund seiner Situation selber in schwulitäten komme.

Aber vielen Dank für ihren Beitrag.

Ich überlege nun den Auftrag in Stunden abzurechnen , und von der weiteren Ausführung zurückzutreten.

Gruß J.R
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Re: Kunde verstösst dauerhaft gegen Vertragliche Konditionen...

Beitragvon AchmedibnYussuf am 03.05.2010, 20:24

Erstens lässt man sich in der Baubranche jede einzelne Auftragserweiterung vom Bauleiter, in diesem Falle dem Auftraggeber selbst abzeichnen

Im letzten (oder vorletzten?) Jahresabschluss der Holzmann AG findet sich als Berechnungshinweis der Forderungen, dass auch Forderungen für mündlich erteilte Zusatzaufträge eingerechnet wurden.
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Re: Kunde verstösst dauerhaft gegen Vertragliche Konditionen...

Beitragvon maltamasche am 03.05.2010, 22:10

Alte Regel: Wer schreibt der bleibt.

Noch ne Regel: In der Baubranche, gerade als Gründer Kohle auf den Tisch oder einfach sein lassen. Mit der Methode lebt man deutlich länger.
Und wenn man schon was vereinbart, dann muss man immer so vereinbaren, dass man immer im Plus ist und auch mittendrin aussteigen kann.
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Re: Kunde verstösst dauerhaft gegen Vertragliche Konditionen...

Beitragvon maltamasche am 03.05.2010, 22:14

AchmedibnYussuf hat geschrieben:
Im letzten (oder vorletzten?) Jahresabschluss der Holzmann AG findet sich als Berechnungshinweis der Forderungen, dass auch Forderungen für mündlich erteilte Zusatzaufträge eingerechnet wurden.


Ist ja auch klar, dass das als Forderunge drinsteht, weil mündlich in der Regel in der Branche nicht bezahlt wird.

Und auch unser Kollege hier wird die Forderung wohl erst als Forderungen einstellen und dann abschreiben.
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