Gründerberatung

Gründerberatung

Beitragvon Heidi am 03.03.2011, 10:36

Nichtrückzahlbare Zuschüsse - Bis zu 30.000-40.000 Euro vom Staat für Gründer.

Ich habe mich mit einem kleinen Imbiss Betrieb auf eigenem Grund und Boden selbstständig gemacht. Durch Straßenbau und extrem kalten Winter (Stehimbiss) blieben im vergangenen Jahr etliche Kundschaft und Umsätze aus. Vorsorglich habe ich HartzIV Aufstockung beantragt und bekommen.
Bei der ARGE las ich reinzufällig über Gründer Zuschuss und –Darlehn auch für Selbstständige wenn es dazu beiträgt über kurz oder lang kein HartzIv zu beziehen.
Mein Imbissbude muss dem Straßenbau weichen aber anstelle es an eine ungünstigere Stelle zu versetzen habe ich Umbau und Umnutzungsgenehmigung von der Garage zum Imbiss mit Kaltlager beantragt und genehmigt bekommen.
Geschätzt wurden die Umbaukosten auf 10000 Euro. Nach Antrag bei der ARGE schaute sich ein Mitarbeiter vor Ort alles genau an und berichtete uns gegenüber, er könne sich vorstellen 8000 Euro zu finanzieren, 4000 als Zuschuss und 4000 als Darlehn, 2000 müsste dann selbst aufgebracht werden oder in Eigenleistung getätigt werden.
Mein Mann, ebenfalls selbstständig würde diese Eigenleistung erbringen können!
Wir erarbeiteten ein Konzept, einen Businessplan und holten Kreditanfragen ein, leider negativ, da der kleine Imbiss derzeit nicht genug Ertrag bringt und ansonsten nicht genügend Sicherheiten vorhanden sind. Der Mitarbeiter der ARGE zeigte sich sehr zufrieden und wollte die Angelegenheit in Kürze zum Abschluss bringen. Er MÜSSE jedoch noch ein unabhängiges Unternehmen hinzuziehen und schickte uns eine Dame von GründerNet vorbei.
Auch diese Dame konnte sich alles sehr positiv vorstellen und ihr gefiel unser Konzept laut ihren Worten vor Ort bei uns am Imbiss sehr, sehr gut, Verbesserung der Infrastruktur (Abriss der gegenüberliegenden Industriebrache und Beseitigung des Müllhaufens, Straßenneubau, Festes Imbissgebäude mit schicker Terrasse, Blick auf Fluss usw). In unserem Konzept ist fester Bestandteil, dass mein Mann nach Umbau des neuen Imbissgebäude zukünftig verstärkt im Imbiss Betrieb mithelfen wird und ZUSÄTZLICH Umsätze zb durch selbstgebackener Pizza u.a. erzielen wird. Bisher veranstaltet er Märkte auf denen ich mit meinem Imbiss auch außerhalb verkaufen kann. Der geplante Radweg, der direkt an unserem Imbiss vorbeiführen wird (spätestens 2012 fertig sein soll), wird uns aber sehr viel mehr Kundschaft auch an den Wochenende bescheren, so dass es besser ist gemeinsam an EINEM Strang zu ziehen, anstelle auf unsicheren Flohmärkten die bei schlechtem Wetter immer Risiko sind nur Roster zu verkaufen.
Die Dame von Gründernet notierte sich etliche Zahlen an Umsätzen usw aus den vergangenen Jahren, kopierte sich die Baupläne u.v.m. Guter Dinge warteten wir mit Spannung auf die Zusage der ARGE. Leider wurde der nette Mitarbeiter der ARGE jedoch schwer krank und ist nun offenbar ganz ausgeschieden, so dass ich nun fast alles von vorn mit seiner Vorgesetzten besprechen musste. Die ach so nette Dame von Gründernet gab jedoch der ARGE eine total andere Sichtweise ab: Ihrer Meinung nach dürfe KEIN Zuschuss gewährt werden, das führe lediglich dazu, dass wir für den Imbiss Ausgaben tätigen, die nicht wirklich notwendig seien, ein Darlehn könne sie aber befürworten, nur die von uns angegebenen Umbaukosten seien viel zu hoch gegriffen, laut Aussage einer von ihr befragten Baufirma könne eine Garage wesentlich billiger umgebaut werden. Weiterhin müsse mindestens einer von uns beiden auf dem Arbeitsmarkt 1 vermittelt werden um ein sicheres Einkommen zu erzielen ansonsten könnten wir ihrer Meinung nach den Kredit nicht zurück zahlen, später könne dann ja im heimischen Betrieb mitgearbeitet werden, an dessen Erfolg zweifelt sie nicht.

Fassungslos rief ich die Dame von Gründernet an und wollte wissen was sie zu dieser total anderen Stellungnahme gegenüber der ARGE veranlasst habe, die Dame reagierte aber nur „genervt“, wimmelte mich ab mit den Worten, es sei alles gesagt und es gäbe dem NICHTS mehr hinzu zufügen, bums aufgelegt, sämtliche weiteren Anrufversuche wurden abgewiesen.

Seit dem kämpfe ich mit der etwas haarigen Vorgesetzten bei der ARGE und soll immer neue Unterlagen auch neue „Absagen“ irgendwelcher Banken beibringen aber vor allen günstigere Angebote für den Umbau, denn das könne man ja schliesslich billiger umbauen, man müsse ja nicht die teuersten Fliesen kaufen usw. oder man könne Stück für Stück umbauen, welche Änderung das an den Baukosten habe soll verriet sie mir aber nicht.
Ich habe nun bei 2 Bauunternehmen und Elektriker je einen Kostenvoranschlag beantragt und so wie es aussieht sind deren Zahlen noch höher (noch habe ich es nicht schriftlich).

Es handelt sich um eine DDR Fertigbau Garage die umgebaut werden soll, und wie wir von Anfang an laut unserem Planungsbüro berücksichtig haben, müssen die Betonwände und –Decken entfernt werden, da ansonsten IMMER Kältebrücke entsteht bzw im Sommer der Raum „kochen“ würde. Ein einfacher „Umbau“ wäre also rausgeschmissenes Geld, da im Winter alles einfrieren würde und im Sommer die Waren verderben können da nicht genug Kühlung entstehe, aber „GründerNet“ weiß ja alles besser und es muss nun billiger umgebaut werden...

Im Grunde bin ich nun schon fast 1 Jahr buchstäblich „behindert“ worden den Umbau durchzuführen und richtig durchstarten zu können, denn wer Förderungen beantragt darf ja vor der Zusage nicht beginnen.

Wer kann helfen, was kann ich tun ????
Heidi
 
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Re: Gründerberatung

Beitragvon mgb-consulting am 03.03.2011, 12:50

Hallo ...

es führt Nichts dran vorbei, Sie müssen das Gespräch mit der ARGE suchen, denn die freundliche Dame vom Gründernet hat den Karren relativ tief in den Dreck gefahren.

Es ist völlig widersinnig einen Zuschuss abzulehnen und ein Darlehen zu befürworten, wenn man gleichzeitig von der Annahme ausgeht, dass die Fähigkeit zur Darlehenstilgung nicht gegeben ist.

"Fähigkeit zur Darlehenstilgung nicht gegeben" bedeutet, dass das Vorhaben nicht tragfähig ist... dann aber muss die Empfehlung lauten, das Vorhaben gar nicht zu unterstützen. Das Vorhaben zusammenzustreichen führt aus meiner Erfahrung immer zu einem Scheitern, weil die Kapitalausstattung zu gering ist, um damit überhaupt erfolgreich beginnen zu können.

Sie müßten zunächst herausbekommen, was die Dame von Gründernet an die ARGE konkret geschrieben hat und dies dann detailliert und schlüssig widerlegen, dann haben Sie eine Chance auf Erfolg.

Suchen Sie sich einen vernünftigen Berater, der Sie in dieser Sache begleitet und ggf. mit Ihnen zur ARGE geht, ich gehe davon aus, dass dies über das Gründercoaching mit gefördert werden wird, sodass Sie von den Kosten nicht erschlagen werden.

MfG
MGB-Consulting
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Re: Gründerberatung

Beitragvon Heidi am 03.03.2011, 16:22

ja vielen Dank das werde ich machen. Wo findet man aber einen vernünftigen Berater? Ich hätte das von Gründernet nie gedacht. :(

Können Sie mir eine Empfehlung für Sachsen /Mittweida, Claußnitz oder Chemnitz geben?
Heidi
 
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Re: Gründerberatung

Beitragvon matam am 03.03.2011, 18:24

Gründerberater findest du unter http://www.foerderland.de/2340.0.html
...bisher nur gute Erfahrung damit gemacht.
matam
 
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