Start in die Freiberuflichkeit

Start in die Freiberuflichkeit

Beitragvon Wackeldackel am 20.08.2011, 10:48

Nichtrückzahlbare Zuschüsse - Bis zu 30.000-40.000 Euro vom Staat für Gründer.

Hallo Leute,

ich bin ganz neu hier im Forum. :wink:

Ich war mal selbständig(Einzelunternehmen) mit einer Heizungsfirma. Bekam dann Krebs und musste meine Laden schliessen, leider mit einer Insolvenz. Zur Zeit bekomme ich EU-Rente. Ich bin jetzt aber wieder fit und möchte wieder arbeiten. Daher schaute ich mich um. Ich stiess auf eine Firma, die allerdings in Amerika sitzt und hier nur Vertretungen führt. Dort könnte ich als Servicetechniker anfangen auf freiberuflicher Basis. Ich wäre sehr viel unterwegs.

Nun soll es folgendermassenn ablaufen: Ich würde alle Unkosten erstetzt bekommen und bräuchte nichts investieren. Bei der Unkostenerstattung würde eine " schwarze Null" entstehen. Ich könnte also auch nichts absetzen. Es gibt noch weitere Servicetechniker, die kommen jedoch aus England und da ist alles anders. Diese kann ich auch nicht daher befragen.

Nun möchte die Firma meine Verdienstvorstellungen wissen, betonte aber, dass ich keinerlei Unkosten bzgl. meiner Arbeit hätte.

Ich stehe jetzt offen gestanden etwas auf dem Schlauch. Hat jemand mal einen Tipp von euch? Wo finde ich Informationen, was ich alles bzgl. einer freiberuflichen Tätigkeit beachten muss?

Vielen Dank
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Re: Start in die Freiberuflichkeit

Beitragvon P.Spielmann am 20.08.2011, 10:58

Was Sie vor haben ist ein normaler Gewerbebetrieb. Mit Freuberuflichkeit hat das nichts zu tun.
Es ist also alles zu beachten was bei einem Selbständigen so anfällt.
Krankenversicherung, Rentenversicherung, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer.
Buchführung, Gewinnermittlung und Einkommensteuererklärung.

Wenn Sie sich mit Buchführung etc. unsicher sind sollten Sie einen Steuerberater aufsuchen.
Der kann Ihnen auch entsprechend Tipps zur Gestaltung geben und Ihren Aufwand schätzen.

Das sind alles Ausgaben die anfallen, also den Betrag den Sie in Rechnung stellen entsprechend hoch ansetzen. Für mich sieht das ganze ein bisschen nach Scheinselbständigkeit aus ... aber das größere Problem dabei hat definitiv der "Arbeitgeber".

Viel Erfolg!
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Re: Start in die Freiberuflichkeit

Beitragvon Wackeldackel am 20.08.2011, 11:05

Danke für die Antwort.

Bei den Servicetechnikern ist das oftmals so geregelt, dass eine Tätigkeit auf freiberuflicher Basis erfolgt. In der Werbebranche ist das auch so. Also Scheinselbstständigkeit ist das dann wohl nicht.
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Re: Start in die Freiberuflichkeit

Beitragvon P.Spielmann am 20.08.2011, 14:56

Naja, nur weil alle das machen ist es noch lange nicht ok ;)
Nur ein Auftraggeber, kein eigenes Auftreten am Markt, Erstattung aller Kosten, in den Arbeitsablauf eingebunden ...
Sind alles Anzeichen einer möglichen Scheinselbständigkeit. Aber ich will das Thema gar nicht vertiefen.
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Re: Start in die Freiberuflichkeit

Beitragvon Wackeldackel am 21.08.2011, 07:34

Hmm, jetzt weiss ich aber weniger wie vorher. Was gäbe es denn dazu für eine Alternative?
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Re: Start in die Freiberuflichkeit

Beitragvon P.Spielmann am 21.08.2011, 22:00

Die Alternative wäre eine Anstellung als Arbeitnehmer bei der Firma.
Wenn die Firma hier in Deutschland eine Vertretung hat kann sie auch problemlos Mitarbeiter anstellen.
Vermutlich ist das der Firma aber zu teuer und geht lieber das Risiko der Scheinselbständigkeit ein.
Zudem ist es natürlich einfacher eine Rechnung zu bezahlen als sich um die Gehaltsabrechnung zu kümmern und womöglich nur für Urlaub und Krankheit zahlen zu müssen ;)

Vielleicht bieten Sie Ihre Dienste auch anderen Serviceunternehmen an. Wenn Sie das tun und Ihre Umsätze sich auf mehrere Unternehmen verteilen haben Sie schon einen Großteil der Probleme mit der Scheinselbständigkeit los.

Ich will Ihnen den Start in die Selbständigkeit nicht vermiesen, aber es ist schon einiges zu beachten wenn man ein Gewerbe anmeldet um davon leben zu können.
Wenn Sie sehr unsicher sind kann ein Termin beim Steuerberater schon helfen.
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Re: Start in die Freiberuflichkeit

Beitragvon Wackeldackel am 25.08.2011, 08:55

Beim Steuerberater war ich jetzt. Er sah eigentlich nicht so das Problem. Allerdings hat die Firma mir jetzt 14€ pro Stunde geboten. Das halte ich für zu mickrig. Wenn ich mich selbst versichern muss?
Was haltet denn ihr davon? Da benötigt man doch sicherlich mind. 25€?

Vielen Dank
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