Handygeschäft in Hamburg

Handygeschäft in Hamburg

Beitragvon Moo am 11.07.2007, 00:22

Nichtrückzahlbare Zuschüsse - Bis zu 30.000-40.000 Euro vom Staat für Gründer.

Hallo!

Ich bin 19 Jahre alt aus Hamburg und möchte mich Selbständig machen. Ich habe etwas Startkapital und habe den Wunsch ein Handygeschäft mit allen drum und dran wie Mobilfunkverträge, Internetvertäge, Telefonverträge, Zubehör usw. zu eröffnen. Nun überlege ich gerade ob ich franchising machen soll oder nicht. Mobilcom bietet z.B. so ein Franchisekonzept an. Der Vorteil bei Franchise ist ja das man nichts neu erfinden muss also nach einen vorgegeben System arbeitet und von den auch die Ladeneinrichtung erhält. Oder wäre es eher besser als freier Partner zu arbeiten.

Welche weiteren Vorteile bzw. Nachteile hat Franchising noch?
Wie hoch ist deren Anteil?
Gehört der Laden dann denen und ich arbeite nur da oder gehört er mir?
Wieviel Startkapital brauche ich bei Franchise und wieviel als freier Partner?
Welche freie Vertriebspartner gibt es?
Mit welchen Umsatz kann ich monatlich rechnen und wieviel bleibt mir übrig?

Diese Fragen habe ich jetzt ganz Spontan weiter fallen mir bestimmt noch ein.

Vielen Dank im voraus für die Antworten.

Moo
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Beitragvon Kristina am 03.12.2007, 09:46

Vorteile

Der Franchise-Nehmer kann das Know-how und die Erfahrung des System-Gebers übernehmen. Das bedeutet: Das Risiko, dass er mit einem wenig Erfolg versprechenden Unternehmenskonzept antritt und hohe Investitionen "in den Sand setzt", ist gering. Dazu kommt, dass er vom Franchise-Geber für die unternehmerische Praxis zusätzliche Unterstützung erhält: betriebswirtschaftliche und fachliche Schulungen, Kostenbeteiligungen z.B. für das Marketing etc.

Nachteile

Ein Franchise-System legt die unternehmerische "Marschroute" sehr genau fest. Das heißt: der Weg in die berufliche Selbständigkeit ist relativ festgelegt und kaum beeinflußbar. Das mag manchem Existenzgründer zu wenig sein.

Wie bei anderen Geschäftsideen benötigt ebenso so der Franchise-Nehmer Eigenkapital. Mindestens 15 bis 30 Prozent aller Investitions- und Vorlaufkosten sollten als Eigenkapital vorliegen.

Der Laden gehört dem Franchise-Geber du bist lediglich dort Tätig
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Beitragvon skyhound am 03.12.2007, 13:03

Hallo Kristina,

Franchising ist in der Kürze Ihres Beitrages sicher nicht umfassend zu beleuchten, aber ein Punkt darf hier nicht unwidersprochen bleiben:

    Kristina hat geschrieben:Der Laden gehört dem Franchise-Geber du bist lediglich dort Tätig

Das ist so - sorry - schlichtweg falsch:

Der Franchisenehmer ist immer selbstständiger Unternehmer und für sein Unternehmen verantwortlich.

Dem Franchisegeber "gehört" im Laden des Franchisenehmers im Regelfall nur eines: Das Geschäftskonzept, das immer und in jedem Fall Eigentum des Franchisegebers bleibt.

Sicher gibt es auch Franchise-Modelle, bei denen sich der Franchisegeber am Unternehmen des Franchisenehmers als (Mehrheits-) Gesellschafter beteiligt. Trotzdem ist auch in solchen Fällen der Franchisenehmer immer der geschäftsführende Gesellschafter.

Die Rechtsprechung ist dabei recht uneinig, ob insbesondere Modelle mit Mehrheitsbeteiligung noch als Franchising zu werten sind.

Noch eine Anmerkung: Sie sprechen von "Kostenbeteiligungen des Franchisegebers z.B. für Marketing".

Ehrlich gesagt kenne ich ein solches Franchise-Unternehmen nicht, im Gegenteil: Der Franchisenehmer wird im Zweifel für jedes Marketing-"Fitzelchen", das der Franchisegeber anbietet, mehr oder minder heftig zur Kasse gebeten.

Trotzdem möchte ich hier, um auf die Ausgangsfrage von Moo zurück zu kommen, nicht den Eindruck erwecken, Franchising bestehe nur aus Regeln und (Zahlungs-) Pflichten für den Franchisenehmer. Hält man das Konzept konsequent ein, startet und führt man sein Unternehmen einerseits mit dem geringstmöglichen Risiko. Andererseits muss man sich darüber im Klaren sein, dass Break-even und Gewinnzone im Zweifel mehr Geduld und Durchhaltevermögen voraussetzen, als Broschüren und Info-Veranstaltungen von Franchisegebern suggerieren.

Freundlichen Gruß
skyhound
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Beitragvon Kristina am 03.12.2007, 15:21

mit dem gehörten wollte ich ja auch sagen, dass der Franchise-Geber dort alle Rechte hat. Soweit ich das weiß ist das so.
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Beitragvon skyhound am 03.12.2007, 18:01

Kristina hat geschrieben:mit dem gehörten wollte ich ja auch sagen, dass der Franchise-Geber dort alle Rechte hat. Soweit ich das weiß ist das so.

Eben nicht!

Genau genommen hat er - den Franchise-Regelfall vorausgesetzt - keinerlei Rechte.

Dass er sich im Franchisevertrag vom Franchisenehmer Einschränkungen in dessen unternehmerischer Freiheit unterschreiben lässt (Stichwort Sortiment, Einrichtung etc.), lässt ihn trotzdem keine unternehmerische Entscheidungsgewalt erlangen.

Überdenken Sie doch einfach Ihre Aussage mal konsequent in Richtung nie auszuschließender Insolvenz des Franchisenehmerbetriebes ... :wink:

... und da unser Rechtssystem trotz intensiver Bemühungen zahlreicher Windhunde immer noch keine Einbahnstraße ist ... :wink:
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Handy erstellen/Hamburg

Beitragvon Kristina am 09.01.2008, 16:02

wenn du dich in Hamburg setzte sich machen willst, solltest du dir das Kapital beziehungsweise die erforderlichen Mittel von den Anbietern holen. Ich würde sehr wenig Kapital investieren. Informiere dich mal sehr genau, denn du wirst sehen wie viele Leute dich unterstützen werden in der deren Produkte verkaufen will.
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Re: Handygeschäft in Hamburg

Beitragvon mit-uns-erfolgreich am 23.10.2009, 13:57

Hallo Moo,

hat es denn mit dem Handygeschäft geklappt?
Haben sich Deine Erwartungen und Vorstellungen realisiert?

Weiterhin viel Ervolk ;-)

Gruß
Volker aus Hamburg
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Re: Handygeschäft in Hamburg

Beitragvon business-kid am 23.10.2009, 15:59

Hallo Volker,

ich fürchte dass Moo nicht nochmals antworten wird.

Letzte Anmeldung:12. Jul 2007, 01:13


Aber so viel ich weis, ist mobilcom ein starker Partner, Vollmitglied im DFV und das schon seid vielen Jahren.

Wobei man auch sagen muss, dass sich der Markt verändert, längst haben nicht mehr so viele Vertragshandys sondern PrePaid Karten. Auch die Konkurrenz unter den Netzanbietern wird stetig größer.

Sogut wie jeder Mobilfunkanbieter bietet Provisionen für gewerbliche "Vertreter" an. Somit wäre ein eigenständiger Mobilfunkshop mit angeschlossenem Internetgeschäft wohl mehr empfehlenswert, man muss sich dazu natürlich genügend in der Branche auskennen, um die Funktionen vom FG ersetzen zu können.

Beste Grüße
Philipp
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