Wenn ich jemanden an einem Projekt beteiligen will und statt Geld nur selbst entwickelte Software für ein Internetportal einbringen möchte, wie kalkuliere ich die Beteiligungsquote?
Sagen wir, ich habe 3 Mann-Jahre in die Entwicklung der Portal-Software investiert und schlage noch was für die gute Idee dazu und sage dem Investor, von dem ich 150.000 € haben will, gibt mir die und du bekommst einen Anteil von 20%. Ist das realistisch?
Wie kann ich finanztechnisch seinem Investment meinen bisherigen Aufwand gegenüberstellen? Darf ich den Aufwand, z.B. weil ich die gute Idee hatte, beispielsweise verdoppeln, um seine Beteiligungsquote zu verkleinern? Z.B. wenn ich sage, ich habe 250.000 € investiert. Kann ich dann einfach meinen Beitrag auf 500.000 € für die Software ansetzen (was dann für den Investor bei einem Engagement von 150.000 € einen Anteil von 23% ergibt), weil ich ja der "Erfinder der Geschäftsidee" bin?
Das ist natürlich Verhandlungsache, das ist klar. Aber es muss doch in einem solchen Fall irgenwelche Faustformeln geben, mit denen der Wert der Software, die noch keinen Marktpreis hat, ins Verhältnis gesetzt wird zum finanziellen Engagement des Investors.
Wie sieht das aus, wenn ich nur die Idee habe, ansonsten weder Geld noch Vorleistung. In dem Fall muss man doch auch eine Beteiligungsquote ansetzen, z.B. 20% für den Investor. Ermittelt sich das dann irgendwie aus dem Businessplan, z.B. aus dem Jahresüberschuss im Businessplan? Bei mir z.B. 450.000 (Umsatzrentabilität 31%) im dritten Jahr und 1,2 Mio (35%) im 5 Jahr. Wieviel Beteiligung darf der Investor dafür erwarten?
Das Problem ist, ich befinde mich in einem Zirkelschluss. Ich mache gerade den Businessplan, den ich Investoren vorlegen will. Dafür brauche ich aber irgendwelche plausiblen Annahmen, was die Finanzierung betrifft.