Welche Rendite / Beteiligung soll man anbieten?

Welche Rendite / Beteiligung soll man anbieten?

Beitragvon StartUp2010 am 08.03.2010, 13:56

Nichtrückzahlbare Zuschüsse - Bis zu 30.000-40.000 Euro vom Staat für Gründer.

Hallo Foristi,

ich habe nun schon mehrmals nach dem "Privatinvestor" (aussterbende Spezies??) gesucht, allmählich weiß ich nicht mehr weiter. Die Reaktion auf Angebote sieht ungefähr so aus:

Angebote mit fester Rendite für den Investor:
1. bis 10%: völlig uninteressant (ist klar, da geht man besser zur Bank)
2. bis 20%: oh je, das ist aber ein hohes Risiko! (ohne zu wissen, worum es geht)
3. über 20%: unseriös, Betrüger!! (auch ohne zu wissen, worum es geht)

Angebote mit Beteiligung für den Investor:
1. bis 20%: völlig uninteressant (obwohl 20% Beteiligung = EK-Rendite bis 200% p.a. in diesem Fall)
2. bis 50%: kann ich mir nicht leisten
3. ab 51%: VC-Standard / Business-Angel-Niveau, für mich jenseits von Gut und Böse.

In dieses Forum habe ich ein Angebot gestellt, bei dem eine Immobilie als Sicherheit einbezogen wird, jedoch bisher ohne Resonanz.

Jetzt frage ich mich, mit welchem Angebot mache ich am besten bekannt, dass ich gerne bereit bin, für mein Startkapital bis zu 40% p.a. Festzins oder ertragsabhängig auch wesentlich mehr zu bezahlen? Was schlagt Ihr vor?

Es geht um Startkapital in Höhe von 150.000 Euro für einen Strukturvertrieb, aber das ist eigentlich nebensächlich, da es bisher noch nie um die Geschäftsidee selbst ging.

Vorliegende Angebote: xx Millionen <5% p.a. oder gar tilgungsfrei gegen geradezu lächerliche Vorkosten in 5stelliger Höhe; Bargeldgeschäfte in Mailand oder Amsterdam etc. (keine Sorge, ich bin immun).

Viele Grüße
StartUp2010
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Re: Welche Rendite / Beteiligung soll man anbieten?

Beitragvon mgb-consulting am 08.03.2010, 15:59

Hallo ...

ich habe Ihre Anfrage zig-mal gelesen, bis ich sie erstmal verstanden hatte und denke, dass es anderen Lesern ähnlich erging.

Ich würde daher nicht spekulieren, was eventuell nicht stimme könnte, sondern würde die vorhandene Anzeige erstmal "entschärfen" und leichter verständlich machen.

Darüber hinaus, ist ein Forum nicht der richtige Marktplatz, um einen Geldgeber zu suchen. Wenn jemand einige Hunterttausend Euro an Spielgeld zur Verfügung hat, dann ist im Normalfall sein Steuerberater oder sein Anwalt derjenige, der ihm einen Beteiligungskontakt vermittelt.

MfG
MGB-Consulting
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Re: Welche Rendite / Beteiligung soll man anbieten?

Beitragvon inline am 09.03.2010, 23:13

Es geht um Startkapital in Höhe von 150.000 Euro für einen Strukturvertrieb, aber das ist eigentlich nebensächlich, da es bisher noch nie um die Geschäftsidee selbst ging.


Ich frage mich, warum braucht man überhaupt so viel Kapital, um so einen Tupper ähm Struktubetrieb aufzubauen ?

Man braucht zunächst nur wenige Euros, man macht eine - öl in wasser emulsion - das ist nicht schwer :D Man setzt was aus der Natur dazu, aloe vera ist schon durch , also was anderes , was so gut wie nichts kostet und das man züchten kann.

Dann suggestiert man dem Produkt Eingeschaften zu, wie "macht jung und happy" , Dazu muss man sich ein wenig mit (Verkaufs) Psychologie beschäftigen.
Dosen mit schicken Design und Stil dürfen auch nicht fehlen. Zunäschst kann man ja auch mit einfachen Material von Ebay und Aufklebern arbeiten..

Nun präsentiert man mit überwinglicher Begeisterung das Produkt den Freunden, den Kollegen, den Freunden von Freunden etc.
Die sind so bgeistert und machen dazu auch Produkt-Partys, empfehlen und verkaufen es selbst weiter, nicht zuletzt weil sie auch damit reich werden wollen..

Und man sitzt oben an der Spitze, kassiert immer vom Verkauf mit.

Das ist der Anfang vom Strukturbetrieb.

Das ist alles nicht mein Ding. Aber wenn ich damit mal was verdienen will, produziere ich erst mal mit wenigen Zutaten mein Produkt. :D

Sonst komme ich doch nie an die Spitze, denn die ist ja andernfalls schon besetzt :(
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Re: Welche Rendite / Beteiligung soll man anbieten?

Beitragvon StartUp2010 am 10.03.2010, 15:56

inline hat geschrieben:Das ist alles nicht mein Ding.


Eben. Mein Ding ist das auch nicht.

Es muss also schon was anderes sein als eine neue Aloe-Vera-Pampe, die 525. Nahrungsergänzung oder ein wertloses Nonsense-Produkt mit 80% Provisionsanteil.
Will man das vernünftig aufziehen, mit GmbH und professionellem Webauftritt, dann kostet´s halt Geld. Außerdem möchte ich einkalkulieren, dass die Welt nicht gerade auf mich wartet und daher einige Zeit bis Break-Even ins Land geht. Gründen im April - Pleite im Juli, das will ich auch keinem Investor zumuten. Deshalb stehen bestimmte Annahmen im Businessplan, die ich für realistisch halte, die eine gute Erfolgschance haben und die eben 150 T€ kosten. Muss es denn immer eine Öko-Story sein, die die Brieftasche öffnet; aber Strukturvertrieb - pfui Deibel??
Das sollte aber nicht das Thema dieses Threads werden.

Ich möchte hier nur fragen: was erwartet ein Privatinvestor?
Welche Verdienstmöglichkeit wäre für einen nicht-institutionellen Investor attraktiv?
So attraktiv, dass er wenigstens sagt: "diese Idee / diesen Businessplan muss ich mal prüfen"

51% vom Gewinn, egal wie mager (oder fett) der ausfällt, das kanns doch nicht sein.

Es wäre interessant, ob es da Erfahrungswerte gibt.
Viele Grüße
StartUP2010
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Re: Welche Rendite / Beteiligung soll man anbieten?

Beitragvon Brigadier am 10.03.2010, 21:34

StartUp2010 hat geschrieben:Ich möchte hier nur fragen: was erwartet ein Privatinvestor?
Welche Verdienstmöglichkeit wäre für einen nicht-institutionellen Investor attraktiv?
So attraktiv, dass er wenigstens sagt: "diese Idee / diesen Businessplan muss ich mal prüfen"
51% vom Gewinn, egal wie mager (oder fett) der ausfällt, das kanns doch nicht sein.

Ich vermute mal, die überschaubare Größe von 150 T€ ist für "gestandene" Investoren uninteressant, eher was für Kleinanleger. Da wären dann 5-10 % schon super, die kriegt man momentan von keiner Bank für Festgeld. Auf Gewinnbeteiligung lassen sich kleine Anleger in der Regel nicht ein, auch nicht auf lange Anlagezeiträume. Würdest du sicher auch nicht machen. Aber du brauchst ja nur Startgeld. Und wenn deine Gewinnprognosen nicht völlig daneben sind, wahrscheinlich nur für ein oder zwei Jahre (?).

Ich spinne jetzt mal so ins Blaue: Wenn du gegen das Ausfallwagnis - BP hin oder her, Papier ist geduldig - noch ne Versicherung abschließt, falls es so eine gibt (theoretisch kann man ja heute alles versichern), so dass du eine Garantie übernehmen könntest, dann könntest du zum nächstbesten größeren Steuerberater gehen und der würde vielleicht 20, 25 seiner Mandenten einen "heißen" Tipp geben, wenn du ihn von der sicheren Anlage überzeugst :-)

Ob das wirklich ein Weg wäre, keine Ahnung. Vielleicht gibts ja irgendwelche Gesetze und man darf das gar nicht :?: - aber logisch schiene es mir schon.
Gruß B.
Brigadier
 
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Re: Welche Rendite / Beteiligung soll man anbieten?

Beitragvon inline am 11.03.2010, 21:34

Es muss also schon was anderes sein als eine neue Aloe-Vera-Pampe, die 525. Nahrungsergänzung oder ein wertloses Nonsense-Produkt mit 80% Provisionsanteil.


Wenn man diesen Anspruch hat, ist das ja schon sehr lobenswert.
Dann schafft man es auch ohne Strukturbetrieb, weil die nämlich anders ihren Nonsens nicht los werden. :D

Aber dazu muss man erst mal eine Idee haben!!
dann muss man schauen, ob man die Kompetenz hat sie durchzusezten, ob es einen Markt dafür gibt , ob man sich von der Konkurrenz abgrenzen kann, bzw. ob man in deren Haifischbecken bestehen kann.

Wenn ja, dann erarbeitet man das Konzept und kauft sich keine fertiges aus dem Internet :)
danach kommt das finanzielle. Wenn es keinen Background gibt, ist halt auch nicht alles möglich.

so, man sucht doch nicht erst nach Geld(geber) und dann nach der Idee, ich finde eine solche Vorgehensweise irgendwie naiv.

Denn wohl niemand investiert in eine Geschäftsidee einen Euro , die es (noch) nicht gibt.
inline
 
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Re: Welche Rendite / Beteiligung soll man anbieten?

Beitragvon mariamarry am 10.06.2010, 19:33

Welche Rendite man anbieten könnte (zB. für einen Genussschein oder Ähnliches), frage ich mich auch gerade.
Weiss jemand, ob es realistisch ist zw. 5-10% anzubieten, oder würden mich friends and family oder vielleicht auch Fremde auslachen ?

Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass für Normalos nur 20 Beteiligungen möglich sind (Bafin ??) Und wie ist es bei einer GmbH ?

Wie ist es mit einer Laufzeit von 7-10 Jahre, ggfalls Verlängerung auf 20 Jahre, realistisch ?

Danke schonmal vorab.
mariamarry
 
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