Hallo,
meine Frau (20 Jahre Gastro-Erfahrung) kann ein bestehendes Cafe/Bistro in NRW übernehmen – Toplage, geringe Pacht, Brauereifrei. Zur Finanzierung der Übernahme soll ein Gründerkredit der KfW in Höhe von 60.000 € her. Dieser wird für die Ablöse von 40.000 € (Anlagevermögen ist 25.000 €) sowie weitere Betriebsmittel benötigt, das Eigenkapital ist 12.500 €.
Das bestehende Konzept des Cafes soll um eigene Ideen erweitert werden. Sie hat einen professionellen Businessplan mit einer durchaus lukrativen Rentabilität (keine Luftschlösser) erstellt. Dieser wurde von der IHK geprüft und mit Begeisterung durchgewunken.
Nach den ersten Bankgeprächen (Volksbank, Stadtsparkasse) kommt die Ernüchterung: Beide fanden lobende Worte für das Konzept und die Tragfähigkeit, nach Vorlage der BWA’s des jetzigen Inhabers machten sie aber einen Rückzieher. Das Problem ist, dass diese fürs Finanzamt ‚optimiert‘ sind und einen nur kleinen Gewinn ausweisen. Zudem tauchen ca. 30 % der Einnahmen gar nicht erst in den Büchern auf, in der Gastrobranche leider nicht unüblich. Mit seinem Geschäftskonto war der Inhaber aber nie im Minus.
Ich dachte immer, dass solche Förderungen nach der Zukunftsträchtigkeit beurteilt werden und nicht nach den vergangenen Zahlen des (branchenfremden) derzeitigen Inhabers?! Welche Banken sind noch zu empfehlen, die KfW-Kredite vergeben? Wie kann man einem Banker klar machen, dass die BWA’s steueroptimiert sind? Besteht überhaupt derzeit die realistische Möglichkeit, KfW-Kredite für den Gastro-Bereich zu bekommen? Bin für jegliche Hinweise und Tipps dankbar...
MfG
Sisko