Das Thema Hausbankpinzip und KfW-Förderkreditte, früher waren es die DtA-Programme, Eigenkapitalhilfe und ERP, aber auch viele Landesprogramme ziehen sich wie ein roter Faden durch eine wirklich jahrzehntelange Beratungs- und Gründervorhabenerfahrung.
Dabei kann Pareto mit seiner 80:20-Regel sicherlich bei der Einschätzung eine Rolle spielen. 80% der Banken-, Firmen- und Kundenberater kann man in der Pfeife rauchen (Sorry für den Ausdruck). Gerade mal 20% und hier bin ich großzügig, setzt sich wohlwollend für Gründer und Jungunternehmer ein. Besonders kritisch wird es in Unternehmenssituationen, wenn entweder Unternehmenserweiterungen und eine zusätzliche Finanzierung oder Krisen eine Existenz behindern und liqiditätserhaltende Maßnahmen erforderlich werden.
Einseits liegt es tatsächlich nicht nur an der Person, des Bankers, der sich für ein Vorhaben einsetzt, sondern auch an dem Apparat dahinter. Hier spielen die jeweilige Bankenpolitik, aber auch Branchenausgrenzungen oder auch nur das Vier-Augen-Prinzipeine Rolle, bei dem das Vorhaben nicht nur von dem, dem Gründer bekannten Bankenvertreter abhängig ist, sondern im Hintergrund auch das Back-Office noch mitzureden hat und entscheidend mit Einfluss nehmen kann.
Somit finden viele hier in den Postings dargelegten Ausführungen durchaus ihre Berechtigung und tragen zu der genannten Frustration und Demotivation bei.
Aber bitte nicht alles so schwarz sehen, - es gibt auch die postiven - wenn gleich selteren - Fälle. Da läuft es gut.
Auch langjährige Erfahrung ist, dass nahezu 80% der Gründungsvorhaben sich innerhalb der ersten acht Jahre vom Markt wieder verabschieden. Da kann man drüber rätseln was gut ist, - ein Vorhaben abgelehnt zu bekommen und vielleicht eine Chance auf Veränderung zu haben oder ein Idee halbherzig mit halber Energie in die Gänge gebracht zu haben, um wenige Zeit später - diesmal mit schlechteren Karten - wieder vor dem Banker zu stehen. Ich fürchte, dann wäre der Schaden höher einzuschätzen.
Natürlich schreit diese Erfahrung nach einem angedachten Königsweg, der zwischen Förderbanken und Hausbanken liegen kann. Doch hier spielt das Kreditwesengesetz und die Bankenaufsicht eine gewichtige Rolle mit. Schaut man sich in Fachforen um, liest in der Fachpresse und beobachtet Stellungnahmen in Funk und TV, wird ein solcher Königsweg immer wieder angedacht und diskutiert. Tatsache ist auch, dass ausgelöst durch die Finanzkrise und das schwindende Vertrauen in Banken, im Mittelstand die Bildung von Selbsthilfegruppen durch Investoren, Privatiers sowie anderer Unternehmen angedacht werden. Werden wir schauen was sich da tut. Der Bedarf, der Wunsch und die Motivation für Veränderung ist jedenfalls da.
Mit Direktoren der KfW Mittelstandsbank bzw. der KfW-Bankengruppe habe ich für Gründer und junge Unternehmen zwei Titel zum Thema Finanzierung und Bankengepflogenheiten verfasst. Einzelheiten zu den Titeln und die entsprechenden begleitenden Informationen sind unter
http://www.uvis-verlag.de/uv5100.htm einzusehen.
Existenzgründung - Finanzierung & Sicherheiten - ISBN 978-3-938684-03-0
mit dem Direktor Hans-Günther Diel Leiter Gründer- und Mittelstandsförderung - KfW Bankengruppe
Soeben wurde zu dem zweiten Titel im Beraternewsletter der KfW-Bankengruppe "Chancen-Impuls" Janaur 2012 der folgende Buchtipp abgedruckt, den ich einfach mal übernehme:
"Unternehmenscoaching - Rentabilität stärken" ist der Titel des zweiten Werks aus der Reihe Unternehmenscoaching für langfristigen Erfolg des UVIS Verlags.
In seinem Vorwort erläutert KfW-Direktor Dr. Jochen Struck, der beim Aufbau des Gründercoaching Deutschland federführend tätig war, die Beratungsförderung der KfW: "Um Unternehmen den Einsatz eines externen Experten zu ermöglichen, unterstützt die KfW durch ihre Förderprogramme der Beratungsförderung auch gezielt die Finanzierung der entstehenden Beratungskosten. Für Unternehmen in Krisensituationen stehen die runden Tische sowie die Turn-Around-Beratung zur Verfügung."
Ebenso wie das Auftaktwerk "Unternehmenscoaching - Insolvenzgefahren vermeiden " kann es über den Buchhandel bezogen werden.
- Unternehmenscoaching - Insolvenzgefahren vermeiden - ISBN 978-3-938684-11-5
- Unternehmenscoaching - Rentabilität stärken - ISBN 978-3-938684-12-2
- Unternehmenscoaching - Märkte hinzugewinnen - ISBN 978-3-938684-13-9
Ich denke hier hat jeder, der sich mit Banken und Finanzierungen auseinandersetzen will und muss, genügend Stoff, alle Sichtweisen der beteiligten Parteien selbst unter die Lupe zu nehmen. Möge er die für ihn richtigen Schlüsse daraus ziehen.
MfG und nachträglich noch ein erfolgreiches neues Jahr
Jürgen Arnold - Autor