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Geringfügige Beschäftigung

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Für geringfügige Beschäftigungen gelten grundsätzlich besondere Regelungen für Sozialversicherungspflicht und Steuerrecht. Dabei sind verschiedene Arten von geringfügiger Beschäftigung zu unterscheiden.

Man spricht von einer geringfügig entlohnten Beschäftigung ("Mini-Job"),wenn das monatliche Arbeitsentgelt regelmäßig 400 Euro nicht übersteigt. Man spricht von einer geringfügig kurzfristigen Beschäftigung, wenn die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage begrenzt ist und das Entgelt 400 Euro nicht übersteigt. Außerdem darf die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt werden.

Die kurzfristige Beschäftigung ist sozialversicherungsfrei, es müssen also keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden.

Bei einer geringfügig entlohnten Beschäftigung gelten andere Regeln. Das Beschäftigungsverhältnis ist sowohl sozialversicherungs- als auch steuerpflichtig. Allerdings werden Sozialversicherungsbeiträge und Steuern nicht in voller Höhe erhoben. Der Beschäftigte ist außerdem von Sozialabgaben und Steuern befreit. Lediglich der Arbeitgeber muss für geringfügig entlohnte Beschäftigungen eine Pauschalabgabe von insgesamt 30 Prozent entrichten. Davon entfallen 15 Prozent auf die gesetzliche Renten- und 13 Prozent auf die gesetzliche Krankenversicherung. Außerdem ist eine Pauschalsteuer von zwei Prozent zu zahlen. Sind geringfügig Beschäftigte hingegen in der privaten Krankenversicherung, zahlen die Arbeitgeber keinen pauschalen Beitrag dazu.

Für Minijobs in privaten Haushalten sind die Abgaben niedriger. Die Arbeitgeber müssen Pauschalbeiträge in Höhe von zwölf Prozent bezahlen (fünf Prozent Krankenversicherung, fünf Prozent Rentenversicherung und zwei Prozent Steuer).

Wenn jemand mehrere Mini-Jobs ausübt, wird das Arbeitsentgelt aus diesen Mini-Jobs zusammengerechnet. Werden dabei die 400 Euro überschritten, so müssen diese Tätigkeiten bei der entsprechenden Krankenkasse als versicherungspflichtig gemeldet werden. Geht ein Arbeitnehmer neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung einer geringfügigen Nebenbeschäftigung nach, so bleibt die geringfügige Beschäftigung versicherungsfrei.


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