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Gebührenordnung

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Ärzte und Zahnärzte berechnen die Honorare für ihre Leistungen bei Privatpatienten nach einer festgelegten Gebührenordnung: Für Ärzte gilt die GOÄ 96 (Gebührenordnung für Ärzte vom 01. Januar 1996), für Zahnärzte die GOZ 88 (Gebührenordnung für Zahnärzte vom 22. Oktober 1987).

Im Rahmen der Gebührenordnungen wird grundsätzlich zwischen persönlichen und medizinisch/ technischen persönlichen Leistungen des behandelnden Arztes bzw. Zahnarztes unterschieden. Neben den Grundbeträgen für die jeweiligen Leistungen legt die Gebührenordnung zudem nähere Abrechnungsbestimmungen fest.

Bei einer persönlichen Leistung kann das Honorar innerhalb bestimmter Grenzen den Grundbetrag übersteigen. Die Höhe des Honorars hängt dabei von der individuellen Schwere des Einzelfalls ab. Normalerweise ist es nur zulässig, eine Gebühr nur zwischen dem Einfachen und dem 2,3-fachen des Gebührensatzes (=Regelhöchstsatz) zu berechnen. Der Gebührensatz darf nur dann um das bis zu 3,5-fache (= Höchstsatz) überschritten werden, wenn Besonderheiten dies legitimieren. In der Rechnung muss der Arzt diese Besonderheiten schriftlich begründen.

Bei medizinisch-technischen Leistungen der GOÄ kann das 1- bis 1,8-fache des Gebührensatzes in Rechnung gestellt werden. Diese Grenzen können bis zum 2,5-fachen überschritten werden, allerdings ebenfalls nur mit einer Begründung in Schriftform.

Für Laboruntersuchungen darf das 1- bis 1,15-fache des Gebührensatzes bemessen werden. Der Arzt darf hier im Ausnahmenfall das 1,3-fache des Gebührensatzes berechnen, muss dies jedoch ebenfalls schriftlich begründen.

Nach den Gebührenordnungen sind auch freie Honorarvereinbarungen zwischen Arzt bzw. Zahnarzt und Patienten möglich. Dabei muss der Arzt bzw. Zahnarzt mit dem Patienten eine sogenannte "Abdingungs-Vereinbarung" treffen.


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