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Erziehungsgeld

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Grundsätzlich haben alle Mütter, die ihr Kind selbst betreuen, Anspruch auf Erziehungsgeld. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie Arbeitnehmerin, Selbstständige, Hausfrau, Schülerin oder Studentin ist. Übernimmt der Vater des Kindes die Erziehung und Betreuung, erhält dieser das Erziehungsgeld.

Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Anspruch auf Erziehungsgeld hat, wer

  1. einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat,
  2. mit einem Kind, für das ihm die Personensorge zusteht, in einem Haushalt lebt,
  3. dieses Kind selbst betreut und erzieht und
  4. keine oder keine volle Erwerbstätigkeit ausübt. bzw. nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich Teilzeitarbeit leistet.

Um den Anspruch auf Erziehungsgeld geltend zu machen, ist ein schriftlicher Antrag bei der Erziehungsgeldstelle des jeweiligen Landes notwendig. Das Erziehungsgeld wird vom Tag der Geburt des Kindes an gezahlt. Höhe und Dauer der Erziehungsgeldzahlungen hängen vom Einkommen der Eltern ab. In jedem Fall wird das  Erziehungsgeld höchstens bis zum zweiten Geburtstag des Kindes gezahlt.

Der Antrag auf das Erziehungsgeld muss bei folgenden Stellen eingehen:

  • Baden-Württemberg: Landeskreditbank
  • Bayern: Amt für Versorgung und Familienförderung
  • Berlin: Bezirksamt
  • Brandenburg: Jugendamt
  • Bremen: Stadtgemeinde Bremen: Amt für soziale Dienste; Stadtgemeinde
  • Bremerhaven: Jugendamt
  • Hamburg: Bezirksamt
  • Hessen: Amt für Versorgung und Soziales
  • Mecklenburg-Vorpommern: Versorgungsamt
  • Niedersachsen: Die Jugendämter der kreisfreien Städte und Landkreise
  • Nordrhein-Westfalen: Versorgungsamt
  • Rheinland-Pfalz: Die Jugendämter der kreisfreien Städte und Landkreise
  • Saarland: Versorgungsamt
  • Sachsen: Amt für Familie und Soziales
  • Sachsen-Anhalt: Versorgungsamt
  • Schleswig-Holstein: Außenstellen des Bundesamtes für soziale Dienste
  • Thüringen: Versorgungsamt

In einigen Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen) ist zusätzlich das sogenannte Landeserziehungsgeld vorgesehen. Landeserziehungsgeld kann erst nach dem zweiten Geburtstag des Kindes bezogen werden. Wie lange es gezahlt wird, ist je nach Bundesland unterschiedlich. Auch hier gelten bestimmte  Einkommensgrenzen.

Personen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, bleiben, während sie Erziehungsgeld bekommen, weiterhin beitragsfrei versichert. Dies gilt nicht für Versicherte in den privaten Krankenkassen, hier müssen auch während des Bezugs von Erziehungsgeld Beiträge gezahlt werden.


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